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Spielabbruch

Becherhersteller muss Bericht zu Becherwurf richtigstellen

24.08.2012 | 17:06 Uhr
Beim Spiel zwischen St. Pauli und Schalke 04 im April 2011 hatte ein Fan den Schiedsrichter-Assistenten mit einem Becher beworfen.Foto: Getty

Koblenz.  Als beim Spiel zwischen St. Pauli und Schalke im vergangenen Jahr ein Becherwurf zum Spielabbruch führte, sah ein Hersteller von Einweg-Bechern seine Chance gekommen: Mit Einweg-Bechern sei das nicht geschehen, teilte er mit. Nun muss er sich korrigieren, weil der Werfer einen Einweg-Becher warf.

Das Oberlandesgericht Koblenz hat einen Hersteller von Einwegbechern zu einer Richtigstellung in seiner Kundenzeitung verurteilt. Die Firma hatte in dem Blatt behauptet, ein Bundesligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und Schalke 04 aus dem Jahr 2011 sei "wegen Mehrweg" abgebrochen worden , wie das Gericht am Freitag mitteilte. Gleichzeitig hatte sie damit geworben, dass ein solcher Vorfall mit ihren Einwegbechern nicht passiert wäre. Dagegen hatte ein Hersteller von Mehrwegbechern geklagt - mit Erfolg.

Becherwurf und Fan-Proteste

Hintergrund der Aktion ist ein Zwischenfall während besagten Spiels, bei dem ein Schiedsrichterassistent von einem gefüllten Becher im Nacken getroffen worden war. Das Spiel wurde abgebrochen. Jedoch handelte es sich bei dem Corpus Delicti dem Gericht zufolge nicht um einen Mehrweg-, sondern um einen Einwegbecher. Der Artikel in der Zeitschrift sei daher eine "unlautere geschäftliche Handlung". (Aktenzeichen: 9 U 31/12, Urteil vom 25. Juli 2012(. (dapd)



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