Razzia bei Imtech lässt RWE hoffen

Essen..  Die Chancen für den Essener Energiekonzern RWE steigen, Geld aus dem offenbar überteuerten Bau seiner Kraftwerke in Hamm und dem niederländischen Eemshaven zurückzubekommen. Wie berichtet, stehen mehrere Unternehmen im Verdacht, RWE durch Preisabsprachen und Scheinrechnungen geschädigt zu haben. Gestern wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft München am Dienstag Razzien an mehreren Standorten des niederländischen Gebäudeausrüsters Imtech sowie bei bis zu neun Unternehmen der Bauindustrie durchgeführt hat. Das berichtete das Handelsblatt. An der Razzia seien auch Beamte des Bundeskartellamtes beteiligt gewesen.

RWE will Schadenersatz fordern

Der im Mittelpunkt der Durchsuchungen stehenden Firma Imtech wurde auch eine mögliche Mitschuld für die Probleme beim Brandschutz der 2014 verspätet eröffneten Hagener „Rathausgalerie“ und beim Gesundheitscampus in Bochum gegeben. Besonders betroffen ist aber offenbar der Stromriese RWE. Er kündigte bereits im November gegenüber dieser Zeitung an, mit aller Konsequenz entsprechenden Schadenersatz einzufordern, sollte sich der Verdacht von Absprachen zulasten des Konzerns erhärten.