Internationale Konferenz berät zur Sicherheit im Bergbau

Interessierte Gäste: Eine Delegation aus Chile informierte sich im Trainingszentrum Bergbau über Unfallprävention.
Interessierte Gäste: Eine Delegation aus Chile informierte sich im Trainingszentrum Bergbau über Unfallprävention.
Foto: RAG
Was wir bereits wissen
Experten aus aller Welt tauschten sich in Bochum über Erfahrungen und gute Betriebspraxis aus.

Bochum.. Unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft fand an der Technischen Hochschule (TH) Georg Agricola in Bochum die „First VISION ZERO Europe Conference“ statt. 260 Unternehmens- und Arbeitnehmervertreter, Arbeitsschutzexperten, Wissenschaftler sowie Experten von Sozialversicherungen aus mehr als 20 Ländern berichteten in Vorträgen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aus ihrem Heimatland und tauschten sich untereinander aus.

Zusammenarbeit mit Unternehmen

Der Bergbaubereich der International Social Security Association (ISSA Mining), der gemeinsam mit der TH die Konferenz ausrichtete, verfolgt das Ziel, den Arbeitsschutz und die soziale Sicherheit im weltweiten Bergbau durch die Zusammenarbeit mit Regierungen, Unternehmen, Unfallversicherungsträgern und Gewerkschaften zu fördern und zu verbessern. Fachkommissionen und Arbeitsgruppen treffen sich regelmäßig, um Informationen auszutauschen. Außerdem organisiert ISSA Mining internationale Symposien, Konferenzen und Kolloquien. Mit der Vision- Zero-Strategie will die Bergbausektion der ISSA die Sicherheit und den Gesundheitsschutz an den Arbeitsplätzen in der internationalen Rohstoffindustrie so weit optimieren, dass die Zahl der Unfälle, Erkrankungen oder Schadensfälle gegen null geht. Die Konferenz in Bochum diente als Plattform zum Austausch von Erfahrungen, guter Betriebspraxis und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie gesellschaftlichen Trends. Themen wie Führung und Gesundheit, Sicherheitskultur im Unternehmen, Unfalluntersuchungen, technologische Innovationen und betriebliche Gesundheitsförderung standen im Mittelpunkt. Im Namen des stellvertretenden RAG-Vorstandsvorsitzenden Peter Schrimpf, der sich als Vizepräsident bei ISSA Mining engagiert, unterstützte die RAG die Konferenz in Bochum. Joachim Löchte, Zentralbereichsleiter im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, berichtete über die Arbeitsschutzkampagne, die Unternehmensstrategie und die Unfallkennzahlen bei der RAG.

Langjährige Beziehungen

Im Rahmen der Konferenz besuchte zudem eine chilenische Delegation das Trainingszentrum Bergbau in Recklinghausen. „Einen Ort wie diesen für Übungszwecke zu nutzen ist wirklich unglaublich“, staunte Sebastian Gallardo von der Firma Teck. Unter anderem informierte sich die Gruppe über die Prävention von Berufskrankheiten und Unfällen. Zwischen Deutschland und Chile bestehen langjährige Beziehungen. Durch ein Handelsabkommen stehen Vertreter der Rohstoffindustrien beider Länder in Kontakt. „Chile möchte an unserem Know-how partizipieren. Neben der Bergbautechnik interessiert es sich auch für unser Ausbildungssystem. Dort fehlen Fachkräfte“, so Dieter Mantwill, RAG-Mitarbeiter im Bereich Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, der die Konferenz und die Delegation begleitete.