Flüchtlingen eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen

Schulterschluss in Kamp-Lintfort: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (Mitte), IGBCE- Chef Michael Vassiliadis (2. von rechts) und  Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung.
Schulterschluss in Kamp-Lintfort: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (Mitte), IGBCE- Chef Michael Vassiliadis (2. von rechts) und Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung.
Foto: RAG
Was wir bereits wissen
Die RAG-Stiftung hat den Ministerpräsidentinnen aus Nordrhein-Westfalen und dem Saarland Einblicke in ein ambitioniertes Bildungsprojekt gegeben.

Essen.. Jungen Flüchtlingen eine dauerhaft selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen: Das ist das Ziel des Bildungsprojekts „Schulterschluss des Bergbaus“, das derzeit an insgesamt fünf Standorten in NRW und im Saarland durchgeführt wird. Im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort stellte Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und dem IG-BCE-Vorsitzenden Michael Vassiliadis das Projekt bei einem Besuch der TÜV Nord Bildung vor.

In den sehr gut ausgestatteten Räumen und Werkstätten der ehemaligen Bergberufsschule nehmen noch bis Dezember 30 junge Männer und Frauen unter anderem an Sprachkursen, Maßnahmen zu Berufsfelderkundung und berufspraktischen Tätigkeiten teil. Projekte zum interkulturellen Austausch stehen ebenfalls auf dem Programm. Die RAG-Stiftung finanziert das Projekt „Schulterschluss des Bergbaus“, die RAG trägt es mit. Die konkrete Durchführung liegt in den Händen des Bildungsträgers TÜV Nord Bildung.

Chancen nutzen, Herausforderungen meistern

„Wir möchten in dieser herausfordernden gesamtgesellschaftlichen Situation Verantwortung übernehmen und gleichzeitig an die traditionsreichen Integrationsleistungen des Bergbaus anknüpfen“, sagte Bergerhoff-Wodopia. Ministerpräsidentin Kraft betonte die Herausforderungen mit Blick auf die in Nordrhein-Westfalen lebenden Flüchtlinge: „NRW kann Wandel. Das werden wir auch bei der Integration der vielen Flüchtlinge wieder unter Beweis stellen: mit vielen Programmen des Landes, Initiativen von Institutionen, ehrenamtlich geführten Projekten und Initiativen der Wirtschaft. Die RAG-Stiftung ist dabei ein wichtiger und verlässlicher Partner.“

IG-BCE-Chef Vassiliadis hatte ebenfalls einen positiven Eindruck von „Schulterschluss des Bergbaus“: „Sprache und berufliche Qualifizierung sind die Grundlage für die Integration in Arbeitswelt und Gesellschaft“, sagte er. „Die RAG-Stiftung übernimmt mit ihren Aktivitäten dafür eine vorbildliche Rolle.“ Von den Erfolgen des Projekts konnte sich auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer überzeugen, die gemeinsam mit Bergerhoff-Wodopia das Bildungszentrum Völklingen-Fenne von TÜV Nord Bildung Saar besuchte. Dort nehmen aktuell 34 junge Männer aus Herkunftsländern wie Syrien und dem Irak an dem Flüchtlingsprojekt teil.

Kramp-Karrenbauer rückte insbesondere die große Bedeutung der Ausbildung für eine gelungene Integration junger Menschen in den Vordergrund: „Wir sehen bei Flüchtlingen die Motivation zur Aufnahme einer beruflichen (Aus-)Bildung als wichtigen Faktor zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt“, sagte sie. „Und ein Arbeitsplatz ist die Basis für die Teilhabe an unserer Gesellschaft.“ Die Ministerpräsidentin dankte der RAG-Stiftung für den wichtigen Beitrag zur Unterstützung gerade der jugendlichen Flüchtlinge im Rahmen von „Schulterschluss des Bergbaus“.