RAG verdient genug für Folgekosten des Steinkohlebergbaus

RAG-Stiftungschef Werner Müller regt an, die Anwendbarkeit eines ähnlichen Modells auf Altlasten des Atomausstiegs zu prüfen.
RAG-Stiftungschef Werner Müller regt an, die Anwendbarkeit eines ähnlichen Modells auf Altlasten des Atomausstiegs zu prüfen.
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Was wir bereits wissen
Die RAG-Kohlestiftung kann die Folgekosten des Steinkohlebergbaus ohne Belastung des Steuerzahlers abdecken, wie Stiftungschef Werner Müller erklärt.

Essen.. Die RAG-Kohlestiftung verdient mit ihren Anlagen und Beteiligungen genug Geld, um die Folgekosten des Steinkohlebergbaus ohne Belastung des Steuerzahlers abzudecken. "Soweit wir sinnvollerweise in die Zukunft blicken können, wird die Stiftung die notwendigen Mittel (...) selber erwirtschaften", sagte der Chef des RAG-Stiftung und frühere Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am Dienstag in Essen.

Atomausstieg 350 Millionen Euro Einnahmen im Jahr

Er rechne mit jährlichen Kosten von rund 220 Millionen Euro etwa für das Abpumpen von Wasser, die ab 2019 nach dem Ende des Bergbaus anfallen. Die Einnahmen lägen bei 350 Millionen Euro im Jahr. Ein Stiftungsmodell sei durchaus auch auf die Altlasten des Atomausstiegs übertragbar. "Es sollte geprüft werden", sagte Müller. (dpa)