Prominente Frauen wettern gegen die Frauenquote
13.01.2013 | 16:34 Uhr 2013-01-13T16:34:12+0100
Essen. Emanzipation hin, Gleichberechtigung her - die meisten Vorstandsetagen sind auch im Jahr 2013 noch immer fest in Männerhand. Lange schon wird über eine gesetzliche Frauenquote diskutiert. Jetzt melden sich in einem Magazin prominente Frauen zu Wort - und sagen, warum sie eine Quote ablehnen. Diskutieren Sie mit!
Einig sind sich im Grunde alle: Mehr Frauenpower in den Chefetagen würde den Unternehmen guttun. Heftig umstritten ist allerdings die Frage, wie dies zu erreichen ist: Durch freiwillige Selbstverpflichtungen der Firmen – oder durch eine staatliche verordnete Frauenquote.
Das Nachrichtenmagazin „Focus“ präsentiert nun unter dem Titel „Wir wollen keine Frauenquote!“ eine Riege prominenter Frauen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Sport, die – wie es dort heißt – „gegen Staats-Diktat und Gleichmacherei rebellieren“. Einige der Wortmeldungen dokumentieren wir in der nachfolgenden Fotostrecke.


00:36
Die Presse wird sich freuen. Dank der Frauenquote kommt der Zickenterror nun ganz oben an und Frauen haben bekanntlich ein größeres Bedürfnis mit "anderen" darüber zu reden ;-)
Da man sich diese Pöstchen nicht erarbeiten musste oder mit Leistung sie erarbeitet hat, hat man einen ganz anderen Bezug zum Job.
Wie will eine Frau als Manager in der Stahl, Auto, Bauindustrie Chef sein, wenn sie die Arbeitsplätze nur vom Photo kennt.
Leider wird durch diese Quote die LEISTUNG der Frauen die sich ihren Job durch LEISTUNG erarbeitet haben abgewertet. Darum wundert es mich nicht das sie jetzt Sturm laufen. Mit Quotenfrauen auf die gleiche Position gesetzt zu werden ist schon bitter!
16:28
# 10 Nilsk
Das ist doch lächerlich, zeigen Sie mir den Wirtschaftsboss der nicht nach Qualität aussucht, es sei denn man braucht für ein paar Jahre einen Frühstücksdirektor/in, das trifft dann für Quotenfrauen aber immer zu.
14:38
Diese Frauen haben absolut recht damit, dass Kompetenz und nicht das Geschlecht über eine Einstellung entscheiden sollte. Heute ist dies leider nicht so, vor allem auf höheren Ebenen wird sich daran ohne eine Quote nichts ändern, da die alten, überwiegend männlich besetzten Vorstände auch mehr Männer als Frauen einstellen und in gehobene Positionen berufen. Um aus diesem Teufelskreislauf rauszukommen, brauchen wir eine Frauenquote.
Und diese Frauenquote wird auch nicht gefordert, um sie für alle Ewigkeit zu installieren, sondern als Mittel zum Zweck, das sich hoffentlich möglichst schnell selbst überflüssig macht
Sie haben in Ihrem Kommentar noch den albernen Begriff "Männer-Seilschaften" vergessen.....
@Vatta: Also leugnen Sie, dass diese existieren?
@NilsK: Ja, Männer-Seilschaften existieren nicht, oder wenn, dann nur in Einzelfällen. Männer stehen bekannterweise untereinander im stetigen Konkurenzkampf. Ein Zusammenhalten wie es von den Damen stets offen propagiert wird, ist unter Männern nicht zu finden, oder haben Sie schon mal mitbekommen das gesagt wurde: "wir Männer müssen doch zusammenhalten"??
14:23
Und womit ??
Mit Recht !!!
13:46
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09:39
Am Platz an der Sonne hat auch frau ungern Konkurrenz.
08:23
Ich bin dafür, dass keine halben Sachen gemacht werden. Wenn schon über eine Quote Abseits der eigentlichen Qualifikation nachgedacht wird, dann aber vollständig.
Ich bin für eine Quote für
SPD-Angehörige m/w Hetero/Homo mit/ohne Migrationshintergrund Links/Rechtshänder
CDU-Angehörige m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
FDP-Angehörige (solange es sie noch gibt) m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
LINKE m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
GRÜNE m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Bibeltreue Christen m/w Hetero/Homo (?) mit/ohne MH LH/RH
Bahnfahrer m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Rothaarige m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Blonde m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Brünette m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Internetnutzer m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Nicht-Internetnutzer m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
Antialkoholiker m/w Hetero/Homo mit/ohne MH LH/RH
usw.
Es wäre doch gelacht, wenn wir nicht alles geregelt kriegen!
23:44
Wie originell:
Seit Monaten wird so ziemlich jeder Artikel zu dem Thema mit einem Bild von Frauenbeinen zwischen Männerbeinen garniert.
Habt Ihr nicht mal was anderes?
19:23
Jede berufstätige Frau benötigt eine vernünftige Wirtschaft die von allen Ernst genommen wird - natürlich ganz wichtig: an erster Stelle von den Arbeitgebern. Eine Gewerkschaft für alle berufstätigen Frauen - auch für Schauspielerinnen, Musikerinnen etc. nimmt viel Druck und Angst und ist von gesellschaftlichem Nutzen - schützt allerdings vor Ausbeutung und Diskriminierungen,....Und vor unsozialen Arbeitgeber(innen) und Verhältnissen. Betriebsräte sind nutzlos - oftmals nicht gewünscht oder gemobbt oder zu Arbeitgeberfreundlich.
19:00
Der ganze Artikel bringt mal wieder die antiliberale, am politischen Mainstream angepasste Voreingenommenheit der WAZ zum Ausdruck. Dies beginnt bei der Wortwahl (wettern, Frauenpower), geht weiter mit der Suggestion dringenden Handlungsbedarfs ("da sind sich alle einig") und Endet mit der Eingrenzung der Alternativen (freiwillige Selbstverpflichtung vs. gesetzliche Quote).
Die Möglichkeit, dass die Personalentscheidungen privater Wirschaftsunternehmen keinem Außenstehenden irgendetwas angehen, wird erst gar nicht in Betracht gezogen.
1+ für diesen Kommentar.
Traurig ist, dass dieses Mainstream-Geschreibsel inzwischen zum Standard der Zeitungen gehört. Tugenden wie Querdenken, Hinterfragen, Zweifeln, Analysieren oder einfach mal den Finger in die Wunden legen werden mit Füßen getreten. Man hat es sich bequem gemacht in den Redaktionen und schreibt lieber das, was alle lesen wollen, oder was sonstwie politisch "korrekt" ist. Andersdenkende werden als populistische Dummköpfe in eine Ecke gestellt und dann kann man gemütlich weiter dösen.
Oder haben Sie schon mal einen Zeitungsartikel gelesen, in welchem die Hintergründe für den Männerüberschuss bei den besserverdienenden durchleuchtet werden? Hat schon mal jemand hinterfragt, warum die Wirtschaft nicht vermehrt Frauen einstellt, wenn diese doch so viel weniger verdienen als Männer? Hat mal eine Zeitung deutlich drauf hingewiesen, dass in den Technik-Studiengängen, die später zu den gut dotierten Jobs führen, fast ausschließlich Männer sitzen? Fehlanzeige!
Die 1+ vergebe ich auch! Was soll ich jetzt noch dazu schreiben? ;-)
Hier finden Sie übrigens eine Erklärung für Ihre Beobachtung:
"Parteineigung von Journalisten in Deutschland - Mein Schatz hat’s Grün so gern"
http://medienwoche.ch/2012/10/29/mein-schatz-hats-gruen-so-gern/
Das haben Sie richtig erkannt. Die verwendeten Adjektive und Verben hängen ganz entscheidend davon ab, wer etwas zu welchem Thema sagt. FeministInnen z.B. wettern nie! Sie "klären auf" oder "klagen an". Auch werden wir Leser bei den "falschen" Meinungen der "Bösen" oft darüber aufgeklärt, wo diese Meinungen her kommen und was damit bezweckt werden soll. Selbst wenn offen liegende Fakten von der "falschen" Seite genannt werden, kommt dann immer der Zusatz "angeblich" o.ä. hinzu. Ich warte mal darauf, dass die "Windkraftlobby" etwas "behauptet" und dabei auf die finanziellen Eigeninteressen dieser hingewiesen wird, hilfsweise auch bei Greenpeace, Emma, Gewerkschaften dem IPCC oder Margot Käßmann.