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Produktionspause bei Apple-Lieferant Foxconn nach Massenschlägerei

24.09.2012 | 14:41 Uhr

Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen etwa 2.000 Mitarbeitern des chinesischen iPhone-Produzenten Foxconn mit zahlreichen Verletzten hat das Unternehmen seine Fabrik in Taiyuan am Montag geschlossen.

Peking (dapd). Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen etwa 2.000 Mitarbeitern des chinesischen iPhone-Produzenten Foxconn mit zahlreichen Verletzten hat das Unternehmen seine Fabrik in Taiyuan am Montag geschlossen.

Die Streitigkeiten seien am späten Sonntagabend in einem unter privater Leitung stehenden Wohnheim ausgebrochen, teilten Polizei und Foxconn mit. 5.000 Polizisten hätten die Situation wieder unter Kontrolle bringen können, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Laut Foxconn wurden mehrere Menschen festgenommen und 40 Verletzte in Krankenhäuser gebracht. Die Produktion sollte am Dienstag wieder aufgenommen werden.

Das Unternehmen äußerte sich nicht zu der Frage, ob die Fabrik im Norden Chinas mit insgesamt 79.000 Angestellten an der Produktion von iPhones beteiligt sei. Über die Ursache des Zwischenfalls wurden Ermittlungen eingeleitet. Nach Angaben von Foxconn und der Polizei stand der Streit aber vermutlich nicht in Zusammenhang mit der Arbeit der Beteiligten. In chinesischen Internet-Foren hieß es, die Auseinandersetzung habe sich möglicherweise daran entzündet, dass ein Wachmann einen Mitarbeiter geschlagen habe.

Polizei spricht von "Chaos"

Der Kampf habe "eine große Gruppe Zuschauer angezogen und Chaos ausgelöst", sagte ein von Xinhua zitierter Polizeisprecher. Im Mikroblog Sina Weibo veröffentlichte Fotos zeigten zerbrochene Fenster, ein ausgebranntes Fahrzeug sowie Polizisten mit Helmen, Schildern und Schlagstöcken.

Foxconn ist mit etwa 1,2 Millionen Angestellten einer der größten Arbeitgeber Chinas. Das Unternehmen produziert iPhones und iPads für Apple, aber auch andere Computerprodukte für die Konkurrenz von Microsoft und Hewlett-Packard. In der Vergangenheit war Foxconn wegen der Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken in die Kritik geraten und hatte darauf einen höheren Mindestlohn sowie kürzere Arbeitszeiten zugesagt.

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dapd

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