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Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte

05.03.2013 | 08:13 Uhr
Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
Private Krankenkassen planen, für säumige Versicherte einen Notfalltarif einzuführen.Foto: Getty

Berlin. Die Privaten Krankenkassen wollen säumigen Beitragszahlern mit einem neuen Notfalltarif eine zweite Chance geben. Nach Angaben des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen soll der Beitrag bei rund 100 Euro im Monat liegen. "Wir hoffen, dass die gesetzliche Grundlage dafür rasch geschaffen wird", sagte Verbandsdirektor Volker Leienbach der "Passauer Neuen Presse". "Für jeden Versicherten mit finanziellen Schwierigkeiten ist damit eine Grundversorgung gesichert und finanzierbar."

Seit Einführung der Versicherungspflicht 2007 gibt es immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen können und deshalb hohe Schulden anhäufen . Die schwarz-gelbe Koalition plant deshalb unter anderem, die drastischen Schuldzinsen zu senken. "Es war höchste Zeit, dieses Problem endlich anzugehen. Wir haben schon jetzt über 140 000 Nichtzahler in der Privaten Krankenversicherung, deren Beitragsschulden sich bereits auf mehr als 500 Millionen Euro belaufen", sagte Leienbach. (dpa)



Kommentare
05.03.2013
13:55
Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
von buerger99 | #3

Toll, dann können die Städte ihre Zahlungen ebenfalls kürzen.

Denn bisher erhalten die PKVs 260€/Monat bei Hartz IV Empfängern, die gesetzlichen Krankenkassen erhalten NUR 130€/Monat !
Es kann nicht angehen, das hier die Städte ehemalige PKV Versicherte mehr unterstützt als Hartz IV Empfänger. Zumal ein Beitrag von 130€ wohl nicht wirklich Kostendeckend ist für Rundumversorgung.

05.03.2013
13:23
Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
von Okling | #2

Meine Güte, was muss man sich als arbeitender Pünktlichzahler eigentlich bescheuert vorkommen, mehrere tausend Euro im Jahr an die Krankenversicherung zu überweisen.

2 Antworten
Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
von Zecke | #2-1

# schRuessler
Wenn jemand arbeitslos ist und deswegen Hartz 4 bekommt, muss er nicht mehr in die PKV einzahlen, sondern wird gesetzlich versichert.

Der kleine Beamte im mittleren Dienst, der über viele Jahre hinweg Einbußen bei der Besoldung (Nullrunden, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) sowie Kürzungen und Selbstbehalt bei der Beihilfe hinnehmen musste, wird deswegen aber nicht von den Beitragserhöhungen der PKV verschont und muss allein für sich als Einzelperson schon so viel Beitrag bezahlen, wie er in die GKV für seine ganze Familie bezahlen würde.

Besonders betroffen ist jemand, der aufgrund von Vorerkrankungen Risikozuschläge zahlen muss und diejenigen, die Teilzeit arbeiten, das tun viele Beamtinnen, wenn sie Kinder haben.

# 1-2
von Zecke | #2-2

Mein obiger Beitrag ist an der falschen Stelle gelandet, er sollte eine Antwort zu # 1-2 sein.

05.03.2013
10:42
Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
von paranoidus | #1

Wenn man jedes Jahr die Beiträge teilweise über 50% anhebt,müssen sich diese Raubritter nicht wundern,dass man die Beiträge nicht mehr Zahlen kann.

3 Antworten
Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
von paranoidus | #1-1

Ich kann nur jeden davor WARNEN in einer PKV einzutreten.

Private Krankenkassen planen Notfalltarif für Versicherte
von Jorgel | #1-2

Viele haben gar keine Wahl, z.B. die Beamten, die die meisten Mitglieder in der PKV darstellen. Die würden auch lieber ihre ganze Familie in der GKV zu einem einzigen Beitrag versichern, statt jeden einzelnen in der PKV.

Möglichkeiten in der PKV Geld zu sparen gibt´s übrigens auch. So kann man z.B. auf den Basistarif umstellen, der ziemlich genau den Leistungen der GKV entspricht und deshalb entsprechend billiger ist. Den Tarif gibt´s auch seit Einführung der Versicherungspflicht, nur wird er längst nicht so beworben wie die anderen Tarife...

Jorgel | #1-2
von schRuessler | #1-3

Die Beamten sind aber nicht davon bedroht, arbeitslos zu werden und die Beiträge nicht mehr zahlen zu können.

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