Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Briefporto

Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent

16.09.2012 | 12:13 Uhr
Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent
Die Post verteidigt das steigende Briefporto. Foto: dapd

Bonn.   Konzernchef Appel begründet die Preissteigerung mit den steigenden Kosten - und versichert, dass bei der Zustellung nicht gespart werden soll. Der Briefträger soll auch künftig sechsmal die Woche kommen.

Die Deutsche Post hat die geplante Erhöhung des Briefportos zum Jahresanfang 2013 mit wachsendem Kostendruck und Qualitätswahrung gerechtfertigt. "Von Zulangen kann bei einer durchschnittlichen Preiserhöhung von 2,8 Prozent nicht die Rede sein", sagte Vorstandschef Frank Appel. Die Portoerhöhung um 3 auf 58 Cent beim Standardbrief sei moderat.

"Es ist die erste Erhöhung seit 15 Jahren. Seitdem sind die Kosten erheblich gestiegen", erklärte Appel. Der Schritt sei notwendig, um weiter hohe Qualität liefern und die Mitarbeiter anständig bezahlen zu können.

Erste Erhöhung seit 1997

Dass bei selten genutzten Produkten wie dem Maxibrief bis 1.000 Gramm das Porto noch deutlicher um 20 Cent auf 2,40 Euro steige, trage ebenfalls den gestiegenen Kosten Rechnung. "Ich bin sicher, dass unsere Kunden dafür Verständnis haben", sagte Appel.

Post
Post will Porto für Standardbrief auf 58 Cent erhöhen

Briefe verschicken könnte, wenn es nach der Deutschen Post geht, bald teurer werden. Das Unternehmen hat beantragt, das Porto für Standardbriefe auf 58 Cent erhöhen zu dürfen. Auch größere Briefe sollen teurer werden. Die letzte Portoerhöhung hatten die Post 1997 durchsetzen können.

Die Post hatte bei der Bundesnetzagentur die erste Erhöhung beim Porto seit 1997 beantragt. Der frühere Staatsmonopolist begründete dies am Freitag mit einer notwendigen Anpassung an die allgemeine Kostenentwicklung.

Bei den Zustellern soll nicht gespart werden

Appel widersprach dem Eindruck vieler Verbraucher, dass die Post trotz der Portoerhöhung an den Briefträgern spare und Post nicht mehr regelmäßig an sechs Tagen pro Woche ausliefere. "Unsere Briefzusteller tragen weiterhin von Montag bis Samstag Post aus, und das wird auch so bleiben", erklärte er.

Die Post setze angesichts des schrumpfenden Briefgeschäfts auf neue Geschäftsfelder im Internet. "Wir arbeiten daran, das Briefgeheimnis in die digitale Welt zu tragen", sagte der Post-Chef. "Deshalb überlegen wir, wie wir Kommunikationsplattformen schaffen können, bei denen sich jeder sicher sein kann, dass seine Daten, Fotos etc. nicht in falsche Hände geraten," erklärte Appel.


Kommentare
17.09.2012
13:44
Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent
von meinemeinungdazu | #6

Briefe sind heute überflüssig. Was interessieren da die Preise?

16.09.2012
18:09
Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent
von 1932 | #5

von traurigeWahrheit | #4
Unsere Post kommt immer pünktlich und Probleme gibtes kaum,aber die Deutschen müssen über alles und jedes Meckern,dass Glas ist eben hier im Deutscheland IMMER halbleer.

16.09.2012
16:11
Bevor die Medien
von traurigeWahrheit | #4

andere Unternehmen wegen Preiserhöhungen kritisieren, sollten sie sich fragen, ob ihre Zeitungen nicht auch die letzten 15 Jahre teurer geworden sind. Die Bild verteuerte sich zum Beispiel um 120%, auch die WAZ Mediengruppe hat ordentlich zugelangt. Da sind 3 Cent Portoerhöhung in 15 Jahren lächerlich.

Ich persönlich hätte übrigens 60 Cent pro Brief genommen, das tut nicht weh und wäre eine "runde Sache". Alleine, weil die Post den grössten Fuhrpark in Deutschland unterhält und damit besonders unter den Spritpreisen leidet, und weil die Post im Zustellgewerbe der einzige Arbeitgeber ist, der ordentlich bezahlt, ist die viel zu bescheidende Portoerhöhung absolut gerechtfertigt.

Uns geht es noch viel zu gut, wenn man sich wegen sowas aufregen kann.

16.09.2012
16:09
Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent
von Michael200669 | #3

Wenn der Service wenigstens stimmen würde. Aber dies tut er nicht. Wir bekommen oft genug am Wochenende keine Post, weil der Postbote es einfach nicht mehr schafft. Des weiteren muß man schon fast in die Innenstadt fahren, um "Abholsendung" abzuholen, weil der Postbote keine "Zeit/Lust" hat zu klingeln.

16.09.2012
14:58
Erhöhung des Portos um den Briefverkehr abzuschaffen ?
von kitty73 | #2

Die Einnahmen werden dafür verwendet Investitionen für Geschäftsfelder im Internet zu finanzieren.

Die Post spart am Personal und an den Poststellen. Natürlich sind an 6 Tagen die Woche Postboten unterwegs - aber es wird nicht mehr zeitnah ausgetragen bzw. jeder Kunde auch an 6 Tagen angelaufen. Dafür muss man sich nur die Laufzeit von einigen Postsendungen ansehen. Natürlich wandert ein Teil der Kundschaft dann ab ins Internet - aber wer braucht dafür tatsächlich den É-Brief der Post.

16.09.2012
13:13
Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent
von drasos | #1

Wurde der Post nicht erst kürzlich "nahegelegt" das schon 55 Cent zuviel Porto wäre und das 45 Cent ausreichen würden?

Was ist das jetzt Konfrontationskurs ohne Rücksicht auf Verluste?

1 Antwort
Post verteidigt Erhöhung des Briefportos auf 58 Cent
von Auntie | #1-1

Also ich sehe eher die praktischen Probleme.

"Früher" gab es ja die Möglichkeit mehrere kleinere Wertmarken zu kombinieren. Als der Brief dann 55 ct kostete, konnte man das Kleinzeug draufkleben. Schlecht, wenn man mal ein paar Cent mehr drauf klebte - aber es hielt sich in Grenzen.

Und nun vom 01 Januar an kostet der Brief 58 ct. Zugegeben - ich schreibe nicht viel Briefe, aber gerade zum Jahresende werden es etwas mehr (durchaus amtliche aber viel private Post). Briefmarken bekomme ich nur im 10er **** ("früher" bekam man schon mal 1 oder 2 2 bei der Post - im Post LADEN nur Heftchen!) Wie komme ich nun an 3 ct, wenn ich ein paar Marken übrig habe? Das erfordert (zu den Festtagen) aber erhebliches Organisationstalent ;o)

Aus dem Ressort
Massen-Entlassungen bei Hänsel-Textil in Iserlohn
Hänsel-Textil
Nach mehr als 105 Jahren vor Ort steht das Iserlohner Unternehmen Hänsel-Textil vor der Umstrukturierung. Die Stoff-Produktion in Iserlohn soll veräußert werden - 50 Mitarbeiter müssen deshalb gehen. Eine Transfergesellschaft soll ihnen helfen.
Druck auf Putin - EU verhängt Sanktionen gegen Russland
Ukraine-Konflikt
Der Druck auf Wladimir Putin wächst: Mit einem für EU-Verhältnisse ungewöhnlich schnellen Schulterschluss haben sich alle 28 EU-Regierungen auf Wirtschaftssanktionen gegen Russland geeinigt. Der Zugang Russlands zu den EU-Finanzmärkten soll erschwert werden.
Bahn zahlte Kunden nach "Ela" sechsstellige Summe aus
Unwetter
Das Unwetter von Pfingstmontag war höhere Gewalt, trotzdem müssen Bahnunternehmen ihren liegengebliebenen Fahrgästen einen Teil des Ticketpreises erstatten. Die Bahn in NRW hat bislang eine sechsstellige Summe an ihre Kunden ausgezahlt - und noch immer kann man Anträge stellen.
Aquatherm plant die Zukunft der Rohrfertigung
Wirtschaft
Der Attendorner Weltmarktführer für Rohrleitungssysteme aus Kunststoff plant ein 15-Millionen-Invest. Im Industriegebiet Biggen soll auf 15000 Quadratmetern eine neue, hochmoderne Produktionsstätte entstehen.
Elf Schweinemasten wegen Antibiotika im Tierfutter gesperrt
Landwirtschaft
Weil Kontrolleure ein verbotenes Antibiotikum im Tierfutter entdeckt haben, sind elf Schweinemastbetriebe in NRW vorerst gesperrt, drei davon im Kreis Kleve. Das betroffene Futter stammt aus den Niederlanden. Die Behörden prüfen nun, ob verunreinigtes Fleisch bereits in den Handel gelangt ist.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?