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Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter

14.06.2009 | 10:14 Uhr
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter

Bonn. Die Post hat entgegen allen Datenschutzrichtlinien elektronische Krankenakten für ihre Mitarbeiter geführt. Das berichtet der "Spiegel", die Post hat es bereits bestätigt. In den Akten finden sich Hinweise, dass erkrankte Mitarbeiter gezielt in den Vorruhestand gedrängt werden sollten.

Die Deutsche Post mit Sitz in Bonn hat über Jahre hinweg in einigen großen Briefniederlassungen elektronische Krankenakten von Mitarbeitern geführt. Das berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab unter Berufung auf vorliegende Unterlagen.

Verbunden worden seien die Krankheitsdaten und -beschreibungen häufig mit klaren Handlungsempfehlungen. So heiße es in den Akten etwa, dass in Gesprächen auf die Patienten eingewirkt werden solle, in Vorruhestandsregelungen einzuwilligen oder ihr Tätigkeitsfeld im Unternehmen zu wechseln.

Post räumt Verstoß gegen Datenschutzregeln ein

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Die Post räumte dem Magazin zufolge ein, dass solche Akten geführt worden seien und dass damit in eklatanter Form gegen geltende Datenschutzbestimmungen verstoßen worden sei. Nach Auskunft von Personalvorstand Walter Scheuerle sei dies nach Kenntnis des Unternehmens allerdings nur in zwei Briefzentren der Fall gewesen.

Bereits im vergangenen Jahr sei die Post durch interne Untersuchungen auf die Vorkommnisse gestoßen und habe sofort alle notwendigen organisatorischen und personellen Konsequenzen gezogen. Man habe alles getan, um eine Wiederholung auszuschließen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert laut «Spiegel» trotzdem, dass der Vorgang nun «rigoros aufgeklärt» werden muss. (ddp)

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Kommentare
15.06.2009
22:01
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Ein Postler | #11

Dollarzeichen in den Augen der Vorstände ?

Die Post muss sparen, an jeden Ecken und die Beamten sind halt ein Dorn im Auge!

Rechenexempel :

Ein beschäftigter Postbeamter kostet dem Unternehmen um die 2500 Euro, ein im Voruhestand abgedrängter Beamter nur noch die Hälfte!

Nach Mobbing usw. willigen viele ein! Ist halt die Frage, ob die dann mit der halben Knete auch leben können!

14.06.2009
11:53
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Apatschi | #10

Deshalb führt die Post ja auch den freien Montag ein! Haben die aus den Daten errechnet, Mo. hat eh keiner Bock, fertig!
Modernstes Mänätschmänt ebent!

14.06.2009
10:30
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Postmartin | #9

Wo bleiben die Konsequenzen?
Tritt jetzt der Vorstandsvorsitzende zurück?
Er ist der Chef an der Spitze und hat das zu Verantworten.
Es wurde ganz klar gegen geltendes Recht verstoßen, und noch leben wir in einem Rechtsstaat.
Mich würde auch interessieren, welche angeblichen nur 2 Niederlassungen, das waren.
Ich bin wirklich am Überlegen, ob ich Anzeige erstatten soll.
Woher soll ich wissen, ob auch nicht meine Daten gespeichert wurden.
Ich arbeite gern bei der Post, aber das war doch jetzt ein Tritt unter der Gürtellinie.
Was sind wir Mitarbeiter eigentlich für die Leute im Posttower? ........
Ich hoffe das der Bundesdatenschutzbeauftragte jetzt Ermittlungen einleitet, und gegeben falls Anzeige erstattet.

14.06.2009
08:00
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Der böse Strolchi | #8

@ CaptainWillard Nicht jeder ist so stark und kann sich gegen einen dominanten Chef in einem Krankenrückkehrergespräch so durchsetzen.
Bei meiner letzten Erfahrung war auch der Betriebsrat bei diesen gesprächen dabei mit der klar ausgesprochenen Drohung, dass im nächsten, gleichgelagerten Krankenfall die Kündigung droht.
Ich als Vorgesetzte dieser Person konnte nichts gegen die Drohungen des Chefs machen und diese Person war KEIN sog. Laumalocher. Mit dieser Angst im nacken haben auch Sie Angst zu lügen.
Wenn es bei Ihnen anders läuft ist es schön und geniessen Sie es, aber bitte sehen Sie auch ein, dass es woanders viel schärfer läuft. Grade jetzt. Wer was sagt bekommt ein süffisantes Grinsen mit dem Hinweis dass man ja gehen könnte, da noch tausend andere auf genau diesen job warten. Und mit 45 arbeitslos zu werden heisst fast gleichzeitig das soziale Aus.
Meine Mitarbeiter nenen sich selbst Zündkerzen die man nach verglimen austauschen kann. So werden sie behandelt und so fühlen sie sich.
Ich habe diesen Sklavenhandel freiwillig verlassen und habe aufgrund meines Alters noch ein paar mehr Chancen, aber der Rest MUSS sich alles gefallen lassen um nicht für immer auf der Strasse zu stehen.

Dieses Vorgehen ist aber nciht neu und in grossesn Firmen fast IMMER Usus. Mich persönlich überrascht dieses Erstaunen der Presse.

14.06.2009
02:06
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von dasKollektiv | #7

komisch,
das nie Strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden........

13.06.2009
22:43
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Roush | #6

Gibt es für die Mexikanische Schweinegrippe
schon einen ICD-10 Code?
Oder läuft das noch unter Montagskrankheit?

13.06.2009
20:08
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von CaptainWillard | #5

# 3 Poggenstohl

Eine Quelle wäre die jeweilige Betriebskrankenkasse.

Die andere der Arzt- oder Facharztstempelbauf der vorzulegenden AU.

Dass ein Onkologe keinen Schnupfen behandelt, weiß selbst der schwachmatigste Persa-Sachbearbeiter.

*Hatschi? Oder Hawuschi? Das wäre das zweite Indiz für Schweinegrippe :-)

13.06.2009
19:19
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von vantast | #4

Die Post kümmert sich eben um ihre Mitarbeiter. Und viele meiner Kollegen warten schon ganz heiß auf die Rente. Was ist verkehrt daran?

13.06.2009
18:30
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Poggenstohl | #3

Was ich mich frage: Wie kommt den die Post, oder auch andere Arbeitgeber, an die Krankendaten der Mitarbeiter?
Keiner muss seinem Arbeitgeber die Art einer Erkrankung nennen, Krankschreibung reicht. Woher also, wenn nicht aus dem Plapperbedürfnis des Mitarbeiters?

Ich hatte noch nie was anderes als eine Erkältung, wenn man meinen Arbeitgeber fragt.

Nun?

*Hatschi

13.06.2009
18:05
Post speicherte Krankendaten ihrer Mitarbeiter
von Roush | #2

Datenschutz hin oder her.
Am Ende landen die Datenberge in einer Mülltonne.
Für jeden frei zugänglich.
Gesetzte sind nicht mal der Form halber einzuhalten.
Ich habe selbst schon brisante Unterlagen in einem
einfachen Müllcontainer gesehen.
Wohlgemerkt: Gesehen.
Ich habe mir meinen Teil dazu gedacht.
Das ist schon Jahre her. Deshalb wundern mich
die neuesten Enthüllungen nicht im Mindesten.
Von wegen Datenschutz. Alles Blabla.

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