Post-Chef will Filialen dichtmachen
15.11.2009 | 18:30 Uhr 2009-11-15T18:30:00+0100
Frankfurt/Main. Es gibt immer noch zu viele Post-Filialen und Verkaufsstellen, sagt Post-Chef Frank Appel. Er erwartet "gravierende Probleme im Briefgeschäft". Und setzt auf den "Brief im Internet.
Post-Chef Frank Appel hält die Zahl der Post-Filialen und Verkaufsstellen für zu hoch. Im Nachrichtenmagazin «Focus» forderte er eine Abkehr von den gesetzlichen Vorschriften zur flächendeckenden Versorgung: «Müssen wir bundesweit exakt 12.000 Filialen haben? Das ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß geregelt.»
Appel sprach von «gravierenden Problemen im Briefgeschäft». Der Gewinn werde von nun an jedes Jahr niedriger ausfallen, weil die Briefmengen zurückgingen. «Irgendwann wird sich die Zahl der verschickten Briefe zwar stabilisieren, wir wissen aber nicht, ob bei 40, 50 oder 80 Prozent des heutigen Niveaus», sagte er.
Der Post-Chef kündigte an, den sogenannten Brief im Internet in wenigen Monaten einzuführen. «Gehen Sie davon aus, dass wir Mitte nächsten Jahres deutlich sichtbar am Markt sein werden», sagte er. Derzeit testeten 5.000 Postmitarbeiter die kostenpflichtige Web-Mail, die ähnlich funktioniere wie das Online-Banking. Der Geschäftszweig werde «erst in zwei bis fünf Jahren Bedeutung erlangen».
Die neue Geschäftsidee hatte die Post im Sommer 2009 angekündigt. Der «Brief im Internet» unterscheidet sich kaum von einer normalen E-Mail. Allerdings seien Absender und Empfänger eindeutig bekannt; man könne sicher sein, dass der Brief ankomme und dass «niemand unterwegs hineinguckt», hatte Briefvorstand Jürgen Gerdes erklärt. Mit dem Brief per Internet wolle die Post die Eigenschaften, «die den Brief 500 Jahre alt haben werden lassen, auf die E-Mail übertragen».
Mehrwertsteuerprivileg wird nicht kurzfristig abgeschafft
Appel äußerte die Hoffnung, dass die Bundesregierung das Mehrwertsteuerprivileg der Post nicht kippt. «Diese Regierung versteht, dass der Briefmarkt ein rückläufiges Geschäft ist und die Post unter Druck steht», sagte er.
Die Zeitung «Die Welt» schrieb am Wochenende, die Mehrwertsteuer-Befreiung im Briefgeschäft solle nicht kurzfristig abgeschafft werden. Branchenkreisen zufolge habe das Bundeswirtschaftsministerium den Einwand aus dem Postkonzern akzeptiert, dass eine Umstellung der Systeme in kurzer Zeit nicht zu bewältigen sei.
Die Konkurrenten der Post reagierten laut «Welt» mit Empörung. «Die Verschiebung der Gleichbehandlung bei der Mehrwertsteuer ist für die Branche existenzbedrohend. Etliche Briefdienste werden das nicht überleben», sagte Ralf Wojtek, der als Fachanwalt die Interessen privater Postdienste vertritt. (ap)

09:24
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Hier sind voll die Deppen wieder unterwegs. Sind kein Postkunde mehr, da Hermes, etc. günstige sind, aber deutlich schlechtere Löhne zahlen. Reagiert die Post darauf, indem Kosten gekürzt werden müssen, regen sich die Forumsdeppen wieder auf ...
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07:46
Erhebliche Probleme im Briefgeschäft? Kein Wunder, wenn die Post unterwegs verschwindet. Montags kommt schon seit Monaten keine Post mehr. Soll das etwa Service sein? Porto soll erhöht werden? Warum? Damit die Menschen die noch Briefe versenden auch nicht mehr schreiben? Müssen sich jetzt alte Menschen einen Computer kaufen damit sie Briefe verschicken können? Soll damit der Umsatz der Computerbranche nach oben gebracht werden?
Das zeigt mal wieder, wie dumm und unfähig die sogenannten Manager sind. Millionen kassieren und doof wie Bohnenstroh.
00:53
Keine Briefkästen mehr in den Stadtbezirken, nur noch an wenigen Stellen,
keine Poststellen mehr in den Stadtbezirken, dafür für Dumpingkosten an eine Agenturstelle,
die Post wird am Montag nicht mehr ausgetragen, sondern bleibt für den Rest der Woche liegen,
die Postbeförderung eines Briefes dauert zum Teil 3 Tage !!! - richtig gelesen -im gleichen Postbezirk
Und dafür soll demnächst das Briefporto erhöht werden - für eine schlechte Leistung?
Dafür werden die eingenommenen Gelder aus der Briefbeförderung für Zukäufe in entfernten Ländern der Erde benutzt und Thomas Gottschalk mit seinem Bruder fürstlich für Sponsorenwerbung bezahlt.
Es gibt immer noch zu viele Post-Filialen und Verkaufsstellen, sagt Post-Chef Frank Appel.
Oder habe ich ein zu großes Langzeitgedächtnis um Frank Appels Lügenmärchen von der am Boden liegenden Post zu entlarfen?
20:20
Privatpost gehört abgeschafft!
Dafür jedem sein Handy!
Vererbbar.
18:33
Eine AG muß nun mal ihre Gewinne maximieren! Dabei stören die lästigen Kunden doch nur, weil sie Kosten verursachen.
Vielleicht gelingt es der Post demnächst, die Portokosten genauso in die Höhe zu treiben, wie die Strom- und Gasversorger.
Ob die Oma in einem kleinen Stadtteil dann noch in der Lage ist, ihre Briefmarken zu kaufen, interessiert die am Gewinn beteiligten Manager doch nicht wirklich.
18:00
Ich erinnere mich daran, wie mir vor einigen Jahren die Postfiliale bei mir (inzwischen geschlossen) den Verkauf und Versand von Pralinen andrehen wollte, weil dies ein pfiffiger Chef aus der oberen Etage als super Verkaufsschlager entdeckt hatte und nun alle Angestellten der Post diesen Unsinn am Schalter an den Mann bringen mussten.
17:39
@6
http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=1013304
17:22
Erstaunlich, mit welchen Ideen man es zum Obermotz bei dieser Gurkentruppe bringen kann. Vermutlich werden sie als nächstes den Bio-Boom für sich entdecken und Brieftauben einführen.
17:06
Soso, erhebliche Probleme im Briefgeschäft. Das kann ich als Kunde nur bestätigen, rund 5 % aller mit der Post verschickten Briefe verschwinden einfach irgendwo...
16:49
Briefe übers Internet schicken?
Super Idee für meine Oma.
Wer nicht online sein will, der brauch auch keine Briefe schicken oder wie?
Ich kann schon heute kaum noch Briefmarken kaufen. Die Filiale ist in der nächsten Stadt , 12 Kilometer entfernt.
Die Post verjagt ihre Kunden durch Servicemangel und beschwert sich dann über weniger Umsatz.
Der Manager gehört aufs Abstellgleis.