Porsches Gewinne lösen sich in Luft auf
29.07.2009 | 17:57 Uhr 2009-07-29T17:57:00+0200
Stuttgart. Fünf Milliarden Euro Verlust erwartet der Sportwagenbauer Porsche im laufenden Geschäftsjahr. Gründe sind die Abwertung von VW-Optionen und die Vollkonsolidierung des VW-Konzerns, an dem Porsche 50,8 Prozent trägt. Dadurch würde Porsche die Liquidität steigern, so der Konzern.
Porsche steht vor einem Milliardenverlust: Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Sportwagenbauer nach eigenen Angaben ein «Ergebnis vor Steuern von bis zu minus fünf Milliarden Euro». Hintergrund sind eine Abwertung von VW-Optionen und die Vollkonsolidierung des VW-Konzerns, an dem Porsche rund 50,8 Prozent hält. Laut Mitteilung von Mittwoch handelt es sich um buchhalterische Verluste. Im vergangenen Jahr hatte Porsche mit Optionsgeschäften noch 6,8 Milliarden Euro verdient, das Jahr davor 3,6 Milliarden Euro.
Verluste nur buchhalterisch
Porsche begründete die Gewinnwarnung am Mittwoch mit zwei Faktoren: Als Vorbereitung für den Verkauf von Optionen auf Volkswagen-Aktien werden diese Papiere abgewertet. Das führe «zu einer erheblichen buchhalterischen Ergebnisbelastung», wie Porsche mitteilte. Porsche stehe «in fortgeschrittenen Verhandlungen» zum Verkauf der Optionen, unter anderem mit der Qatar Holding LLC (QH), «mit der darüber hinaus Gespräche über einen Einstieg bei der Porsche SE geführt werden».
Die Abwertung verbessert nach Porsche-Angaben aber die Liquidität. «Dem Unternehmen würden dann Barmittel in einer Größenordnung von über einer Milliarde Euro zufließen, die aktuell als Sicherheit für die Optionsstruktur hinterlegt sind», hieß es.
Deutliche Ergebnisbelastung
Außerdem muss Porsche zum ersten Mal seine VW-Beteiligung von 50,76 Prozent in der Bilanz voll konsolidieren. Bei einer Prüfung sei der Kaufpreis mit alle Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des VW-Konzerns verglichen worden. «Die daraus resultierende Ergebnisbelastung wird ebenfalls deutlich ausfallen», hieß es. «Unter dem Strich dürften die beiden Maßnahmen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008/2009 voraussichtlich zu einem Ergebnis vor Steuern von bis zu minus fünf Milliarden Euro führen.»
Vergangene Woche hatte VW nach monatelangem Ringen den Machtkampf mit Porsche gewonnen. Der Sportwagenbauer soll zehnte Marke bei den Wolfsburgern werden. Dazu wird VW voraussichtlich zunächst die Hälfte des Sportwagengeschäftes von Porsche kaufen, 2011 den Rest. Der Gesamtpreis soll 8 Milliarden Euro betragen. Außerdem soll das Scheichtum Katar bei Porsche und später bei VW einsteigen. (ap)

05:07
So ist das Buchhalterisch .. LOL ..
23:38
Solange diese buchhalterischen Verluste nicht dazu dienen, an sich intakte Firmen- oder Werksbereiche kaputt zu rechnen, um sie anschließend schließen oder veräußern zu können, geht es ja noch.
21:40
@3unglücklicher Österreicher (hoffentlich ohne den Vornamen Adolf)
Ich lade SIe gern in eines meiner Seminare an der FU Berlin ein, in welchen ich BWL und VWL verbinde. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir einmal von der primitiven Controller- Mentalität mancher nur BWLer wieder wegkommen werden.
20:58
Fakt ist: Porsche hat versucht, VW zu übernehmen, und hat sich dabei mehr als übernommen.
Dabei ist Porsche MEHR als in finanzielle Schieflage geraten...
Und die Moral von der Geschicht:
Porsche hat Milliarden Schulden. der MAnager, der das verbockt hat hat, geht mit 50 Milliönchen Euronen ZUM DANK NACH HAUSE, und in 14 Tagen fordert diese Firma, obwohl schon bei VW angesiedelt, von der Bundesmerkelin einen Rettungsschirm(finanziert wie immer vom Steuerzahlr) a`la Opel. Und dieser Schirm kommt so schnell wie bei der HRE.
Und die Moral von der Geschicht: Je mehr Unsinn das Management macht, je mehr Sculden gemacht werden,, desto mehr Geld kommt vom Staat (=teuerzahler)...
Und auf der anderen Seite weden andere Leute wegen 1,30 Euonen RAUSGESCHMISSEN...
DAS nennt man REALSATIERE Deutschland..
20:30
Woher wissen wir ,dass die Kurse -sagen wir mal im Zeitraum der nächsten 2,5 Jahre - wieder steigen?
Und bekommt Porsche und die anderen Auto-Konzerne eine Zwischenfinanzierung für diesen bescheidenen Zeitrahmen hin?
Mit Krediten von welchen Banken?
Oder bereitet die Volksregierung unter Merkel einen neuen Rettungsschirm vor?
20:22
@ # 1 und # 2
Falsch - hier zeigen sich nur noch mal die aus der Masse der unfähigen (weil selbst ernannten) Managereliten herausstechenden Vorstände von Porsche unter W.W.
Porsche ist kein DAX-Unternehmen.
Es hat bewusst darauf verzichtet und ist im M-DAX geblieben.
Diese buchhalterischen Verluste sind nicht dem amerikanischen Aktionärsschutz (Shareholder-Value) sondern dem deutschen Gläubigerschutz gemäß HGB geschuldet.
Auf Treu und Glauben. Dazu benötigt man keine Wissenschaftler, Bilanzbuchhalter-Zertifikat reicht.
Sobald die Kurse wieder steigen, werden die Gewinne gigantisch.
Abgesehen davon, dass die in der momentanen Wirtschaftskrise zum Überleben notwendige Liquidität verbessert wird.
Es sieht so aus, dass nicht VW Porsche, sondern Porsche VW gerettet hat.
Aber um das verständlich zu machen, müsste ich ein Wochenend-Seminar abhalten.
18:23
Geld löst sich nie in Luft auf. Es geht nur auf Wanderschaft in andere Taschen.
18:14
Also, das Phänomen, das sich Geld in Luft auflöst, sollte mal wissenschaftlich untersucht werden.
Wir haen ja schließlich genügend Wissenschaftler. Die könne ja zwecks Forschungszwecken bei der HRE, Lehmann, Porsche und ähnlichen Firmen nachfragen...