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Politik entdeckt den Wert der Industrie neu

21.10.2012 | 18:53 Uhr
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).Foto: dapd

Berlin.   Eine Studie für das Bundeswirtschaftsministerium betont die Bedeutung der Branche. Minister Philipp Rösler (FDP) warnt vor „immer neuen Auflagen“ für die produzierenden Unternehmen. Auch die SPD will die Industriepolitik ins Zentrum ihrer Politik stellen.

Der traditionell starke Industriesektor in Deutschland hat zuletzt noch an Bedeutung gewonnen. Die Bundesrepublik habe dem Anteil der Industrie an der Wertschöpfung in den vergangenen 15 Jahren gehalten und zuletzt sogar gesteigert. Das geht aus einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für das Bundeswirtschaftsministerium hervor. Demnach lag 2011 der Industrie-Anteil bei rund 23 Prozent, während er beispielsweise in Italien 16 Prozent, in Spanien 13 Prozent und in Frankreich und Großbritannien nur rund 10 Prozent erreichte.

„Die Studie zeigt eindrucksvoll die Stärke der deutschen Industrie. Sie ist ein wesentlicher Garant für unseren Erfolg und unseren Wohlstand in Deutschland“, sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). „ Wer die Industrie mit immer neuen Auflagen überziehen will, handelt unverantwortlich.“

Kommentar
Damit die Industrie stark bleibt

Von einem Comeback der Industrie zu sprechen, wäre nicht ganz richtig. Die Industrie war ja nie weg. Nur an Wertschätzung für die Branche hat es gefehlt.

Auch die SPD will die Industriepolitik ins Zentrum ihrer Politik stellen. Wichtige Themen seien eine sichere und günstige Energieversorgung und der drohende Facharbeitermangel, sagte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Wochenende in Berlin am Rande eines industriepolitischen Forums. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier betonte: „Wir sind den Ratschlägen, nur eine Dienstleistungsgesellschaft zu werden, ausdrücklich nicht gefolgt, sondern wir haben weiter, wie wir das gut können in Deutschland, Waschmaschinen, Schrauben, Dübel und Autos gebaut – mit großem Erfolg.“

Angesichts der schwachen Konjunkturaussichten forderte der neue Präsident der Metallarbeitgeber, Rainer Dulger, eine sofortige Ausweitung des Kurzarbeitergelds von derzeit sechs Monaten auf bis zu zwei Jahre. Auch der neue NRW-Chef der Gewerkschaft IG Metall, Knut Giesler machte sich für einen solchen Schritt stark.


Kommentare
22.10.2012
22:56
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von dsnero | #16

Besser wäre es, er würde die Einhaltung unserer sozialen "Gesetze2 einfordern.
freiwillige "Erklärungen" der Industrie gabs immer - aber kaum reale Umsetzung.

Übrigens: Wie viel "Industrie" brauchen die Menschen zum Leben. (also als Output - nicht als Arbeitsentgelt!!) Sehr wenig von DER Industrie die wir heute haben. Also auch sehr wenig FDP.

1 Antwort
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von meinemeinungdazu | #16-1

Industrie zum Leben ja, Industrie für alles?: ein klares Nein!

22.10.2012
15:09
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von Kravattenmuffel | #15

Und wer entdeckt den zahlenden Bürger neu?
Die FDP sicher nicht. Aber das beruht auf Gegenseitigkeit. Diese politischen Trittbrettfahrer braucht keiner.

22.10.2012
12:42
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von meinemeinungdazu | #14

Der Kommentar bezieht sich auf #2.

22.10.2012
12:38
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von meinemeinungdazu | #13

Und wer stellt die Bürger, die immer mehr bezahlen müssen, in den Vordergrund??? Wobei die echten Nettoeinkommen der meisten Arbeitnehmer und der Rentner stetig fallen? Es bleibt eine verlogene Politik. Nicht wählbar.

22.10.2012
11:09
Rösler entdeckt den Wert der Industrie neu
von Borniger | #12

So, wie Rösler auf dem Bild lacht, hat er gerade aus dieser Ecke einen lukrativen Nebenjob erhalten.

22.10.2012
09:53
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von B.Schmitz | #11

Es ist doch schon komisch das immer als auf den Bürger abgewälzt wird und die Firmen, die sich bereichern, immer und immer wieder von den Politiker verschont bleiben. Warum sollen wir Bürger für den Schwachsinn der Politiker immer bezahlen? Wir Bürger gehen nicht mit 17.000 € und zigtausenden Euro von Nebeneinkünften nach Hause.

22.10.2012
07:02
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von Pucky2 | #10

Ach und was ist mit immer neuen Auflagen für die Privathaushalte... diese FDP hat mit der Mutti zusammen die unsinnige Energiewende beschlossen, dann sollen die Kosten aber auch alle tragen. Die Wirtschaft hat in den letzten 10 Jahren Gewinnzuwächse gehabt, die Privathaushalte hatten Null- bis Minuseinkommen gehabt.

Wer sollte wohl mal entlastet werden?

3 Antworten
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von fuffzigpfennig | #10-1

Ihr politisches Verständnis ist wirklich zum schreien! Es ist zwar richtig, die Energiewende als unsinnig zu bezeichnen, aber derzeit leiden wir unter den Folgen des rot/grünen EEG, insb. seiner desaströsen Übersubventionierung von ineffizientem Ökostrom! Und auch die "immer neuen Auflagen für die Privathaushalte" (nicht nur für die) tragen eine rot/grüne Handschrift.

Ebenfalls haben Sie nicht verstanden, dass die Kosten für sämtlichen Ökoquatsch in jedem Fall der Endverbraucher trägt, ob nun direkt durch Steuern, durch Energiepreise, durch Produktpreise, oder durch Arbeitsplatzverlust.

Die einzige Partei, die da an der Wurzel ansetzen will, ist die FDP! Aber wie soll das der durch mediale Hetze vernebelte, einfache Bürger erkennen?

Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von Ismet | #10-2

Das bzgl. der FDP immer wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird ist nichts neues.
Richtig ist aber, dass die FDP nach den letzten Bundestagswahlen wie versprochen die Steuern gesenkt hat. Da haben die 15% FDP Wähler (inkl. mir) später folgendes bemerkt: "Scheisse, ich hab gar kein Hotel"...
Da haben die den Hoteliers ohne Not ca. 11,2% mehr Gewinn beschert (oder Glauben Sie das die Hoteliers die Preise gesenkt hätten?) oder anders gerechnet dem Staat einen Steuereinnahmeverlust von ca. 63,2% aus der Umsatzsteuer / Übernachtung beschert. Nebenbei die zusätzlichen Kosten bei den Finanzämtern, die jetzt doppelt so viel Zeit beanspruchen um die Rechnungen zu Prüfen...
Keine Partei ist es (eigentlich) Wert gewählt zu werden. Also was wählt der jeweilige Wähler? Das kleinere "Kreuz" das dieser bereit ist zu tragen.
Die SPD ist auch nicht besser: diese hat 1998 das Spitzensteuer von 53% auf 42% gesenkt...
Das sind keine "Volksvertreter", das sind "Pfründenjäger"...

Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von meinemeinungdazu | #10-3

#10:
Was Sie schreiben, ist die Realität, auch wenn sie andere Kommentatoren nicht sehen wollen.

22.10.2012
07:00
Philipp Rösler (FDP) warnt...
von Berufshartzer | #9

hat der nicht schon als Gesundheitsminister immer die Phamaindustrie vor den Patienten gewarnt?

22.10.2012
06:58
Auch die SPD will die Industriepolitik ins Zentrum ihrer Politik stellen...
von Berufshartzer | #8

haben die das nicht mit Hartz-IV schon längst gemacht?

22.10.2012
06:36
Die Vorurteile ber die FDP sitzen bei vielen uninformierten
von cui.bono | #7

Menschen so tief, dass sie selbst dann die FDP beschimpfen, wenn deren Forderungen unzweifelhaft und objektiv richtig sind.

Dieses Verhalten nennt man in der Psychologie den pawlowschen Reflex!

2 Antworten
Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von Berufshartzer | #7-1

au weia, so schlau bist du?

Politik entdeckt den Wert der Industrie neu
von meinemeinungdazu | #7-2

Ich würde einen Arzt aufsuchen!

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