Plan: Mehr Zuverdienst für Frührentner

Berlin..  Frührentner sollen künftig deutlich mehr zu ihrer Rente hinzuverdienen können. Bislang dürfen sie nur 450 Euro im Monat verdienen, ohne dass sie Abschläge bei ihren Rentenbezügen hinnehmen müssen. Diese Grenze soll auf 850 Euro steigen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung”. Das Blatt beruft sich auf den Abschlussbericht einer Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen in Berlin. Das Thema wird schon seit Langem diskutiert, nun scheint ein Zwischenergebnis erzielt worden zu sein, um den Übergang in den Ruhestand flexibler zu gestalten.

Laut SZ orientiert sich die neue abgabenfreie Hinzuverdienstgrenze für Senioren an den so genannten Midi-Jobs. Für Rentner, die vor Erreichen der Altersregelgrenze in den Ruhestand gehen und sich etwas hinzuverdienen wollen, würde die Annahme einer Stelle attraktiver.

Entschieden ist noch nichts

Auch kommen attraktivere Jobs in Frage. Für die bisherige Einkommensgrenze von 450 Euro im Monat – sie orientiert sich an den Minijobs – werden überwiegend kleinere Jobs angeboten. Eine Ausnahme bleiben auch künftig jene Senioren, die die neue abschlagsfreie „Rente ab 63” in Anspruch nehmen. Da sie eine volle Rente ohne Abzüge ausgezahlt bekommen, soll für sie weiter der alte Hinzuverdienstsatz von 450 Euro gelten. Heute müssen Rentner bei einem Zusatzeinkommen über 450 Euro im Monat ein Drittel ihrer Rente abgeben.

Die Annahme einer solchen Stelle lohnt sich in der Regel nicht. Die Arbeitsgruppe arbeitet seit fast einem Jahr an Vorschlägen, wie die Aufnahme einer Beschäftigung im Alter attraktiver werden kann. Entschieden ist allerdings mit dem Bericht der Arbeitsgruppe noch nichts. Das Ergebnis muss noch vom Kabinett und schließlich vom Parlament gebilligt werden. Es wird deshalb noch einige Zeit ins Land gehen, bis die Hinzuverdienstgrenzen für Rentner tatsächlich steigen.