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Elektromobilität

Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen

29.10.2012 | 18:20 Uhr
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
Lautlos fährt ein Elektroauto – ab November allerdings erst von zehn Stationen in Essen und Bottrop aus. Weitere Stationen sollen folgen.Foto: Bernd Lauter

Essen/Bottrop.   Mit einem Pilotprojekt im Ruhrgebiet wollen Forschung, Politik und Unternehmen die Verbreitung von Elektroautos vorantreiben. Von Samstag an sollen im Raum Essen an etwa zehn Standorten E-Autos für Interessierte fahrbereit zur Verfügung stehen. Die Autos können sowohl stunden- als auch tageweise gemietet werden.

Eine Innenstadt ohne Motorengeräusche, weil Fahrzeuge elektrisch betrieben werden – das ist heute noch Zukunftsmusik. Einen Schritt in diese Richtung geht das Projekt Ruhr-Auto-e, das ab 3. November für vorerst 18 Monate in Essen und Bottrop zur Verfügung stehen wird. In Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen (UDE), dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) und der Vivawest Wohnen GmbH wird es möglich sein, das Konzept des Car-Sharings mit Elektroautos auszuprobieren. „Wir wollen die Menschen von den Vorzügen der Elektromobilität überzeugen“, sagt Professor Ferdinand Dudenhöffer von der UDE. Das könne dann auch Anreiz zum Kauf eines Elektroautos für Privat- oder Firmenkunden sein.

Derzeit steckt das Projekt allerdings noch in den Kinderschuhen, das zeigt sich unter anderem an der noch geringen Zahl an verfügbaren Standorten. Ab November sind neun Stellplätze in Essen und einer in Bottrop vorgesehen, weitere zehn sollen Anfang des Jahres hinzukommen.

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Ab 2013 insgesamt 30 Wagen im Car-Sharing-Programm

Auch beim Anmeldeverfahren ist noch Arbeit zu leisten. Über das Internetportal www.ruhrauto-e.de können sich Nutzer registrieren lassen, um dann die sogenannte DriveCard bei einem Partner vor Ort abzuholen oder ein bereits bestehende VRR-Ticket auf dieses Angebot auszuweiten. Wer diese Partner vor Ort sein werden, wird erst Anfang November auf der Homepage bekannt gegeben. Die Karte ist notwendig, um das Auto zu entriegeln. Für 9,25 Euro pro Stunde und 90 Euro pro Tag ist dann einer von 20 Opel Amperas auszuleihen. Anfang 2013 sollen noch zehn Smarts dazukommen, die dann für 4,90 Euro pro Stunde bzw. 45 Euro pro Tag zur Verfügung stehen.

Ausweitung des Stationennetzes

Auch die Einbettung in das öffentliche Verkehrsnetz wird erst im neuen Jahr vollends verwirklicht. Dann soll es möglich sein, mit nur einer Karte sowohl die Car-Sharing-Option zu nutzen als auch Bustickets zu bezahlen oder ein Fahrrad an einer Verleihstation auszulösen.

Jennifer Rüdinger



Kommentare
30.10.2012
23:13
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von Hugo60 | #9

Teuere umweltschädigende Akkus, schlechter Wirkungsgrad. Und Strom wird ja bekanntlich auch nicht billiger.
E-Autos sind eine Ausgeburt spinnerter Ökofratzen.

30.10.2012
19:53
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von prorevier | #8

Heute bin ich so ein fortschrittliches Auto gefahren - den Opel Ampera. Die lautlose Fahrerei ist rasch zu Ende (ca. 40 Km) und dann braucht das Ding Sprit. Das Interieur ist sehr futuristisch. Man bekommt den variirenden Kraftfluss und viele andere Infos angezeigt und man hat das Gefühl, dass sich hier aber auch alles um die Verbrauchsminimierung dreht. Dafür ist das Auto ja auch ca. 20.000 Euro teurer als ein vergleichbarer Diesel.
Der Verbrauch beträgt mehr als 8 Liter Super, und die Kosten des Fahrens mit Strom aus der Steckdose liegen auf dem Niveau eines Diesels.
Technik für Ewiggestrige für sehr viel Geld. Das Konzept ist ökonomisch und ökologisch ein totaler Flop und es bleibt nur zu hoffen, dass diese Unfugautos schnellstmöglich wieder von unseren Strassen verschwinden. Zum Glück gibt es in diesem Bereich ja bereits Kurzarbeit und zurückgehende Verkäufe.

30.10.2012
15:28
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von SuperSilvie | #7

Vor allem wird schon bei den Preisen in diesem Artikel gelogen. Da muss ich glabowski uneingeschränkt Recht geben. Mit so einer Aktion werden die Elektroautos im Ruhrgebiet bestimmt nicht auf Gegenliebe stoßen. Unmöglich.

30.10.2012
15:24
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von thorstenmelchior | #6

Ich versteh einfach nicht, warum die Politik sich in alles einmischen muss. Elektroautos im Ruhrgebiet oder anderswo anzubieten ist doch geradezu lächerlich. Dann sollten sie lieber mit ausreichenden Subventionen dafür sorgen, dass sich der umweltbewusste Fahrer diese Dinger auch mal irgendwann leisten kann.

30.10.2012
09:14
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von RennYuppieRenn | #5

Ich ja immer das Gefühl, dass absichtlich keine besseren E-Autos gebaut werden.

1 Antwort
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von RennYuppieRenn | #5-1

*habe

30.10.2012
08:48
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von JohnGalt | #4

So ist das, wenn – wie sagt Frank Plasberg immer? – „Politik auf Wirklichkeit stößt“.

29.10.2012
23:54
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von prorevier | #3

Die Leasingrate des Ampera ist deutlich mehr als doppelt so hoch, wie die eines Mercedes C200 CDI. Dafür bekommt man ein unpraktisches Auto mit geringer Zuladung und Reichweite.
Die Verbraucher sind bezüglich der Elektromobilität längst überzeugt und brauchen keine Oberlehrer mehr. Sie lehnen sie sinnvoller Weise ab. Ein schlechtes Konzept wird auch nicht dadurch besser, dass es hochgradig subventioniert wird.

29.10.2012
22:34
Mogelpackung Elektro-Auto
von glabowski | #2

Die Preisangaben sind unvollständig und schlecht recherchiert.

Richtig ist die Preisangabe pro Stunde in Höhe von 9,25 Euro für einen Ampera. Hinzukommt aber noch eine einmalige Anmeldegebühr von 40 Euro, von denen 20 Euro für die Autoausleihe angerechnet werden können. Ferner fällt ein regelmäßiger Monatsbeitrag in Höhe von 10 Euro an. Außerdem sind pro Stunde nur 30 Km frei – Mehrkilometer kosten zusätzlich!
Für Studenten, VRR-Kunden, Viwa-West-Mieter und Unternehmen ist eine Ermäßigung vorgesehen.

Der Otto-Normal-Autofahrer hingegen, der nur mal eine kurze Probefahrt mit einem Elektroauto machen möchte, muß gegenwärtig aber mindestens 40,75 Euro bezahlen für eine Stunde Fahrt mit maximal 30 Kilometer Fahrtstrecke.

Eine Mogelpackung also, wie das ganze Propagandaprojekt Elektroauto!

( Quellen: http://www.ruhrauto-e.de/?q=node/19 und https://drive-cs.dbcarsharing-buchung.de/kundenbuchung/process.php?proc=preise&f=5500&key=6ead12fdf4aea2abac5a89d6d4a0ee2d...00001 )

29.10.2012
19:52
Pilotprojekt soll Elektroautos im Ruhrgebiet populär machen
von tipp_top | #1

Bin mal gespannt, wann der ´Professor´ mitkriegt, dass sich hierzulande kaum jemand so ein Teil leisten kann u. will. Die Industrie kriegt zwar die Forschungsmilliarden irgendwo hin geschoben, aber die Attraktivität steigert das nicht und somit auch nicht die Nachfrage. Dann muss man den Leuten nur noch klar machen, dass der Strom ja aus der Steckdose kommt und dass es irgendwann auch Batterien gibt, die Strecken ermöglichen, die sich auch solche nennen dürfen. Ach ja - dass der Ampera mit gut über 40.000€ natürlich ein echtes Schnäppchen ist ...

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