Papierfabrik droht das Aus

Duisburg..  14 Jahre nach der Übernahme durch den norwegischen Papierkonzern Norske Skog steht die ehemalige Haindl-Papierfabrik in Duisburg vor dem Aus. Das Werk im Stadtteil Walsum mache pro Monat rund 1,2 Millionen Euro Verlust, teilte das skandinavische Unternehmen gestern mit. Wegen der „ungünstigen Kostenposition“ sei eine Trendwende „unwahrscheinlich“. Die Duisburger Geschäftsleitung musste am selben Tag Insolvenzantrag wegen Überschuldung stellen.

Die Nachricht ist für die 291 Mitarbeiter ein Schock. Norske Skog, einer der größten Papierhersteller weltweit, hatte 2013 bereits 200 Stellen abgebaut und eine Papiermaschine abgeschaltet. Dennoch habe die Fabrik keine Wirtschaftlichkeit erreicht, wie die Osloer Vorstandsspitze mit Verweis auf den schwierigen Markt für Zeitungs- und Zeitschriftenpapier mitteilte.

Hoffnungen setzen Betriebsrat und Werksleitung in die Suche nach einem neuen Investor. Der müsste ein eigenes Kesselhaus bauen. Denn als Schwachpunkt gilt die fehlende eigene Dampfproduktion, die für die Papierherstellung nötig ist. Den Dampf liefert das benachbarte Kraftwerk des Essener Energiekonzerns Steag. Die Produktion sei dadurch nicht konkurrenzfähig.