Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Wirtschaft

Outokumpu hält an Schließungsplänen in Deutschland fest

09.10.2012 | 13:33 Uhr
Foto: /dapd/Roberto Pfeil

Der finnische Stahlkonzern Outokumpu hält an seinen Plänen zur Schließung der Inoxum-Schmelzbetriebe in Krefeld und Bochum fest. Auch wenn der Konzern seine Pläne zur Übernahme der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum auf Druck der EU an anderer Stelle deutlich korrigieren musste, habe sich an den Planungen zum Abbau von 850 Arbeitsplätzen nichts geändert, teilte Outokumpu am Dienstag in Espoo mit.

Espoo (dapd-nrw). Der finnische Stahlkonzern Outokumpu hält an seinen Plänen zur Schließung der Inoxum-Schmelzbetriebe in Krefeld und Bochum fest. Auch wenn der Konzern seine Pläne zur Übernahme der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum auf Druck der EU an anderer Stelle deutlich korrigieren musste, habe sich an den Planungen zum Abbau von 850 Arbeitsplätzen nichts geändert, teilte Outokumpu am Dienstag in Espoo mit.

Um Bedenken der EU gegen die Übernahme auszuräumen, verpflichtete sich der finnische Konzern zur Veräußerung des Edelstahlwerks von Inoxum im italienischen Terni sowie von ausgewählten europäischen Servicecentern. Der ursprünglich von Outokumpu vorgeschlagene Verkauf der schwedischen Edelstahlbetriebe in Avesta, Nyby und Kloster sei damit vom Tisch, erklärte das Unternehmen.

Outokumpu will nun die Planungen unter Berücksichtigung des Verkaufs von Terni überarbeiten, um eine optimale Produktionsstruktur für das neue Unternehmen sicherzustellen. Änderungen bei der angekündigten Schließung der Schmelzbetriebe in Krefeld und Bochum seien aber derzeit nicht geplant, betonte das Unternehmen.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es in den Inoxum-Betrieben nicht geben. ThyssenKrupp wolle den rund 600 Betroffenen andere Arbeitsplätze anbieten. Die übrigen Stellen sollten über natürliche Fluktuation abgebaut werden. Durch die Fusion von Outokumpu und Inoxum entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlsektor.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Bundesgericht setzt Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen
Sonntagsarbeit
Busfahrer und Feuerwehrleute müssen sonntags arbeiten. Aber müssen auch Videotheken und Callcenter am Wochenende offen sein? Nein, sagt das Bundesverwaltungsgericht und zieht Grenzen der Sonntagsarbeit.
57 Männer, 4 Frauen – diese Unternehmen verpassen die Quote
Frauenquote
Die Frauenquote kommt – aber wie weit sind heimische Unternehmen, Städte und Stadttöchter davon entfernt? Wir haben nachgezählt. Und festgestellt: Im Ruhrgebiet gibt's eine Menge Nachholbedarf. In 20 Aufsichtsräten haben wir nur eine einzige Chefin gefunden.
Wie Kunden durch Undercover-Verkäufer getäuscht werden
Einzelhandel
Ein guter Verkäufer berät objektiv und vielseitig. Recherchen einer Wochenzeitung und eines Politikmagazins haben jetzt gezeigt, dass in vielen Kaufhäusern und Elektronikmärkten Promoter einzelner Marken auf den Verkaufsflächen arbeiten. Für den Kunden ist das in den meisten Fällen nicht erkennbar.
Unsicherheit und Angst bei den Burger-King-Mitarbeitern
Burger King
Nach der Schließung der von Yi-Ko betriebenen Burger-King-Filialen herrscht bei den Mitarbeitern in Essen Unsicherheit, Sorge und Angst. Keiner weiß, wie es weiter geht. Von der Geschäftsführung gebe es keine Informationen. Die Gewerkschaft hält eine Insolvenz für die beste Lösung.
Countdown für Opel  Bochum läuft - Chronik des Niedergangs
Opel
Nach 52 Jahren bleiben im einzigen Automobilwerk des Ruhrgebiets am 5. Dezember die Bänder für immer stehen. Was als Paradebeispiel für den Wandel der Montanregion begann, fällt am Ende auch der Globalisierung zum Opfer – aber zuvorderst den vielen Fehlern der Opel-Manager. Eine Chronik.