Opel verliert jeden Tag über fünf Millionen Euro
25.06.2009 | 06:29 Uhr 2009-06-25T06:29:00+0200
Rüsselsheim/Bochum. Bei Opel spitzt sich die Lage durch tägliche Millionenverluste immer mehr zu. Der Zeitdruck in den Verhandlungen zwischen General Motors und Magna wächst, da der staatliche Überbrückungskredit für den Autobauer nur noch bis Mitte September reicht.
Die Verhandlungen um eine vertragliche Einigung zwischen General Motors und Magna stehen unter einem enormen Zeitdruck. Nach Informationen unserer Zeitung verliert Opel in Europa deutlich mehr Geld als bislang bekannt. Die Rede ist inzwischen von fünf bis sechs Millionen Euro, die der Hersteller jeden Tag an Verlust einfährt. Damit müsse bis spätestens Mitte September Klarheit über die Zukunft des Autobauers geschaffen sein.
Grund: Bis dahin reicht die Brückenfinanzierung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aus, die die Bundesregierung und die Länder mit Opel-Standorten gewährt hatten. Diese Geld muss auch Investitionen und die Aufrechterhaltung des Betriebes abdecken.
Keine Nachforderung möglich
Eine Nachforderung wird es nicht geben. Das wurde am Mittwoch am Rande einer zweitägigen Klausur von europäischen Opel-Betriebsräten in Rüsselsheim betont. Eine Forderung nach weiteren Hilfen hätte allerdings weder in NRW noch im Bund eine Chance. „Eine Ausweitung des beschriebenen Finanzrahmens” scheide „unter allen Umständen” aus.
Auch der NRW-Anteil von maximal 150 Millionen Euro „wird unter keinen Umständen ausgeweitet”, heißt es einer vertraulichen Vorlage für den NRW-Haushaltsausschuss. Die FDP hat in einer nächtlichen Verhandlungsrunde am Pfingstwochenende noch eine weitere Brandmauer eingezogen. So sinke der zehnprozentige Anteil an der Brückenfinanzierung – das sind die 150 Millionen Euro –, wenn die Beschäftigtenzahl an den Opel-Standorten bis Ende November stark abnehmen sollte.
Magna will bis 2014 Milliarden an Personalkosten sparen
Auf der Betriebsräte-Konferenz in Rüsselsheim stellte Magna nochmals sein Konzept vor, einschließlich des erforderlichen Einsparvolumen auf Arbeitnehmerseite in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar bis 2014. Das jährliche Einsparvolumen betrage 350 Millionen Dollar, hieß es dem Vernehmen nach. Der Bochum Betriebsratschef Rainer Einenkel bestätigte das Treffen. „Es gibt noch erheblichen Klärungsbedarf”, sagt er. Das betreffe auch die Frage der Lastenverteilung zwischen den einzelnen Werken.
Auch die Verhandlungen zwischen GM und den möglichen Investoren, neben Magna die russische Sberbank und der Hersteller Gaz, laufen auf Hochtouren – und mit reichlich Versunicherung, die der Poker um den Preis und die Bedingungen mit sich bringt. „Dieses Memorandum of Understanding (Einverständniserklärung) besitzt keine rechtliche Bindung”, sagte jetzt Fred Irwin, der Beiratsvorsitzende der Opel-Treuhandgesellschaft. Will sagen: GM verhandelt weiter offen mit allen Interessenten.
So wurde dem chinesischen Autobauer BAIC, der kurz vor Ablauf der Bieterfrist sein Interesse an Opel bekundet hatte, jetzt Einblick in die Bücher gewährt. Dafür hat BAIC die Spezialisten der Beraterfirma PricewaterhouseCoopers engangiert. Hintergrund des Pokers: Berliner Kreise werfen Magna vor, von seinen finanziellen Zusagen im Kanzleramt abzurücken.
Spezial: Opel in der Krise

20:05
Eine geordnete Insovenz wäre der richtige Weg gewesen.
Wenn ich das lese, ist das Geld von uns Steuerzahlern in den Sand gesetzt.
Herr von Guttenberg hat recht. Leider kann ich ihn in Nrw nicht wählen.
Opel - hau ab.
12:39
Einfach mehr Autos kaufen.
Jeder erst mal zwei.
Später dann noch viel mehr.
Natürlich auf Kredit.
Schon läufts wieder.
Wir müssen mit unseren Drittwagen zum Zigarettenziehen fahren.
Wenn der Ascher voll ist, wird die Karre weggeworfen.
Koofen, koofen, immer mehr koofen!
Abwrackprämie auf alles!
12:14
1. Herr Einenekel (Betriebsratsvorsitzender in BO) und Herr Franz (Gesamtbetriebsrat aus Rüsselsheim) hatten immer versucht den Eindruck zu erwecken, dass OPEL kerngesund sei und nur vollkommen unverschuldet durch die Mutter GM in den Abgrund (Insolvenz) gerissen würde. Die Wahrheit sieht offensichtlicgh ganz anders aus: OPEL hat mit zur GM Insolvenz beigetragen, da sie jeden Tag riesige Verluste einfahren !!! Ich befürchte (und mir tut das als Bochumer sehr, sehr weh), OPEL ist nicht mehr zu retten. Schade !
10:07
Nicht vergessen: In die Übernahme-Verhandlungen sind Anwälte involviert die einen Stundensatz von 600 bis 800 Dollar kassieren. Natürlich dauern da Verhandlungen lange. Solche Verhandlungen sind immer auch Leichenfledderei.
09:17
opel hat potential aber . . . .
keiner streitet ab, dass opel ala autobauer von mittelklasse/-kleinwagen chancen hat, dank des riesigen ingenieurspools in rüsselsheim; die neuen produkte kommen an, auch in der motoren/-antriebstechnik ist man vorn im sinne von sparsamen motoren u. alternativen energien.
aber die marktlage ist momentan überall schlecht,
die abwrackprämie läuft aus u. es fehlen die anschlussaufträge.
das magna-russen-model ist in normalen marktzeiten sehr interessant, was hat renault nicht aus der maroden dacia-fabrik in rumänien gemacht, einen goldesel, der mit seien gewinnen die französischen fabriken subventioniert.
Aber dies braucht alles zeit u. ein management was sich aufs autobauen konzentrieren kann u. nicht ständig nach finanzierungen suchen muss oder abwehrkämpfe gegen seine frühere mutter GM austragen muss.
Wenn opel nicht weitere mittel bekommt ist die politik hier schwer blamiert u. das vertrauen in die USA wird auch weiter abnehmen, denn GM ist mittlerweile zu über 80% in der hand des US-staates,
mr. obama sprechen sie ein machtwort, damit es bei opel weitergeht.
08:41
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Es wird doch eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben!!!!!!!!!!
Wo bleiben die gut recherchierten Berichte der Jounalisten.
Die vierte Kraft in unserer Demokratie.
Die, die sich jegliche Kontrolle durch staatliche Organe verbitten.
Die sich selbst für ungeheuer wichtig halten.
Ich sehe nichts !!!!!!!!!!!!!!!!
Alles nur Jackenzieher und A...krabler.
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08:03
ich dachte immer, aufgrund der abwrackprämie werden autos wie hacke verkauft ?
wie säh es dann bei opel aus, wenn es die prämie nicht gäbe, pro tag 10 mio verlust oder wie oder was ?
mein gott, weg mit schrecken...
00:42
Oh, mir fällt gerade auf das der Kredit rechnerisch bis ca. 2 Wochen vor der Bundestagswahl ausreichen soll.
Na dann nehme ich meinen Abgesang zurück, es ist wieder alles offen. So kurz vor der Wahl wird die Portokasse doch sicher noch ein oder zwei Milliarden hergeben um das Sterben bis nach dem Urnengang zu verlängern. Das rigorose Ausscheiden von weiteren Zahlungen glaube ich erst, wenn im Werk die Lichter endgültig gelöscht werden.
Ich persönlich rechne fest mit noch mehr Brot und Spielen auf Steuerzahlers kosten.
00:19
RIP Opel! Vollkommener Unsinn, 26000 Arbeits-
plätze bei dem Aufwand pro Tag zu erhalten, damit
nach angemessener Prüfungszeit Chinesen,
Russen, Kanadier sich nur die Filetstücke sichern.
Deckel final drauf, bitte.
00:10
Magna will nicht zu viel bezahlen und wartet ab.
GAZ aus Russalnd ist keine Option. Dieser Investor hofft, seine eigenen maroden und unrentablen Werke an Opel gesundzustoßen. Wir hoffen gleichzeitig, das sich Opel vielleicht irgendwie an GAZ gesunden kann... Für mich fällt also dieser Investor aus der Rechnug.
Die Chinesen werden es machen wie immer, Namen, Know How und Patente abziehen, danach sterben auf Raten der deutschen Standorte. Auch keine nachhaltige Lösung.
Opel rinnt das Geld, Steuergeld und das Vermögen kommender Generationen, wie Sand durch die Finger. Ich denke mittlerweile das sich ein Konkurs nicht mehr aufhalten lässt. Ehrlich wäre es, den Tatasachen ins Auge zu sehen, das verbliebene Geld zurückzugeben und Leise servus zu sagen.