Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Opel

Opel und Peugeot Citroën besiegeln Zusammenarbeit

20.12.2012 | 12:09 Uhr
Opel und Peugeot Citroën besiegeln Zusammenarbeit
Die angeschlagenen Autohersteller Opel und Peugeot Citroën wollen gemeinsam neue Automodelle entwickeln.Foto: afp

Rüsselsheim.  Die Autohersteller Opel und Peugeot Citroën haben ihre geplante Zusammenarbeit besiegelt. Danach wollen die Konkurrenten gemeinsam drei Automodelle entwickeln die 2016 auf dem Markt kommen sollen. Arbeitnehmerverbände befürchten durch die Zusammenarbeit weitere Arbeitsplatzkürzungen.

Die beiden angeschlagenen Autohersteller Opel und PSA Peugeot Citroën kommen bei ihrem gemeinsamen Kampf gegen die dramatische Absatzflaute in Europa voran. Der US-Mutterkonzern von Opel, General Motors (GM) , und das französische Unternehmen unterzeichneten jetzt bindende Verträge für ihre im Februar beschlossene Zusammenarbeit bei Autobau und Einkauf, wie Opel am Donnerstag in Rüsselsheim mitteilte.

Demnach wollen die Konkurrenten gemeinsam drei Automodelle für die GM-Marken Opel und Vauxhall sowie Peugeot entwickeln. Die ersten Autos aus der Allianz sollen bis Ende 2016 auf den Markt kommen. Ursprünglich waren vier Modelle geplant.

Opel und Peugeot Citroën schreiben hohe Verluste

Vorgesehen ist unter anderem die Entwicklung eines Vans und eines Kleinwagens. Zudem wollen GM und PSA im Einkauf mit einem Gemeinschaftsunternehmen deutlich sparen.

Arbeitsmarkt
Opel-Aus: Sorgen um das Ruhrgebiet

Die Schließung des Opel-Werks in Bochum hätte auch Folgen für den gesamten Arbeitsmarkt in der Region. Bochums Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel ist sauer auf den Bochumer Arbeitsagentur-Chef Luidger Wolterhoff. Die von ihm versprochene Vermittlungsquote sei falsch.

Opel und Peugeot Citroën macht die Konzentration auf den europäischen Markt schwer zu schaffen. Beide Firmen schreiben hohe Verluste und wollen durch die Zusammenarbeit ihr Europageschäft wieder flott machen.

Arbeitnehmervertreter beider Konzerne befürchten, dass der Zusammenarbeit noch mehr Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten als ohnehin schon geplant. GM hatte kürzlich angekündigt, die Autoproduktion im Werk Bochum mit mehr als 3.000 Beschäftigten 2016 auslaufen zu lassen. (dapd)



Empfehlen
Themenseiten
Kommentare
Kommentare
20.12.2012
17:57
Opel und Peugeot Citroën besiegeln Zusammenarbeit
von wohlzufrieden | #1

Dann ist das Schicksal von Citroen/Peugeot besiegelt.

Aus dem Ressort
Schreckgespenst Deflation – Was Verbraucher wissen müssen
Preise
Die Verbraucherpreise steigen kaum noch. In Deutschland verharrt die Teuerungsrate auf einem niedrigen Niveau. In Europa fallen in manchen Ländern sogar die Preise. Die Angst vor einer Deflation wächst. Die wichtigsten Fragen und Antworten zumThema.
Starker Arbeitsmarkt beschert Staat Milliarden-Überschuss
Haushalt
Der starke Arbeitsmarkt hat dem deutschen Staat einen Milliarden-Überschuss beschert. Aber obwohl der Arbeitsmarkt brummt: Die Krisen rund um den Globus bremsen die deutsche Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum ersten Quartal um 0,2 Prozent.
Warnstreiks bei der Bahn am Montag von 18 bis 21 Uhr
Tarifkonflikt
Im Kampf um mehr Geld hat die Lokführer-Gewerkschaft GDL kurzfristig Warnstreiks angekündigt: Noch am Montag sollen Lokführer, Zugbegleiter und andere Bahn-Beschäftigte bundesweit die Arbeit niederlegen. Der Warnstreik solle mit Rücksicht auf "die vielen Wochenendreisenden" von 18 bis 21 Uhr laufen.
Massiver Einbruch beim Wohnungsbau in Oberhausen
Stadtentwicklung
2012 lag Oberhausen bei der sogenannten Wohnungsbauquote noch im guten Mittelfeld. Ein Jahr später rutschte die Stadt jedoch massiv ab. Somit ist Oberhausen nun Schlusslicht beim Wohnungsbau. Und die Stadtverwaltung sucht bereits nach Antworten.
IG Metall besorgt - Siemens drohe Wittener Unify-Werk
Schließung
Siemens will das Tochter-Unternehmens Unify in ganz Deutschland verschlanken. In Witten sind 110 Mitarbeiter betroffen. Erst war die Schließung bis Ende 2015 angekündigt, zwischenzeitlich bis Ende 2014, so die IG Metall. Brandbrief an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?