Opel steht neuer Zank um Lohnverzicht ins Haus
04.01.2012 | 14:46 Uhr 2012-01-04T14:46:54+0100
Bochum. Nach zwei Jahren mit Lohneinbußen hätten sich die Opel-Mitarbeiter dieses Jahr wieder über eine kräftige Lohnerhöhung freuen dürfen. Doch der Opel-Mutter-Konzern General Motors will erneut Einschnitte durchsetzen. Die Belegschaft und die IG Metall kündigen Widerstand an.
Das neue Jahr beginnt für die Opel-Mitarbeiter wieder einmal mit schlechten Nachrichten. Sie sollen in diesem Jahr auf einen Teil der geplanten Lohnerhöhungen verzichten. Das will der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) nach einem Bericht der FAZ durchsetzen, um den europäischen Autobauer wieder profitabel zu machen.
Doch die Belegschaft will dem Drängen nicht ohne Weiteres nachgeben. "Es gibt für uns keinerlei Gründe, einen Verzicht zu akzeptieren", sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel auf Nachfrage von DerWesten. Auch Oliver Burkhard, IG Metall Bezirksleiter in NRW, lehnt dies ab: "Wünschen kann sich General Motors ja viel, aber Weihnachten ist vorbei und an Verträge muss auch GM sich halten. Anständig und fair bezahlt werden, dass erwarten die Arbeitnehmer vom Management. Und genau das ist per Vertrag geregelt. Warum sollten sie jetzt etwas anderes mitmachen?", erklärte Burkhard gegenüber derWesten.
Aus Sicht von Einenkel muss GM zunächst seinen Teil des 2010 verabschiedeten Sanierungsplanes erfüllen. Heißt: GM muss für die Auslastung und damit Sicherung der europäischen Werke sorgen. "Da ist uns GM noch einiges schuldig geblieben", meint Einenkel.
"Die Schmerzgrenze ist erreicht"
Derzeit produziert Opel laut FAZ in Europa jährlich knapp 1,2 Millionen Autos, hat aber Kapazitäten für 1,6 Millionen Autos. Dagegen plant GM den Bau von 300.000 Opel-Autos in den Werken in Mexiko und Korea.
"Wir sollen mit unserem Lohnverzicht den Aufbau neuer Werke außerhalb Europas unterstützen. Das ist nicht vorstellbar", so Einenkel weiter. Er forderte, dass GM den Verkauf von Opel-Modellen in Wachstumsmärkten China, Indien und Brasilien erlaubt. Zugleich machte Einenkel deutlich, dass die Beschäftigten im Bochumer Opel-Werk bereits untertariflich bezahlt würden. "Die Schmerzgrenze ist erreicht", sagte er.
Als Teil des Sanierungsvertrages hatten die Opel-Beschäftigten 2010 und 2011 auf die Hälfte ihres tariflichen Urlaubs- und Weihnachtsgeldes verzichtet. Zudem wurde eine um 2,7 Prozent geplante Lohnerhöhung auf Februar 2012 verschoben. So sollten die deutschen Belegschaften jährlich 176 Millionen Euro einsparen. Die Vereinbarung zwischen GM und der Gewerkschaft IG Metall galt bis Ende 2011. Nun muss neu verhandelt werden.
Allianz gegen Bochum
Laut FAZ könnten sich die Lohnerhöhungen für die Opel-Mitarbeiter dieses Jahr auf insgesamt fast 11 Prozent oder 1,1 Milliarden Euro summieren, wenn es keine neuen Einschnitte gibt. Neben der verschobenen Tariferhöhung und der Wiederaufnahme der Zahlung des vollen Urlaubs- und Weihnachtsgeldes geht die FAZ von einem Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie zwischen 3,5 und 4 Prozent aus. Doch diese Zahl ist fiktiv. Die Tarifverhandlungen beginnen jetzt erst.
Für die Bochumer Opel-Beschäftigten beginnen damit entscheidende Wochen . Nicht nur, dass über ihren künftigen Lohn verhandelt wird, es geht auch wieder einmal um den Fortbestand ihres Werkes. Denn bis Frühjahr könnte GM bereits entscheiden, wo ab 2015 der neue Astra gebaut werden soll. Ein zweites Modell neben dem Zafira ist für das Bochumer Werk überlebenswichtig. Doch da gab es bereits Anfang dieser Woche schlechte Nachrichten. Die Opel-Betriebsräte der Werke Rüsselsheim, Gleiwitz (Polen) und Ellesmere Port (Großbritannien) haben sich zusammengetan, um den Bau des Astras an ihre Standorte zu ziehen. Bochum blieb bei dieser Allianz außen vor.

12:21
An Kadett 1960
Ich hab auch nur Mitleid mit dir, weil du soooo unzufrieden bist!!!
09:59
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09:57
Letztendlich ist aber jeder für seine eigene Berufswahl selbst verantwortlich. Sie und viele andere sind halt dem Ruf des Geldes gefolgt, und haben sich dafür bei Opel an die Kette legen lassen. Dort haben sie jahrelang weit über dem IGM Tarif verdient. Diese „fetten“ Jahre sind nun mal vorbei. Darüber darf man sich nicht beklagen, sondern man muss sich damit abfinden können und akzeptieren.
Nein, beneiden tue ich Sie bestimmt nicht. Weder für Ihre Bezahlung noch für Ihre Bandarbeit, aber noch weniger für Ihre Zukunftsperspektive.
09:54
Aus meinen Äußerungen spricht mit Sicherheit kein Neid. Aber das ewige Gejammer über die ach so schlechte Bezahlung bei Opel, zu geringe Abfindungen usw. ist doch zum kotzen. Trotz dieser mit Sicherheit nicht erfreulichen Umstände bei Opel, wird bei Opel immer noch gutes Geld verdient. Das sollte man nicht vergessen. Man sollte aber auch nicht den Blick auf die Realität verlieren. Während andere Branchen schon wieder 39-41h/Woche arbeiten, arbeitet Ihr doch nur 35h. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, wie es in anderen Branchen aussieht. Nur davon hört und liest man nichts ständig in der Zeitung.
Letztendlich ist aber jeder für seine eigene Berufswahl selbst verantwortlich. Sie und viele andere sind halt dem Ruf des Geldes gefolgt, und haben sich dafür bei Opel an die Kette legen lassen. Dort haben sie jahrelang weit über dem IGM Tarif verdient. Diese „fetten“ Jahre sind nun mal vorbei. Darüber darf man sich nicht beklagen, sondern man muss sich damit abfinden können und akzeptieren.
Nein, beneiden tue ich Sie bestimmt nicht. Weder für Ihre Bezahlung noch für Ihre Bandarbeit, aber noch weniger für Ihre Zukunftsperspektive.
20:57
#6
Da kann man mal wieder die Neider sehen, Ihr konntet doch Alle mal bei Opel anfangen,da sind Sie aber weggelaufen.Es stimmt arbeiten müssen viele , aber nicht am Band. Ich kenn dich mittlerweile , du bist eh immer auf alles geil was du von Opel lesen kannst,ich geb dir nen Tipp: Kümmer dich nicht um Opel. Es geht dich gar nix an was Wir verdienen.
19:57
Jahrelang hat Opel 20-30% über Tarif gezahlt, aber das haben die Meisten Opelaner wohl vergessen. Arbeiten müssen alle, nicht nur bei Opel.Und das bei witaus geringer Bezahlung als bei Opel.
14:36
Halt dich lieber geschlossen. .... sicher sind wir unterbezahlt, für die Arbeit die wir hier leisten!! Jahrelang haben wir keine Erhöhung bekommen. Und die Arbeit wird immer mehr, und körperlich bald nicht mehr ertragbar. Kannst ja mal eine Schicht mit uns arbeiten, da rennste freiwillig raus.
11:11
Da stimmt aber was nicht Onkel Dieter. Unterbezahlte Arbeitsplätze bei Opel, das kann ja wohl nicht wahr sein. Diese Behauptung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Leiharbeiter bei Opel, Altenpflegern, Krankenpflegern, Busfahrern, Handwerkern usw. Trotz der Kürzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld und dem Verzicht auf Tariferhöhungen wird bei Opel immer noch gutes Geld verdient. Am Hungertuch muß von denen bestimmt keiner nagen.
Volle Zustimmung!
08:15
Das Ganze ist relativ einfach, GM läßt die Standorte gegeneinander arbeiten und ist der lachende Dritte, den Personalräten passiert nichts, selbst wenn Entlassungen anstehen -da läßt es sich gut reden- und letztendlich wird GM nach den vorliegenden Zahlen der profitabelsten Weg gehen und sich nicht von deutschen Betriebsräten und Gewerkschaften aufhalten lasssen. Die Dummen sind leider die normalen Beschäftigten, die bleiben auf der Strecke.
18:59
Ich stehe kurz vor der Entscheidung, mir ein neues Auto zu kaufen.
Die ständigen Unsicherheiten, die ich als Kunde dank der Firmenpolitik von Opel seit Jahren erfahre, lassen mich langsam aber sicher dazu kommen, Opel endgültig von der Liste der möglichen Alternativen zu streichen.
Ein Arbeitgeber-Management, das seinen professionell arbeitenden Belegschaften immer weniger Lohn zugesteht, um weltweit noch mehr Profite zu machen, sollte man nicht mehr unterstützen. Schade um die unterbezahlten Arbeitsplätze in Bochum.
Vor allem aber mangelt es der bundesdeutschen Opel-Familie an Solidarität, siehe Rüsselsheim. Dort geht man mit Polen und Briten ins Astra-Bett, um die eigenen Pfründe zu sichern, anstatt zunächst die heimische Wirtschaft und die Kollegen in Bochum zu stärken.
Opelaner als unterbezahlte Arbeiter zu bezeichnen ist doch lächerlich. Im Vergleich zu den Krankenpflegern, Altenpflegern, Busfahrern, Handwerkern usw. sind die doch immer noch überbezahlt.
Opelaner als unterbezahlte Arbeiter zu bezeichnen ist doch lächerlich. Im Vergleich zu den Krankenpflegern, Altenpflegern, Busfahrern, Handwerkern usw. sind die doch immer noch überbezahlt.