Opel sieht keine Hindernisse mehr für Staatshilfen
14.04.2010 | 14:53 Uhr 2010-04-14T14:53:00+0200
Hamburg/Bochum.Zweckoptimismus oder belastbare Fakten? Opel sieht gute Chancen dafür, Hilfen vom Staat zu bekommen. In einem Interview sagte Unternehmenschef Reilly, die Frage sei mit den betroffenen Regierungen nun geklärt.
Opel hat bei der Bundesregierung eigenen Angaben zufolge eine der größten Hürden für mögliche Staatshilfen aus dem Weg geräumt. Der Autobauer habe mit den verschiedenen betroffenen Regierungen inzwischen die Frage „geklärt“, dass Opel ein Opfer der momentanen Wirtschaftskrise sei, sagte Opel-Chef Nick Reilly der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut Vorabbericht von Mittwoch. Eine Voraussetzung für Hilfen aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland ist, dass Unternehmen zum Stichtag 1. Juli 2008 noch nicht in Schwierigkeiten gesteckt haben und damit Krisenopfer sind.
Die Frage, ob dies auch für Opel zutrifft, galt lange Zeit als umstritten. Opel hofft auf Staatshilfen von insgesamt 1,8 Milliarden Euro, wovon rund 1,3 Milliarden Euro aus Deutschland kommen sollen. Opel sei „von der Krise zu einem ungünstigen Zeitpunkt getroffen“ worden, sagte Opel-Chef Reilly der Zeitung. Ohne die Krise „wäre die Existenz von Opel nicht gefährdet gewesen“. Die Finanzprobleme der deutschen Tochter des kriselnden US-Autokonzerns General Motors waren im Herbst 2008 öffentlich bekannt geworden.
In welcher Reihenfolge wird zurückgezahlt?
Bei den Verhandlungen über staatliche Hilfen für Opel seien nun „nur noch zwei“ Fragen offen, sagte Unternehmenschef Reilly. Zum einen müsse eine federführende Bank in Deutschland gefunden werden für die Vergabe von Krediten an den Autobauer.
Für diese Kredite würde dann der Deutschlandfonds bürgen - und damit der Steuerzahler. Außerdem müsse noch geklärt werden, in welcher Reihenfolge Opel Kredite später zurückzahle. Ob Kredite, für die der Steuerzahler bürgt, zuerst zurückgezahlt würden, werde „zurzeit intern“ geklärt, sagte Reilly.(afp)

12:07
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
23:56
Lächerlich! Opel ging es schon lange vor der Wirtschaftskrise schlecht. Der Marktanteil sinkt seit Jahren. Die bevorstehende Wahl scheint daran rückwirkend etwas geändert zu haben. 600 Millionen Euro Verlust allein im letzten Quartal 2009 - das sind über 6 Millionen Euro pro Tag. Keine Staatshilfen für Opel!
20:23
Wer schreibt eigentlich einen solchen Mist zusammen.
Opel Bochum hatte nur deswegen finanzielle Schwierigkeiten, weil massenhaft Gelder durch die Konzernmutter in Detroit Michigan abgezogen wurden.
Ausserdem konnte der Konzern nicht glaubhaft machen, dass die deutschen Staatshilfen ausschliesslich für Opel Deutschland verwendet werden.
Also keine Staatsgelder für GM - fertig aus...
Aber so eine Berichterstattung ?????
Wer sieht schon als Darlehnsschuldner mögliche Hindernisse ???
Was für ein obskurer Beitrag...