Das aktuelle Wetter NRW 25°C
Opel

Opel führt Kurzarbeit in Rüsselsheim und Kaiserslautern ein

23.08.2012 | 11:55 Uhr
In den Opel-Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern gilt ab September eine Kurzarbeits-Regelung.Foto: dapd

Rüsselsheim.  Als Gerücht kursierte es schon länger, nun hat Opel die Nachricht bestätigt: Ab September führt der Autobauer in seinen Werken in Rüsselsheim und Kaiserslautern Kurzarbeit ein. Zunächst gelte die Regelung bis zum Jahresende, teilte Opel mit. Betriebsrat und IG Metall haben zugestimmt.

Der angeschlagene Autohersteller Opel zieht die Notbremse und führt ab September Kurzarbeit ein. Eine entsprechende Vereinbarung sei einvernehmlich mit Betriebsrat und IG Metall getroffen worden, teilte das Tochterunternehmen des US-Konzerns General Motors (GM) am Donnerstag mit. Die Maßnahme gelte für einen Zeitraum von 20 Tagen bis Jahresende und betreffe 16.300 Mitarbeiter am Stammsitz Rüsselsheim und im Motoren- und Komponentenwerk Kaiserslautern.

Begründet wurde der Schritt mit der sich zuspitzenden Autoabsatzkrise in Europa. Von ihr ist die GM-Tochter mangels außereuropäischer Ausrichtung deutlich stärker betroffen als die internationale Konkurrenz. "Der europäische Automobilmarkt bricht drastisch ein", erklärte Opel-Personalvorstand Holger Kimmes. "Jetzt ist das Instrument der Kurzarbeit die richtige Maßnahme zur Überbrückung dieser Marktschwäche."

Opel dreht mit Klopp

Für die Opel-Chefetage ist dies offensichtlich das letzte aller zur Verfügung stehenden Mittel: Die sinkende Auslastung der Werke könne "nicht mehr wie bisher durch den Einsatz von Korridorschichten und Gleitzeitguthaben kompensiert werden", heißt es aus Rüsselsheim. Opel fuhr im ersten Halbjahr einen Verlust von 500 Millionen Euro ein. Der Absatz fiel um 15 Prozent. (dapd)


Kommentare
24.08.2012
17:32
Opel führt Kurzarbeit in Rüsselsheim und Kaiserslautern ein
von grafgatsby | #1

Ich habe im Radio gehört, dass Opel bei Kurzarbeit einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld zahlt. Wie kann das sein?. Das ist doch eine Sozialleistung. Der Steuerzahler zahlt also Kurzabeitergeld und Opel kann noch was draufzahlen. Dass, was Opel anscheinend noch über hat, müßte an die Sozialkasse gehen oder weniger Tage Kurzarbeit beantragt werden.

Aus dem Ressort
Heimischen Firmen brechen Umsätze aus Russland-Export weg
Ukraine-Krise
Sanktionen gegen Russland treffen südwestfälische Wirtschaft jetzt schon. Umfrage bei Unternehmen aus der Region: Die Besorgnis wächst
Neubauten sollen von Mietpreisbremse ausgeschlossen werden
Mieter
Fallen Neubauten aus der geplanten Mietpreisbremse? Offenbar drohen im Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung mehr als Ausnahmen als geplant. Die Bremse sieht vor, dass bei einem Mieterwechsel die neue Miete maximal zehn Prozent über dem Orts-Niveau liegen darf.
MediaSaturn drängt mit eigenen Tarifen auf den Handymarkt
Mobilfunk
Weniger Wettbewerb, steigende Preise: Die Übernahme von E-Plus durch den Konkurrenten Telefónica Deutschland hat Verbraucherschützer auf den Plan gerufen. Sie fürchten, dass der Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt nachlassen könnte. Nun steigt mit MediaSaturn ein weiterer Player in den Ring.
Nach Flaute wieder mehr Tempo auf Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt
Nach einer kurzen Flaute im späten Frühjahr hat der deutsche Arbeitsmarkt nach Experten-Einschätzung im Juli wieder an Fahrt gewonnen.
Hemdenhersteller Olymp blickt mit Sorge nach Russland
Textil
Der Hemdenhersteller Olymp verfolgt mit Sorge die Spannungen zwischen Russland und der Europäischen Union. "Russland ist unser wichtigster Exportmarkt", sagte Olymp-Chef Mark Bezner. Gut 18 Prozent der Exporte gingen in das Land.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?