Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Opel

Opel-Chefdesigner David Lyon muss noch vor Amtsantritt gehen

30.07.2012 | 17:01 Uhr
Opel-Chefdesigner David Lyon muss noch vor Amtsantritt gehen
Opel-Chefdesigner David Lyon muss vor Amtsantritt gehen.Foto: dapd

Rüsselsheim  Der designierte Opel-Chefdesigner David Lyon tritt seinen Job in Rüsselsheim überraschend nicht an. Dabei sollte der Amerikaner bereits am ersten August mit seiner Arbeit beginnen. Die Entscheidung traf Lyon aus heiterem Himmel. Der Grund für die Entscheidung ist nicht klar.

Der designierte Opel-Chefdesigner David Lyon tritt seinen Job in Rüsselsheim völlig überraschend nicht an. Damit muss ein weiterer Topmanager des angeschlagenen Autoherstellers gehen. "Er hat GM verlassen", sagte eine Opel-Sprecherin am Montag. General Motors ist die amerikanische Muttergesellschaft von Opel. Gründe für den Abgang nannte Opel nicht. Zuletzt mussten Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke, zwei weitere Vorstände und Cheflobbyist Volker Hoff den Konzern verlassen.

Opel-Entscheidung traf alle aus heiterem Himmel

Der Amerikaner Lyon wurde erst Mitte Juni als Nachfolger von Mark Adams präsentiert und sollte seinen neuen Job eigentlich zum 1. August antreten. Er leitete zuletzt das Design der GM-Marken Buick und GMC sowie das konzernweite Innenraum-Design.

Die Entscheidung traf Mitarbeiter und auch Lyon selbst aus heiterem Himmel. Am Freitag habe GM-Designchef Ed Welburn eine interne Rundmail mit der knappen Botschaft verschickt: "Ab sofort ist David Lyon nicht mehr Mitarbeiter von General Motors."

Bisheriger Chefdesigner übernimmt weiterhin die Aufgaben

Die Suche nach einem Nachfolger laufe bereits und solle "beschleunigt geschehen", erklärte ein Unternehmenssprecher. Bis es so weit ist, werde der bisherige Chefdesigner Adams ungeachtet seiner neuen Position in Michigan "in der Interimsphase" das Opel-Markendesign verantworten.

Darüber hinaus hat der Hersteller laut einem Vorabbericht der "Allgemeinen Zeitung Mainz" bestätigt, dass mit Thomas Owsianski, dem Leiter des internationalen Marketings von Opel/Vauxhall, ein weiterer hochrangiger Manager die Marke verlässt und zur VW-Tochter Skoda wechselt.

Am Sonntag trennte sich GM außerdem vom Konzern-Marketingchef Joel Ewanick. Der 52 Jahre alte Manager sei zurückgetreten, erklärte der Konzern. Ewanick war erst 2010 von Nissan zu GM gestoßen. (dapd)



Kommentare
Aus dem Ressort
Karstadt-Chef Fanderl setzt defizitären Filialen eine Frist
Karstadt
Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl setzt den defizitären Filialen der Warenhauskette eine Frist bis Mitte 2015. Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich „überrascht“. Fanderl fordert auch mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und „leistungsorientierte Gehaltsbestandteile“ für die Mitarbeiter.
Thyssen-Krupp Steel führt die 31-Stunden-Woche ein
Stahl
Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp Steel führt an seinen Standorten Duisburg, Bochum, Dortmund, Finnentrop und Siegen die 31-Stunden-Woche bei Lohnverzicht ein. Darauf haben sich Unternehmen und Betriebsrat verständigt. Der „Tarifvertrag Zukunft“ soll Stellenstreichungen und Kurzarbeit verhindern.
Jeder vierte Auszubildende in Duisburg bricht die Lehre ab
Arbeitsmarkt
Jeder vierte Duisburger Auszubildende beendet seine Lehre nicht. Gründe dafür können sowohl eine falsche Berufswahl aber auch zwischenmenschliche Gründe sein. Allein im letzten Jahr wurden 966 Ausbildungen abgebrochen. Um die Zahlen zu senken setzt die Arbeitsagentur auf die Berufsorientierung.
Warum Buchhändler das Ende der Buchpreisbindung fürchten
Freihandel
Buchhändler machen mobil gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Ihre Angst: Bei den Verhandlungen könnten die Europäer die deutsche Buchpreisbindung opfern. Aber sind die festen Preise überhaupt noch zeitgemäß - und was wäre, wenn die Preisbindung verschwände?
„Rote Karte gegen Tarifflucht“ bei Amazon in Rheinberg
Streik
Die Beschäftigten des Onlineversandhändlers Amazon wollen unbedingt einen Tarifvertrag abschließen. Die Haltung, dass das Unternehmen mit den Mitarbeitervertretern darüber nicht einmal reden wolle, müsse aufgebrochen werden. Man werde nicht locker lassen, kündigen DGB und Verdi an.
Umfrage
Statt mit Aufkleber will Verkehrsminister Dobrindt die Pkw-Maut mit automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrollieren lassen. Was halten Sie davon?

Statt mit Aufkleber will Verkehrsminister Dobrindt die Pkw-Maut mit automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrollieren lassen. Was halten Sie davon?