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Autoindustrie

Opel-Arbeiter sollen auf Teil der Lohnerhöhung verzichten

04.01.2012 | 10:04 Uhr

Frankfurt/Main.Die Mitarbeiter des angeschlagenen Autobauers Opel sollen auf einen Teil ihrer für dieses Jahr geplanten Lohnerhöhung verzichten. Diese beläuft sich auf insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro.

Der amerikanische Mutterkonzern General Motors (GM) forderte eine Reduzierung der vereinbarten Lohnerhöhung angesichts des in jüngster Zeit wieder schrumpfenden Absatzes und eines drohenden Milliardenverlusts bei Opel.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf Betriebsrats- und Gewerkschaftskreise berichtet, wolle GM auf diesem Weg seine deutsche Automarke wieder profitabel machen. Verhandelt werde über einen Verzicht auf einen Teil der geplanten Lohnerhöhung von 10,8 Prozent in diesem Jahr.

Mitarbeiter haben zwei Jahre lang verzichtet

Laut FAZ setzt sich die vereinbarte Lohnerhöhung für die Opel-Arbeiter um 11 Prozent setzt sich aus drei Komponenten zusammen: zum einen eine in 2011 aufgeschobene Tariferhöhung um 2,7 Prozent ab Februar, außerdem hatten die Beschäftigten 2010 und 2011 jeweils auf die Hälfte ihres Urlaubs- und Weihnachtsgeldes verzichtet. Der Verzicht summierte sich auf jährlich 175 Millionen Euro und war bis Ende 2011 befristet. Nun soll die Zahlung wieder aufgenommen werden.

Außerdem erwartet die IG Metall in der gerade beginnenden Tarifrunde ein Lohnplus von 3,5 Prozent bis 4 Prozent. Die Opel -Führung und die Gewerkschaft wollen sich den Angaben nach in den kommenden Wochen auf eine Lösung einigen. Zur nächsten Sitzung des Aufsichtsrats in drei Wochen soll eine Einigung stehen.

Automarkt erholt sich langsam

In Deutschland hatten in- und ausländische Hersteller im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen neue Autos verkauft: Die Zahl der Neuzulassungen betrug 3,17 Millionen, wie das Kraftfahrzeugbundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Das waren 257 000 Autos oder 8,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Jahr 2010 war der Absatz von Pkw in Deutschland nach dem Boom durch die Abwrackprämie noch stark zurückgegangen. Die Zahl der Neuzulassungen 2009 (rund 3,8 Millionen) wurde 2011 auch längst nicht wieder erreicht.

12 600 Hybrid-Fahrzeuge neu zugelassen

2011 kauften die Verbraucher in Deutschland rund 1,65 Millionen Benziner, knapp 1,5 Millionen Diesel-Autos, 12.600 Hybrid-Fahrzeuge und knapp 2200 Elektroautos, so das KBA. Fast zwei Drittel dieser Neufahrzeuge waren demnach deutsche Marken. Die meisten Neuwagen verkaufte laut KBA erneut Volkswagen, gefolgt von BMW, Mercedes und Opel. Bei den ausländischen Herstellern waren Renault und seine Billigmarke Dacia sowie die Volkswagen-Tochter Skoda Marktführer.

dapd/afp

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Kommentare
04.01.2012
14:52
Blockierter Kommentar.
von WernerGuenther | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.01.2012
14:51
Opel-Arbeiter sollen auf Teil der Lohnerhöhung verzichten
von WernerGuenther | #3

Kaum sind die Neujahrsraketen ausgeglüht kommen wieder Kundenabschrekende Botschaften von GM.Welcher normale Kunde kauft sich eigentlich noch einen Opel wenn man das Gefühl hat das die Arbeiter dort nicht mehr anständig entlohnt werden.
Die Opel Arbeiter haben es nicht verdient von so einen Management in die unendliche Krise gedrängt zu werden. Opel Fahrzeuge sind Fahrzeuge von höchster Qualität,die von einer Belegschaft gebaut werden die sich jeden Tag aufs neue ihren **** aufreißen damit anständige Arbeit abgeliefert werden kann.
Das die IGM zu keinerlei Gesprächen bereit sein soll finde ich richtig und gut. Die IGM würde sich auch lächerlich machen wenn sie an den vorhandenen Verträgen irgend etwas ändern lassen würde. Warum macht Opel überhaupt so hohe Verluste? Rüsselsheim ist ausgelastet und Bochum fährt in 3 Schicht Betrieb.Und das bei einer so geringen Belegschaftzahl das man garnicht glauben kann das damit die Produktion aufrecht erhalten kann. Bochum stellt dank der Hartnäckigkeit von Rainer Einenkel und sein Team sogar die Jungfacharbeiter in ein unbefristeten Verhältnis ein.
Die Lohnkosten machen in überigen nur einen kleinen Teil der gesamten Produktionskosten aus,da bringen Einsparungen die ans eingemacht der Arbeiter gehen nicht viel. Wo bleibt eigentlich das ganze Geld? Wieviel Geld zieht GM eigentlich aus Europa ab? Muss Opel Lizenzgebühren für jeden produzierten Opel an GM zahlen? Ich bin mir sicher das Opel ein gesundes Unternehmen wäre wenn das eingenommene Geld in Deutschland oder Europa bleiben würde.


04.01.2012
13:04
Habe ich das richtig verstanden?
von Eckibaer | #2

Opel rechnet die Tatsache, daß in diesem Jahr wieder das volle Weihnachts- und Urlaubsgeld gezahlt werden soll, als Lohnerhöhung? Darf ich im Gegenzug beim nächsten Opel, den ich mir kaufe, Inspektions- und Werkstattkosten der Vorgängerfahrzeuge auf den Kaufpreis anrechnen?
Wobei ich mich aufgrund der sehr schlechten Erfahrungen mit den Opel-Vertragshändlern im Ruhrgebiet nach 2 Astras von der Marke verabschiedet habe. Da ich aus dem Freundeskreis immer wieder ähnliche Klagen höre: Eine sogenannte Qualitätsoffensive bei den Händlern und Werkstätten dürfte Opel weiter bringen als der Versuch, durch offensives Kaputtsparen auch die letzen motivierten Mitarbeiter zur Kündigung zu bewegen.

1 Antwort
Opel-Arbeiter sollen auf Teil der Lohnerhöhung verzichten
von silera | #2-1

Sie verwechseln da einiges-.Opel ist eine Tochter von GM .Die Werke können garnicht entscheiden ohne das OK aus den USA: GM legt die Strategien fest.Opel bekommt aus den USA Anweisungen in Punkto sparen.

04.01.2012
11:22
Opel-Arbeiter sollen auf Teil der Lohnerhöhung verzichten
von kuba4711 | #1

Seit wann hat Lohnverzicht den Arbeitnehmern irgend etwas gebracht?

1 Antwort
Opel-Arbeiter sollen auf Teil der Lohnerhöhung verzichten
von WernerGuenther | #1-1

Kaum sind die Neujahrsraketen ausgeglüht kommen wieder Kundenabschrekende Botschaften von GM.Welcher normale Kunde kauft sich eigentlich noch einen Opel wenn man das Gefühl hat das die Arbeiter dort nicht mehr anständig entlohnt werden.
Die Opel Arbeiter haben es nicht verdient von so einen Management in die unendliche Krise gedrängt zu werden. Opel Fahrzeuge sind Fahrzeuge von höchster Qualität,die von einer Belegschaft gebaut werden die sich jeden Tag aufs neue ihren **** aufreißen damit anständige Arbeit abgeliefert werden kann.
Das die IGM zu keinerlei Gesprächen bereit sein soll finde ich richtig und gut. Die IGM würde sich auch lächerlich machen wenn sie an den vorhandenen Verträgen irgend etwas ändern lassen würde. Warum macht Opel überhaupt so hohe Verluste? Rüsselsheim ist ausgelastet und Bochum fährt in 3 Schicht Betrieb.Und das bei einer so geringen Belegschaftzahl das man garnicht glauben kann das damit die Produktion aufrecht erhalten kann. Bochum stellt dank der Hartnäckigkeit von Rainer Einenkel und sein Team sogar die Jungfacharbeiter in ein unbefristeten Verhältnis ein.
Die Lohnkosten machen in überigen nur einen kleinen Teil der gesamten Produktionskosten aus,da bringen Einsparungen die ans eingemacht der Arbeiter gehen nicht viel. Wo bleibt eigentlich das ganze Geld? Wieviel Geld zieht GM eigentlich aus Europa ab? Muss Opel Lizenzgebühren für jeden produzierten Opel an GM zahlen? Ich bin mir sicher das Opel ein gesundes Unternehmen wäre wenn das eingenommene Geld in Deutschland oder Europa bleiben würde.

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