Online-Spielehersteller Zynga steigt ins Glücksspiel ein

Der Online-Spielehersteller Zynga hat erneut rote Zahlen geschrieben und will nun mit Glücksspiel im Internet Geld verdienen.
Der Online-Spielehersteller Zynga hat erneut rote Zahlen geschrieben und will nun mit Glücksspiel im Internet Geld verdienen.
Foto: ap
Was wir bereits wissen
Zynga, Der Erfinder von "FarmVille" und Co., möchte ins Online-Glücksspiel einsteigen. So soll künftig in Großbritannien kostenpflichtiges Online-Poker und Glücksspiele angeboten werden. Grund für den Strategiewechsel sind rote Zahlen. Die Glücksspiele sollen schon im nächsten Jahr starten.

New York. Der Online-Spielehersteller Zynga hat erneut rote Zahlen geschrieben und will nun mit Glücksspiel im Internet Geld verdienen. Der Erfinder von "FarmVille", "CityVille" und "Words With Friends" verzeichnete im dritten Quartal einen Verlust von 52,7 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie. Der Verlust ging hauptsächlich auf die Übernahme des Spieleherstellers IMGPop zurück, die im März 183 Millionen Dollar gekostet hatte.

Zynga steigerte seinen Umsatz in der Zeit zwischen Juli und September um drei Prozent auf 316,6 Millionen Dollar. Das war etwas mehr als von den Analysten erwartet. Das Unternehmen kündigte an, künftig in Großbritannien Online-Poker und andere Glücksspiele anzubieten, bei denen echtes Geld eingesetzt wird.

Knapp fünf Prozent der Zynga-Mitarbeiter sollen entlassen werden

Die Glücksspiele sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres starten. Die Investoren schien das zu überzeugen: Die Zynga-Aktien verzeichneten im nachbörslichen Handel am Mittwoch einen Zuwachs von fast 14 Prozent auf 2,42 Dollar.

Facebook-Spiele Einen Tag zuvor hatte Zynga zum ersten Mal in seiner jungen Unternehmensgeschichte einen Stellenabbau angekündigt. Knapp fünf Prozent der rund 3.200 Mitarbeiter würden entlassen, teilte das im kalifornischen San Francisco ansässige Unternehmen am Dienstag mit.

Erst Anfang Oktober hatte Zynga angesichts einer schwachen Nachfrage nach einigen Spielen ein verlustreiches drittes Quartal angekündigt. (dapd)