Online-Handel und Helene Fischer beflügeln Douglas

Mit ihrem Namen verkauft sich offenbar auch Parfum hervorragend: Schlagersängerin Helene Fischer.
Mit ihrem Namen verkauft sich offenbar auch Parfum hervorragend: Schlagersängerin Helene Fischer.
Foto: Volker Hartmann/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Parfümerie- und Buchhandelskette macht inzwischen ein Zehntel ihres Umsatzes im Internet. Die Zusammenarbeit mit der Sängerin Helene Fischer ist für den Firmenchef "eine glückliche Fügung". Das nur bei Douglas verkauftes Parfum fliege "geradezu aus den Regalen".

Düsseldorf.. Das florierende Online-Geschäft und die Zusammenarbeit mit der Sängerin Helene Fischer beflügeln vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft die Parfümerie- und Buchhandelskette Douglas. Firmenchef Henning Kreke sagte am Donnerstag: "Wir wollen weiter wachsen." Bücher, Kosmetika und Parfüm stünden weiter ganz oben auf den Wunschzetteln. Deshalb rechne der Konzern in den nächsten Wochen mit guten Geschäften.

Immer wichtiger wird für Douglas dabei der Online-Handel. Die Umsätze im Bereich E-Commerce seien im vergangenen Geschäftsjahr stark gestiegen und machten inzwischen rund ein Zehntel des gesamten Geschäfts der Gruppe aus, sagte Kreke. Die Parfümeriekette Douglas sei in der Branche führend bei der nahtlosen Verzahnung der Online-Angebote mit dem stationären Handel. Im Buchgeschäft sei die von der Tochter Thalia mitgetragene Tolino-Allianz Marktführer bei eBooks noch vor dem US-Riesen Amazon.

Douglas Helene Fischer Parfum ist ein Verkaufsschlager

Als "glückliche Fügung" bezeichnete Kreke die Zusammenarbeit der Parfümeriekette mit der Sängerin Helene Fischer. Deren nur bei Douglas verkauftes Eau de Parfum "fliegt geradezu aus den Regalen", meinte der Manager. Ähnliche Kooperationen mit bekannten Stars wolle das Unternehmen auch international lancieren.

Die Handelsgruppe befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau, nachdem die Gründerfamilie Kreke und der Finanzinvestor Advent das Unternehmen im vergangenen Jahr von der Börse nahmen. Die Süßwarensparte Hussel und der Schmuckhändler Christ wurden an Finanzinvestoren verkauft. Auch die Trennung von der gerade sanierten Buchsparte Thalia und der Modekette AppelrathCüpper könnte Medienberichten zufolge nur eine Frage der Zeit sein. Kreke selbst sagte auf Fragen nur, das Unternehmen verfolge weiterhin eine "aktive Portfoliopolitik".

Spekulationen über neuen Gang an die Börse

Nicht äußern wollte sich der Unternehmer zu Spekulationen, Douglas könne nach dem Umbau schon im nächsten Jahr an die Börse zurückkehren. Kreke sagte lediglich, Advent sei "ein Partner auf Zeit". Wann und in welcher Form er aus dem Unternehmen ausscheide, stehe aber noch in den Sternen. Ein Börsengang sei dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Kreke ließ keinen Zweifel daran, dass die Familie Kreke an ihrer Douglas-Beteiligung auch bei einem Ausscheiden von Advent festhalten will.

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 steigerte die Gruppe ihren Nettoumsatz nach vorläufigen, währungsbereinigten Zahlen um rund zwei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Dabei sei die kürzlich erworbene französische Parfümeriekette Nocibé mit weiteren 500 Millionen Euro Umsatz noch nicht berücksichtigt, sagte Kreke. Auch die Ertragslage habe sich "gut entwickelt". Zahlen nannte er aber nicht. (dpa)