Ohne Warten direkt in die Lehre

Düsseldorf..  NRW baut das Übergangssystem Schule-Beruf kräftig aus. Im kommenden Schuljahr werden bereits 145 000 Schüler des Jahrgangs 8 „Schnupperkurse“ an mindestens drei Tagen in verschiedenen Unternehmen absolvieren und ihre Stärken und Schwächen in Potenzialanalysen testen. So sollen aus Sicht des NRW-Staatssekretärs Wilhelm Schäffer (SPD) später unnötige Warteschleifen nach dem Schulabschluss vermieden werden.

Bund gibt 60 Millionen Euro bis 2018

Bis 2018 unterstützt der Bund das flächendeckende Angebot in NRW mit insgesamt 60 Millionen Euro. Aus dem NRW-Arbeitsministerium fließen in diesem Jahr 20 Millionen und zehn Millionen Euro aus dem Schuletat in das System „Schule-Beruf“. In der Endstufe 2018/19 werden dann über eine halbe Million Schüler in NRW dieses System nutzen.

Während die Berufsorientierung für Schüler bislang oft vom Zufall und dem Engagement des Lehrers abhing, gibt es mittlerweile in NRW ein strukturiertes Angebot. Die systematische Berufsorientierung ist laut Schäffers ein „wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung“. Ziel sei es, dass jeder Jugendliche einen Anschluss an den Abschluss erhält. „Der Bildungsweg soll ohne Warteschleifen in eine Ausbildung münden“, sagte Schäffer. Für das kommende Schuljahr hat der Bund 11,2 Millionen Euro bewilligt.

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