Das aktuelle Wetter NRW 24°C
Wirtschaft

Ohne Cromme geht es (noch) nicht

17.01.2013 | 17:29 Uhr
Autor
Meldungen
Empfehlen
Kommentare

Heute also ist der Tag der Abrechnung. Die Eigentümer des Konzerns Thyssen-Krupp haben das Wort. Und sie werden nach den Erschütterungen im Dezember davon reichlich Gebrauch machen. Drei Vorstände weg, fünf Milliarden Euro Verlust, Dutzende Manager rausgeworfen wegen unsauberer Geschäfte – es gibt nichtigere Anlässe, auf den Putz zu hauen. Es gibt auch geringere Anlässe, bei denen die Frage nach der Gesamtverantwortung gestellt wurde: Muss der Vorsitzende des Aufsichtsrates Gerhard Cromme angesichts dieses Schreckens die politische Verantwortung übernehmen, selbst wenn er vom Vorstand falsch informiert wurde? Oder: Ist ein mehr als zehn Jahre amtierender Aufsichtsratschef nicht zwangsläufig Teil einer Unternehmenskultur aus „Seilschaften und blinder Loyalität“ (Konzern-Chef Hiesinger)?

Es gibt gute Gründe, die Frage mit Ja zu beantworten. Eben wegen der Größe des Desasters, des Bedürfnisses nach einem reinigenden Neustart, nach Übernahme der Gesamtverantwortung. Es gibt aber auch den guten Grund, die späte, aber immerhin begonnene Erneuerung nicht durch ein Führungsvakuum an der Spitze zu gefährden. Thyssen-Krupp muss die schwerste Krise seiner Geschichte bewältigen. Darum geht es in erster Linie.

Thomas Wels

Facebook
Kommentare
Umfrage
Mit dem Streit um den Taksim-Platz in Istanbul haben sich Proteste in der ganzen Türkei entzündet. Würden Sie derzeit in die Türkei reisen?
 
Fotos und Videos
Jungfernflug des A350
Bildgalerie
Luftfahrt
Das neue BMW 4er Coupé
Bildgalerie
Auto
3D-Druck hilft LMD
Bildgalerie
Technik
Die Spiele-Neuheiten der E3
Bildgalerie
Messe
Aus dem Ressort
Windpark Nordsee Ost – Wo die Energiewende stockt
Strom
Nordsee Ost heißt der Windpark von RWE Innogy, der ab kommenden Jahr Strom ins deutsche Netz einspeisen soll. Probleme beim Netzausbau und politisches Gerangel um die Einspeisevergütung haben den Start des Projekts zerzögert. Ein Besuch vor Ort.
EU-Parlament will CO2-Zertifikate verknappen
Treibhausgas
Eine neue Initiative des EU-Parlaments für knapper und damit teurer werdende Verschmutzungsrechte soll zum Klimaschutz beitragen. Auch China steigt in den Emissionshandel ein. Bis 2014 soll der Handel dann auf sieben Regionen in der Volksrepublik ausgedehnt werden.