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Nur Steuereffekte retten die Bilanz der Postbank

18.02.2010 | 12:44 Uhr
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Nur Steuereffekte retten die Bilanz der Postbank

Bonn. Die Postbank hat die Krise noch nicht abgeschüttelt. Das zu einem Viertel der Deutschen Bank gehörende Institut schrieb 2009 einen Vorsteuerverlust von 398 Millionen Euro. Lediglich aufgrund von Steuereffekten kam unter dem Strich ein Nettogewinn von 76 Millionen Euro zustande.

Im Jahr 2008 hatte das Nettoergebnis ein Minus von 886 Millionen Euro ausgewiesen, bei einem Vorsteuerverlut von 1,1 Milliarden Euro. Erneut musste die Postbank nach ihren Angaben den Wert von strukturierten Kreditpapieren, sogenannten CDOs, nach unten korrigieren. Das führe zu einer Einmalbelastung im vierten Quartal von 157 Millionen Euro, erklärte die Bank. Zum anderen habe die Postbank ihre Risikopositionen in ihrem gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäft vor allem in den USA und in Großbritannien neu bewertet.

Risikovorsorge deutlich gestiegen

Insgesamt ergab sich im vierten Quartal ein Vorsteuerverlust von 269 Millionen Euro, nach minus 956 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Auch nach Steuern blieb ein Minus von 126 Millionen Euro nach minus 775 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.Die Risikovorsorge stieg im vierten Quartal auf 310 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr lag sie mit 681 Millionen Euro fast 37 Prozent über dem Vorjahreswert von 498 Millionen Euro.Für die folgenden Quartale erwartet das Institut einen rückläufigen Risikovorsorgebedarf. Das Kundengeschäft der Bank und die operativen Ergebniskomponenten, vor allem der Zinsüberschuss, hätten sich im vierten Quartal 2009 gegenüber den Vorquartalen erneut positiv entwickelt. Die Postbank will die ausführliche Bilanz für 2009 am 25. Februar vorstellen. (apn)

DerWesten

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