Nürnberger Bratwürstchen nicht aus USA

Berlin..  Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat klargestellt, dass regionale Spezialitäten trotz des geplanten Freihandelsabkommens mit den USA weiter geschützt werden sollen. „Mit ihm wird es keine Nürnberger Rostbratwurst made in Kentucky geben“, betonte sein Sprecher. „Er steht ganz klar dazu, dass die geschützten Herkunftsbezeichnungen bleiben.“ Allerdings gebe es in den Verhandlungen mit den USA gewisse Irritationen über die Vielzahl an Siegeln und geschützten Spezialitäten in der EU.

Zuvor hatte Schmidt gesagt, im Zuge des geplanten Freihandelsabkommens zwischen EU und USA (TTIP) könne man nicht mehr alle Wurst- und Käsesorten schützen – und einen Proteststurm ausgelöst. Jetzt heißt es: Angesichts von 1000 Siegeln und Regionalprodukten könne nicht alles geschützt werden.

Schon heute kommen viele Grundstoffe gar nicht aus der namensgebenden Region. Umso wichtiger scheinen künftig klare Regeln für Herkunftsbezeichnungen. „Mindestens 90 Prozent des für Schwarzwälder Schinken verwendeten Schweinefleischs kommt nicht aus dem Schwarzwald, und darf trotzdem als regionales Produkt vermarktet werden“, sagt Thilo Bode, Chef der Organisation Foodwatch.