NRW verfehlt Exportrekord knapp

Dortmund..  Auch die NRW-Exportwirtschaft befindet sich weiter auf einem – im Vergleich zur Bundesentwicklung allerdings leicht abgeschwächten – Höhenflug.

Zwar liegt der Außenwirtschaftsreport der Industrie- und Handelskammern des Landes erst in einigen Wochen vor. Eine Tendenz zeichnet sich aber schon ab, wie die für den Außenhandel federführende IHK Dortmund auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilte. So rechnen die NRW-Exportunternehmen mit einer Steigerung ihrer Außenumsätze um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach 179 Milliarden Euro Warenwert in 2013 dürften die NRW-Exporte wie 2012 also erneut die 180-Milliarden-Euro-Marke knacken.

Etwas verhaltener beurteilt der Außenhandelsverband NRW in Düsseldorf die Exportkraft und erwartet einen Zuwachs von einem Prozent. NRW verliere als Exportbundesland Nummer eins gegenüber Baden-Württemberg und Bayern seit Jahren an Boden. Der Anteil am Exportmarkt sei seit 2009 kontinuierlich von 17,1 Prozent auf 16 Prozent gesunken.

Auch in NRW gibt es übrigens keinen Exportüberschuss: Die Einfuhren übersteigen stets den Wert der ausgeführten Waren leicht. Ursache ist die stark auf Rohstoffe aus dem Ausland angewiesen Chemie- und Stahlindustrie.