Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Opel

NRW und GM arbeiten an Plan B für Bochumer Opel-Werk

30.10.2012 | 12:52 Uhr
Es geht um die Zukunft von Opel in Bochum: Jetzt wollen das Land NRW und GM gemeinsam zupacken.Foto: Ingo Otto

Bochum/Düsseldorf.   Die NRW-Landesregierung gründet mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors eine Arbeitsgruppe „Bochum Perspektive 2022“. Es geht um Themen wie „Flächenentwicklung, innovative Technologien und die Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze“.

Die NRW-Landesregierung arbeitet an einem Plan B für das Bochumer Opel-Werk . „Wir wollen das Signal geben, dass es eine Perspektive gibt“, sagte Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) am Dienstag in Düsseldorf. Gemeinsam mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) werde man eine Arbeitsgruppe „Bochum Perspektive 2022“ gründen, um die Flächenentwicklung, innovative Technologien und die Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze voranzutreiben.

„Ich will nicht abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist“, sagte Duin. Ziel sei es, Unternehmen aus der Auto- und Mobilitätsbranche für Bochum zu gewinnen. Ausdrücklich erwähnte Duin Zulieferer der Elektromobilität, die man auf dem Opel-Werksgelände ansiedeln könne.

"Bochum Perspektive 2022" soll Erhalt des Werks sichern

Der Start von „Bochum Perspektive 2022“ geschehe unabhängig von den weiteren Verhandlungen zwischen Opel und den Beschäftigten über einen Erhalt des Werks über das Jahr 2016 hinaus .

Opel-Chef tritt zurück

Der Autokonzern teilte mit, dass die Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat über die Zukunft des Bochumer Standorts wie angekündigt weitergehen sollen. Das Ergebnis dieser Verhandlungen wird von der verabredeten Arbeitsgruppe „nicht vorweg genommen“.

GM wolle „auch finanzielle Ressourcen“ einbringen

Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky, ein einflussreicher GM-Manager, erklärte: „Es ist gut, dass wir unsere Energien bündeln, um kreative Ideen für die Zukunft von Bochum und dem Land Nordrhein-Westfalen zu entwickeln.“ Der Arbeitskreis habe „einen breiten Ansatz“ und bringe „alle Interessengruppen an einen Tisch, die mitmachen wollen, um eine positive Perspektive für unsere Beschäftigten und für alle Bürger von Bochum und Nordrhein-Westfalen aufzuzeigen“. GM wolle „auch finanzielle Ressourcen“ einbringen.

"Lasst Opel nicht sterben"

„Bochum Perspektive 2022” werde sich aus Vertretern der Adam Opel AG, politischen Repräsentanten der Stadt und der Region zusammensetzen, erklärte der Autobauer. Dazu kommen „führende regionale Kräfte“ von Gewerkschaften, Industrie, Hochschulen und Finanzwirtschaft.

Offen sei noch die genaue Zusammensetzung der Arbeitsgruppe und die Finanzierung, die zum Großteil von GM gestellt werde, erklärte Duin. Der Bochumer SPD-Wirtschaftspolitiker Thomas Eiskirch begrüßte die Initiative: „Es ist wichtig, dass sich GM und Opel erstmals in die Verantwortung für den Werksstandort nehmen lassen.“

Tobias Blasius und Ulf Meinke

Kommentare
30.10.2012
13:24
NRW und GM arbeiten an Plan B für Bochumer Opel-Werk
von KeinKommentar | #1

„Bochum Perspektive 2022“ - irgendwie klingt das so ähnlich wie "Agenda 2010".
Und was dabei raus gekommen ist, das wissen wir ja alle...
Schöne Grüße...
Weiterlesen

1 Antwort
NRW und GM arbeiten an Plan B für Bochumer Opel-Werk
von novarom | #1-1

Wohlstand und Aufschwung?

Funktionen
Aus dem Ressort
Amazon versteuert Milliarden-Gewinne jetzt in Deutschland
Amazon
Jahrelang stand Amazon wegen seiner Versteuerungspraxis in der Kritik – jetzt lenkt der Onlinehändler offenbar ein: Er zahlt Steuern in Deutschland.
Thyssen-Krupp baut Technikum für Zukunftstechnologien
Stahlindustrie
Im Mittelpunkt des neuen "Technikums" steht die Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff. Investiert wird ein höherer zweistelliger Millionenbetrag.
Weg vom Autobahnkreuz - Ikea rückt näher an die Innenstädte
Ikea
Schluss mit Köttbullar und und dem Möbelhaus an der Autobahn. Mit Innenstadtnähe und veganen Gemüsebällchen will Ikea eine neue Kundschaft anlocken.
Investitionsstau - Nahverkehr im Revier droht der Kollaps
ÖPNV
Busse, Straßenbahnen, Haltestellen – die ÖPNV-Betriebe der Revierstädte müssten eigentlich Millionensummen investieren, doch es fehlt das Geld.
MAN Diesel & Turbo bekennt sich zum Standort Oberhausen
Interview
Uwe Lauber, Chef von MAN Diesel & Turbo, bekennt sich zum Oberhausener Werk und spricht über Chancen durch die derzeitige Energiewende – in China.
article
7244329
NRW und GM arbeiten an Plan B für Bochumer Opel-Werk
NRW und GM arbeiten an Plan B für Bochumer Opel-Werk
$description$
http://www.derwesten.de/wirtschaft/nrw-und-gm-arbeiten-an-plan-b-fuer-bochumer-opel-werk-id7244329.html
2012-10-30 12:52
Wirtschaft