NRW pocht auf Opel-Hilfe vom Bund
16.11.2009 | 12:14 Uhr 2009-11-16T12:14:00+0100Düsseldorf. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die Opel-Bundesländer gegen sich aufgebracht. Sein Nein zu staatlichen Hilfen für Opel aus Bundesmitteln stößt dort auf massive Kritik. NRW-Ministerpräsident Rüttgers forderte ein gemeinsames Vorgehen.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ist wegen seiner ablehnenden Haltung von Staatshilfen in die Kritik der Bundesländer geraten. «Wir - der Bund und die vier betroffenen Länder - haben eine klare Absprache, auf der bestehe ich», sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck der «Süddeutschen Zeitung».
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sagte der Zeitung, die Opel-Mutter General Motors (GM) müsse nun «klar sagen, wie sie Opel retten will». Sobald ein Konzept vorliege, würden «Bund und Länder - wie bisher - gemeinsam antworten».
Brüderle hatte zuvor erklärt, GM könne staatliche Hilfen zur Opel-Sanierung höchstens von den vier Bundesländern mit Opel-Standorten erwarten. Dies sind Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Vom Bund, so der FDP-Minister, werde es keine Unterstützung geben. Laut Beck sei es «nicht akzeptabel, wenn die Bundesregierung aus Absprachen ausschert, die wir erst vor zehn Tagen getroffen haben». (ap)

15:58
Naja, deutsche GmbHs sind es schon - nur eben mit GM-Mutter und bei Daimler gibt es auch große Aktienpakete in ausländischer Hand, wie bei vielen anderen Firmen. Was letztlich helfen würde, wären eben Volksaktien, wie unter 12 schon angesprochen.
11:30
keinen cent mehr für opel,die extrem hohen löhne haben schon jahre auch der steuerzahler erbracht,alles für ein nichtdeutsches unternehmen.
14:18
Soweit ich mich erinnere, wurden dafür auch Mittel zur Verfügung gestellt - nur welcher kleine Laden weiß davon und kann die schon abrufen...?!
12:56
Hier wird immer nur von Wettbewerbsnachteilen der Konkurrenz VW - Audi - BMW - Ford - u.v.m. geredet. Ist denn eigentlich OPEL mehr Wert als Karstatt -Quelle - AEG - Märklin u.v.m.
Wenn der Staat einen rettet, dann m u ß er auch andere innsolvente Unternehmen retten, bis hin zum Kleinunternehmen.
Und wo soll das dann enden?
07:48
Ein Hoch auf Brüderle!
Herr Brüderle ist Dipl.- Volkswirt und somit schon von Haus aus als Wirtschaftsminister hoch qualifiziert. Ein Segen!
Ich verstehe nicht, wie dumm hingegen gewisse Ministerpräsidenten sein können.
Sind Ministerpräsidenten in etwa wie der Nachbar, bei dem wir dreist anfragen, ob wir ein paar Hunderttausender haben können, um dieses Geld anzulegen und dafür die Rendite zu kassieren (frei nach dem Motto, irgendwann kriegt ja der Nachbar die Hunderttausender wieder zurück, dafür kassieren wir die Zinsen ohne Kapitaleinsatz?)
Was denken Sie denn lieber Koch aus Hessen, wie der Nachbar wohl reagieren würde?
Ein Hinweis des Nachbarn auf die Klappsmühle wäre noch eher diplomatisch, ja gesagt eine schwere Untertreibung. Kümmert Euch um das, was Eure Aufgabe ist: um Bildung in Euren Ländern. Hessen gerät sonst bildungspolitisch zum Schlusslicht.
Der Haupt- Shareholder von GM ist der amerikanische Steuerzahler. Punkt.
Wenn der amerikanische Steuerzahler ein Wertschöpfungsziel verfolgt, muss er das Kapital dafür einsetzen. Punkt.
Wenn also der amerikanische Steuerzahler der Auffassung ist, dass Opel unter unternehmensstrategischen Gesichtspunkten für GM wichtig ist, verfolgt der amerikanische Steuerzahler ein Wertschöpfungsziel, für das er den entsprechenden Kapitaleinsatz leisten muss. Ebenso Punkt.
Natürlich ist der Herr Brüderle nicht einfach der Nachbar und muss sich als Wirtschaftminister den Hinweis auf die Klappsmühle in Richtung GM verkneifen.
Herr Brüderle hat gekonnt die Steilvorlage des eigentlichen GM- Chefs Whitacre (dieser sagte ja, GM könne alles alleine stemmen, wenn die Merkel nicht geben wolle...) genutzt und beginnt nun den Sack zuzumachen.
Weiter so Herr Brüderle. Ein gutes Comingout.
04:10
Es Brüderle soll ruhig gegen die Vereinigten Arbeiterführer es Männle machen. Schließlich hat GM Mist gebaut und muss das jetzt selbst auslöffeln.
19:55
Ich kann diesen Opel-Mist nicht mehr hören und lesen.
Sollen die Opelaner mal wie jeder andere arbeiten und mit Normallohn nach Hause gehen, Dann bedarf es auch keiner Staatshilfen.
Diese Dauerstreiker mit der IG-Metall im Rücken, sollen endlich mal lernen, was es heißt ohne fremde Hilfe auszukommen.
Geht in Insolvenz und fertig. Aber hoffentlich bald.
14:46
Natürlich brauchen wir die Opel-Arbeitsplätze, aber doch nicht mit Kohle für GM!
Insolvenz wäre gut, wenn man es vorbereitet:
Für die geplanten Opel-Unterstützungen könnte man komplett neue Werke bauen! Und wenn GM nicht will, dann gibt es sicher Lizenzen aus China oder Korea...! Wichtig sind letztlich die Standorte und die Arbeitsplätze! Am besten wären, neue Werke über Volksaktien in Streubesitz finanziert, also in Mitarbeiterhand, dazu Zulieferer, Händler, Kunden und normale Bürger (ohne jeden Großaktionär!).
13:28
NRW Wahl hin und her, Rainer Brüderle lass dich nicht von Rüttgers unter Druck setzten. Keinen Cent für GM/OPEL eine Subvention schadet Audi, VW, BMW und Mercedes.
12:08
Ich habe eigentlich recht gute Erfahrungen mit der Qualität von Opel gemacht. Im Vergleich mit Mercedes liefert Opel nach meiner Erfahrung die bessere Qualität. Das Kulanzverhalten ist genauso mies wie bei Mercedes, jedoch wird man bei Opel für den halben Preis (gegenüber Mercedes) veräppelt.
Gibt es denn keine legale Möglichkeit, Opels Insolvenz abzuwickeln und einen Tag später Opel Deutschland zu eröffnen. Patente hin - Patente her, das Know How ist doch in Deutschland. Oder dürfte man das Know How bei Opel Deutschland nicht verwerten? Wäre ne Frage an Juristen.