NRW-Minister Schneider will im Ausland gezielt Fachkräfte anwerben
24.07.2012 | 12:50 Uhr 2012-07-24T12:50:14+0200
Düsseldorf. Angesichts des Bevölkerungsschwundes in NRW will Integrationsminister Guntram Schneider gezielt im Ausland um Fachkräfte buhlen. „Wir brauchen eine Willkommenskultur, damit mehr Hochqualifizierte ins Land kommen“, sagte Schneider. Die Einwohnerzahl in Nordrhein-Westfalen sinkt kontinuierlich.
NRW verstärkt die Werbung um Zuwanderer. Zwar deuten steigende Zuzüge in den letzten Jahren auf die höhere Attraktivität des Landes. Doch sank die Bevölkerungszahl 2011 aufgrund der sinkenden Geburtenrate um 3204 Personen. Grund für Integrationsminister Guntram Schneider (SPD), im In- und Ausland die Werbetrommel zu rühren. „Wir brauchen eine Willkommenskultur, damit mehr Hochqualifizierte ins Land kommen“, sagte Schneider der WAZ Mediengruppe.
Das bevölkerungsreichste Bundesland schrumpft weiter – wenn auch langsamer. Im vergangenen Jahr sind 42.643 mehr Menschen nach NRW gezogen als abgewandert. Mit 333.727 Zuwanderern kamen so viele Migranten wie seit 17 Jahren nicht mehr. Auf der anderen Seite zogen 291.084 Personen aus NRW fort. Ende 2011 hatte das Land knapp 17, 85 Millionen Einwohner. Der positiven Wanderungsbilanz stand der negative Saldo bei Geburten und Sterbefällen gegenüber. 2011 wurden 143.097 Kinder geboren – aber es starben 188.944 Menschen.
Minister Schneider sieht Bevölkerungsentwicklung mit Sorge
Trotz der gestiegenen Zuzüge blickt Minister Schneider deshalb mit Sorge auf die Bevölkerungsentwicklung. Nach Berechnungen des Landesamtes für Statistik sinkt die Einwohnerzahl in NRW in den nächsten 40 Jahren auf 15,7 Millionen. Während Köln (+10%), Düsseldorf (+5,9%), Bonn (+11%) und Münster (+17%) auch langfristig „zulegen“ werden, verlieren die Städte im Ruhrgebiet. So schrumpft Hagen schon in den nächsten 20 Jahren um 15 Prozent der Einwohner.
Integrationsminister Schneider beklagt, dass viele gut ausgebildete Türken in ihre alte Heimat abwandern. „Eine Facharzt-Ausbildung kostet 300.000 Euro. Wenn der Arzt geht, haben wir mit Zitronen gehandelt.“ Nur wenn Zuwanderer spürten, dass sie angenommen werden, könnten sie zum Bleiben in NRW bewegt werden.
Rathäuser sollen zu „Willkommenszentren“ für Migranten werden
Schneider setzt zudem auf eine gezielte Ansprache von Hochqualifizierten im Ausland. „Hier müssen Bund und Land angesichts der demografischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels intensiv tätig werden.“ In einem Papier „Starkes Deutschland – gute Heimat“ drängt auch die Wirtschaftskommission der Bundes-CDU auf die direkte Anwerbung im Ausland. Auch sollen Rathäuser künftig zu „Willkommenszentren“ werden.
Mit der Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse will Schneider Anreize für Migranten schaffen, in NRW zu leben. Nach der Sommerpause wird der Minister einen Gesetzentwurf im Landtag einbringen, der die Anerkennung für 165 Berufe regelt. Nach Schätzungen des Ministeriums verfügen bis zu 80.000 Zuwanderer über Abschlüsse, die nicht anerkannt werden.
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12:45
Kenne genug hochqualifizierte Arbeitslose, die höchstens Lachtarife vom Personalverleih angeboten bekommen, mit denen man kaum eine Familie ernähren kann.
Solche Leute wie Herrn Schneider sind überflüssig, hoffentlich wird er mal ersetzt.
12:43
Ja da sollen wohl günstigere Leute angelockt werden...
Ich kenne einige hochqualifizierte Leute, die seit Jahren auf Jobsuche sind
und wenn sie Angebote erhalten, dann nur zum Lachtarif von Personalverleihfirmen.
Warum kommt man nicht mal auf die Idee, mehr Qualifizierungsangebote und Studiengänge neben dem Job anzubieten?
07:37
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07:13
...sollten Sie mal Ihre Auswahlkriterien überdenken.
22:55
Kein Wunder, wenn deutsche Abiturienten noch nicht einmal die deutsche Rechtschreibung beherrschen. ;o)
22:22
Spinnt der Herr Minister?
Wir haben genug Arbeitnehmer, die durch Weiterbildung qualifizierter werden können und wir haben genug Arbeitslose, die Ausbildungen und Studium hinter sich haben und nur auf einen Arbeitsplatz warten... also erst mal alle Möglichkeiten in Deutschland nutzen
Dann sollte man das Bildungssystem mal wieder in Ordnung bringen, wer die Schule mit Abschluss verlässt, sollte lesen und schreiben können. Man hört ja ständig, wie sich Unis und Arbeitgeber über Schulabgänger beschweren...
... und das Wichtigste - macht endlich eine gescheite Familienpolitik, dass die Deutschen selber wieder Kinder kriegen - von mir aus auch eine "Wurfprämie"
Fachkräfte aus anderen Ländern abwerben ist finsterster Kolonialismus!!!!
22:03
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21:56
zu # 18
Sie fragen, "was ist nun der Unterschied zwischen dem abgelehnten Vorschlag (Schavan CDU) und...dem heute(Schneider. SPD) ."
Ich vermute,Sie sind kein Leser der WAZ/Westen,sonst wüßten Sie es; Sie brauchen nur auf die Parteizugehörigkeit zu schauen:CDU = schlecht/falsch ; SPD = gut/richtig.
So schlicht und einfach wird dem geneigten Leser die Welt erklärt.
17:18
Ich suche schon fünf Jahre. Gute und innovative Maschinenbauer sind in NRW nur schwer zu finden.
17:05
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