NRW-Minister plant Hochschul-Bergwerk
23.11.2010 | 18:23 Uhr 2010-11-23T18:23:00+0100
Düsseldorf.NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger hat einen ungewöhnlichen Plan: Er lotet die Chancen für den Betrieb eines Bergwerks in Kooperation mit einer Hochschule aus.
NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) lässt eine ungewöhnliche Idee prüfen. Eine Fachabteilung seines Ministeriums lotet Möglichkeiten aus, künftig eine Zeche als „Referenzbergwerk“ in Kooperation mit einer Hochschule zu betreiben. Ein solcher „wissenschaftlicher Bergbau“ wird nach Informationen dieser Zeitung im Ministerium als denkbares „Modell für die Zeit nach 2018“ gehandelt. Derzeit gilt der Ausstieg aus dem subventionierten Bergbau im Jahr 2018 als wahrscheinlich.
Die „Referenzzeche“ soll insbesondere der deutschen Bergbaumaschinen-Industrie dienen, die momentan mit rund 15 000 Beschäftigten knapp vier Milliarden Euro Umsatz pro Jahr macht. Zum Vergleich: In den deutschen Zechen arbeiten noch rund 25 000 Bergleute.
„Nicht auf Subventionen angewiesen“
„Ein Referenzbergwerk, das nicht für den Wettbewerb produziert beziehungsweise nicht auf Subventionen angewiesen ist, würde es der Bergbau-Zulieferindustrie erleichtern, ihre Produkte weltweit anzubieten“, sagte Ministeriumssprecher Stefan Grönebaum. Mit ihren Technologien sei die Branche weltweit führend. Voigtsberger lasse gerade im Ministerium prüfen, „welche Möglichkeiten es gibt, für einen solchen Bergbau nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen“.
Vier deutsche Hochschulen gelten im Bergbaubereich als besonders qualifiziert: die Technische Fachhochschule Georg Agricola in Bochum, die RWTH Aachen, die TU Clausthal (Niedersachsen) sowie die TU Bergakademie Freiberg (Sachsen).
Maschinenbauer loben Vorstoß
Die Zulieferbranche unterstützt den Vorstoß des Ministers. „Würde der Vorschlag umgesetzt, wäre dies ein wichtiger Beitrag, die Innovationsführerschaft deutscher Bergbau-Technologie über 2018 hinaus zu sichern“, sagte Klaus Stöckmann vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).
Die Finanzierung ist allerdings noch völlig offen. Deutschland unterstützte den Steinkohlenbergbau zuletzt mit rund zwei Milliarden Euro jährlich. Angesichts der hohen Betriebskosten hatte es die Zulieferindustrie in der Vergangenheit abgelehnt, sich an der Kohleförderung zu beteiligen.

19:40
Und, warum brauchen wir z.b. teuer subventionierte Bauern in D???
Es gibt doch alles billger im Ausland.
Und nun kommen Sie mir nicht mit dem Argument der VERSORGUNGSSICHERHEIT...
19:38
Allen Bergbaugegner sei gesagt:
Als es dem Bergbau in D noch gut ging, da haben alle vom Bergbau sehr gut gelebt. Als es dem Bergbau schlecht ging, hieß
es: Der Mohr hat seine seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.
Alle, die hier gegen den Bergbau schreiben sei gesagt:
Ohne Bergbau würden Sie heute noch hinter dem Pferd mit Plug auf dem Acker hinterherlaufen.
Und, wenn 2018 in D mit dem Bergbau Feierabend ist, kommen dann die Chinesen spätesdens 2020, kaufen alles auf, und beschäftigen dann Deutsche mit 3-4 Euronen die Stunde...
14:43
Empfehle die Zusammenarbeit mit der FH Gelsenkirchen. Die könnten den ehemaligen Rektor zurückholen, der sicher gute Ideen hat, wie man so etwas finanziell hinbekommt...
10:50
„wissenschaftlicher Bergbau“ ohne Subventionen ..
Muahh, lange nicht mehr solchen Schwachsinn gehört. Bergbau aus dem Bildungsetat finanziert
Ach ja, iss ja Karneval, da werden in Düsseldorf regelmäßig dumme Sprüche gemacht !!!
09:59
Ich finde den Vorschlag auch gut. Noch besser würde er mir gefallen, wenn die Kosten durch die beabsichtigte Vermarktung der neuen bzw. weiterentwickelten Bergbautechniken halbwegs abgedeckt werden würden. Daran wird sich entscheiden, ob hier eine bloße Subventionierung oder tatsächlich ein vernünftiger wirtschaftspolitischer Vorschlag vorliegt. Es kann ja nicht sein, dass der deutsche Steuerzahler Bergbautechniken fördert, die dann von den Chinesen kostenfrei kopiert und zum Geldverdienen eingesetzt werden.
09:57
Als nächstes kommt die Hochschul-Zeppellin-Fabrik...
09:39
Irgendwann geht auch den Chinesen etc. die billig zu fördernde Kohle aus, dann wird es plötzlich wieder interessant HIER tief zu fördern einfach weil es sich lohnt. ABER dann braucht man auch die nötige Technologie!
Guckt euch doch nur das Thema seltener Erden an. Die Chinesen waren billiger und produzieren heute 98% der Gesamtmenge. Jetzt drosseln die den Export und wir verfallen in Panik weil wir einfach nicht mehr das Know How haben um selber seltene Erden zu fördern (ok, hier ist wir Primär der rest der Welt, USA, Russland...)
09:24
Da sind wieder die ewig gestrigen. So kann man Gelder umwidmen, die für die Bildung ausgegeben werden sollten. Wenn das nicht Klientelpolitik zulasten der zukünftigen Generationen ist.
09:17
15k plus 25k = 40.000 Arbeitsplätze
plus Ehepartner etc. 80.000
plus Eltern/Schwiegereltern, Freunde 160.000
plus bergmännische RentnerInnen macht das mindestens 250.000 Stimmen, die man auf diese Art und Weise für die Neuwahlen im nächsten Jahr mobilisieren kann. So siehts aus!
09:01
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