NRW-Bank prüft Klage gegen Wien

Düsseldorf..  Die landeseigene NRW-Bank prüft im Debakel um die österreichische Skandalbank Hypo Alpe Adria rechtliche Mittel gegen den durch die Regierung in Wien verhängten Zahlungsstopp.

Bankchef Klaus Neuhaus sagte gestern in Düsseldorf, es sei ein Skandal, wenn sich ein EU-Land rückwirkend mit raffinierten juristischen Winkelzügen einer staatlichen Garantie entledigen wolle. Medienberichten zufolge hat die NRW-Förderbank Papiere der Hypo Alpe Adria im Volumen von 276 Millionen Euro in ihrem Portfolio. Neuhaus wollte diese Zahl mit Blick auf das laufende Verfahren „weder bestätigen, noch dementieren“. Doch betonte der Manager, dass ausreichend Risikovorsorge getroffen worden sei. Mit ihrer Bilanz ist die 2002 von der damaligen WestLB abgespaltene Förderbank zufrieden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 hat das Kreditinstitut rund 8,9 Milliarden Euro an Fördermitteln vergeben (2013: 9,2 Milliarden) und einen Jahresüberschuss von 15,7 (2013: 16,7) Millionen Euro erzielt. Die Bank sei „sehr gut aufgestellt“, sagte Neuhaus bei der Bilanzvorstellung. Das hätten auch der Stresstest im Vorjahr sowie die Bestätigung der Bestnote AAA durch die Ratingagentur Fitch gezeigt.