Nicht nur noch digital denken

Es ist das alte Hase-und-Igel-Spiel. So sehr sich Banken und Sparkassen auch bemühen, das Online-Banking ihrer Kunden, mit dem sie viel Geld sparen, zu fördern, so schnell sind auch die jeweils neuesten Sicherheitsstandards geknackt. Beispiel digitaler Fingerabdruck.

Was bei den Versuchen der Geldinstitute nachdenklich stimmt: Die vermeintliche Sicherheit beim Online-Banking müssen sich die Kunden etwa der Deutschen Bank mit hohen Investitionen in ein Luxus-Smartphone erkaufen, wenn sie noch keines haben. Nur dann gibt es eine Sicherheitsgarantie – und notfalls Geld zurück. Höhere Geldbeträge erfordern offenbar mehr Schutz – so könnte man es auch sagen.

Auch wenn es stimmt, dass der Smartphone-Boom ungebrochen ist: Hier droht in absehbarer Zeit bei Bankgeschäften eine Zweiklassengesellschaft, die dem Image der Kreditinstitute sicher nicht gut täte. Sicherheit darf nicht vom Kontostand abhängig sein oder von der Bereitschaft, ein Smartphone zu nutzen, wenn es ein simples Handy auch tut. Banken und Sparkassen sollten nicht nur noch digital denken. Nicht alle Kunden sind schon dazu bereit.