Neuer Rekord bei privaten Geldvermögen

Frankfurt/Main..  Ungeachtet der mickrigen Zinsen häufen die Menschen in Deutschland immer größere Geldvermögen an. Allein im Schlussquartal 2014 vermehrten die privaten Haushalte ihr Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen gegenüber dem Vorquartal um 69 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 5,072 Billionen Euro. Dies teilte die Deutsche Bundesbank gestern in Frankfurt mit.

Damit nahm das private Geldvermögen im Gesamtjahr 2014 um 209 Milliarden Euro oder 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Und das, obwohl die Menschen ihr Geld trotz der niedriger Zinsen vor allem in kurzfristige und vermeintlich sichere Bankeinlagen steckten.

Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten. Auch wie das Vermögen verteilt ist, geht aus der Studie nicht hervor.

Allein durch Transaktionen stieg das Geldvermögen im Schlussquartal 2014 um 40,5 Milliarden Euro. Dank des robusten Arbeitsmarkts und steigender Einkommen legten viele Menschen mehr auf die hohe Kante.

Überraschend ist, dass die Verbraucher das niedrige Zinsniveau deutlich weniger für Kredite nutzten als im Vorquartal: Insgesamt wurden netto Kredite im Wert von gut 4 Milliarden Euro aufgenommen - nach gut 9,5 Milliarden Euro von Juli bis September.

Die gesamten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen um 0,2 Prozent auf 1,584 Billionen Euro. Das Netto-Geldvermögen erhöhte sich damit vergleichsweise kräftig um 66 Milliarden Euro auf 3,488 Billionen Euro.