Neuer Partner für die WAZ-Gruppe in Osteuropa
24.04.2009 | 18:04 Uhr 2009-04-24T18:04:00+0200
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung beteiligt sich am Osteuropa-Geschäft der WAZ-Mediengruppe. EBRD-Präsident Thomas Mirow und WAZ-Gruppengeschäftsführer Bodo Hombach unterzeichneten die Vereinbarung am Freitag.
Die WAZ-Mediengruppe hat einen neuen Partner für ihr Geschäft in Osteuropa: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die internationale Finanzhilfeinstitution für die Länder des ehemaligen Ostblocks, beteiligt sich mit bis zu 40 Millionen Euro Gesamtinvestitionen an den Operationen der Ostholding der WAZ-Gruppe.
EBRD-Präsident Thomas Mirow und WAZ-Gruppengeschäftsführer Bodo Hombach unterzeichneten die Vereinbarung am Freitag im Londoner Sitz der Osteuropa-Bank.
„Wir haben dieselben Grundvorstellungen vom Wert der Demokratie und eines unabhängigen Journalismus”, erklärte Mirow. Es sei daher besonders wichtig, dass die WAZ-Gruppe auch in Zeiten der Krise ihr Engagement im Osten und Südosten des Kontinents aufrechterhalte und intensiviere.
"Am Aufbau von Demokratie mitarbeiten"
Hombach bekräftigte, die Basis der neuen Partnerschaft sei nicht nur geschäftlich. „Natürlich wollen wir mit Medien ein ordentliches Geschäft machen, aber Medien haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung.” Das Zusammengehen mit der Osteuropa-Bank entspreche dem „Paragrafen 1 der WAZ-Gruppe, am Aufbau von Demokratie mitzuarbeiten”. Sein Unternehmen sei in diesem Zusammenhang bereit, sich den strengen Maßstäben der EBRD für ihre Beteiligungen zu unterwerfen, sagte Hombach.
Mit der Verbindung der Autorität der Bank und der publizistischen Qualität der WAZ-Gruppe werde man negativen Entwicklungen im südosteuropäischen Medienmarkt leichter begegnen können. Alarmierend sei insbesondere, dass sich dort zunehmend Akteure tummelten, die als Medieneigner keine wirtschaftlichen Interessen verfolgten, sondern schlicht Einfluss und Druck ausüben wollten.
Längerfristige Kooperation vorstellbar
Die EBRD erwirbt für zunächst 20 Millionen Euro einen zehnprozentigen Anteil an der Ostholding. Der kann in einer zweiten Etappe bis auf knapp 17 Prozent steigen, wenn sich die EBRD mit weiteren 20 Millionen an Projekten in Südosteuropa und Russland beteiligt. Die entsprechenden Investitionen sollen nicht nur dem Print-Sektor zugute kommen, sondern ausdrücklich auch Online- und mobilen Diensten. Die Entwicklung des Medien-Sektors sei ein entscheidendes Element beim Aufbau einer wissensbasierten Wirtschaft, sagte Bankchef Mirow. Die Partnerschaft ist zunächst zeitlich begrenzt. Hombach begrüßte jedoch, dass sich die EBRD auch eine längerfristige Kooperation vorstellen könne.
Nach den Worten des Geschäftsführers der Essener WAZ-Gruppe ist deren Ost-Strategie in der gegenwärtigen Krisensituation „Bestand sichern, Bestand halten”. Das sei besonders in Serbien schwierig. Wie die publizistisch höchst erfolgreiche Entwicklung eines Netzes von Regionalzeitungen in Russland zeige, sei die WAZ-Gruppe aber fallweise durchaus bereit zuzulegen. „Etwas Mut haben wir auch”, sagte Hombach.

00:23
Das wird die vielen Redakteure, denen Herr Hombach in den ***** getreten hat, sicher Freude bereiten. Bravo, Herr Sozialdemokrat.
19:46
Man vergesse auch nicht die Auslandsbeteiligungen und die Lokalradios in NRW.
19:43
Ach sieh an, dafür ist Geld da. Aber die Redaktionen personell ausbluten, das können sie. Übrigens, welch Ammenmärchen die WAZ gehört der SPD. Die sind der CDU näher als man glaubt.
19:40
Sollte natürlich...Die WAZ ist nicht unabhängig, sondern gehört der SPD... heißen
19:38
Die WAZ ist nicht unabhängig, sondern gehört der WAZ.
Hier eine Liste der SPD-Beteiligungen:
Göttinger Tageblatt GmbH & Co. KG, Göttingen
Kommanditkapital: DM 1.570.000 - Kommanditist: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH &. Co. (99 %)
Zeitung: Gottinger Tageblatt (49.1 00 Ex) - Zeitungsbeteiligung:
Gandersheimer Kreisblatt, Bad Gandersheim (5.700 Ex, 24,4 %)
Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, leipzig Kommanditkapital. DM 40.000.000 - Kommanditisten: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH &. Co. (50 %) und Axel Springer Verlag AG (50 %) - Zeitung:
Leipziger Volkszeitung (306.600 Ex)
Druck- und Verlagszentrum GmbH, Essen
Kapital: DM 100.000 - Gesellschafter: Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriften-Vertriebsgesellschaft E. Brost &. J. Funke GmbH &. Co. (86,9 %) und Westfalische Verlagsgesellschaft mbH (13,1 %)
Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co. KG, Hagen
Kommanditkapital: DM1.000.000 - Komplementar: Druck- und Verlagszentrum GmbH - Kommanditisten: Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriften-Vertriebsgesellschaft E. Brost &. J. Funke GmbH &. Co. (86,9 %) und Westfalische Verlagsgesellschaft mbH (13,1 %)
Zeitungs.verlag Westfalen GmbH, Essen
Stammkapital: DM 100.000 - Gesellschafter: Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriften-Vertriebsgesellschaft E. Brost &. J. Funke GmbH & Co. (86,9 %) und Westfalische Verlagsgesellschaft mbH (13,1 %)
Zeitungsverlag Westfalen GmbH & Co. KG, Dortmund
Kommanditkapital: DM 5.000.000 - Komplementar: Zeitungsverlag Westfalen GmbH - Kommanditisten: Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriften-Vertriebsgesellschaft E, Brost &. J. Funke GmbH &. Co. (86,9 <Xl) und Westfalische Verlagsgesellschaft mbH (13,1 %) - Zeitung: Westfalische Rundschau (194.000 Ex)
Zeitungsverlag Neue Westfilische Verwaltungsgesellschaft mbH, Bielefeld
Stammkapital: DM 50.000 - Gesellschafter: Presse-Druck GmbH (50 %lund J. D. Kuster Nachf. GmbH & Co. (50 %l
J. O. Kuster Nachf. + Presse-Druck GmbH & Co. KG, Bielefeld Kommanditkapita!: DM 2.000.000 - Komplementar: Zeitungsverlag Neue Westfalische VerwaJtungsgesel!schaft mbH - Komrnanditisten: Presse-Druck GmbH (57,5 %) und J. O. Kuster Nachf. GmbH & Co. (42,5 %)
Zeitungsverlag Neue Westfalische GmbH & Co. KG, Bielefeld Kommanditkapital: DM 15.000.000 - Komplernentär: Zeitungsverlag Neue Wesfälische Verwaltungsgesellschaft mbH- Kommanditisten: Presse-Druck GmbH (57,5 %) und J. D. Küster Nachf. GmbH & Co. (42,5 %) - Zeitung: Neue Westfälische (166.600 Ex) - Hörfunkbeteiligungen: Radio Herford (75 %), Radio Hochstift, Paderborn (75 %), Radio Bielefeld (71/25 %)/ Radio Westfalica, Minden-Lübbecke (27 %). Radio Gütersloh (23,67 %). Radio Lippe, Detmold (5/29 %)
Cuxhavener Nachrichten GmbH, Cuxhaven
Stammkapital: DM 50.000 - Gesellschafter: Oliva Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (50 %) und Zeitungsverlag Hottendorf GmbH (50 %)
Verlag Cuxhavener Nachrichten GmbH & Co. KG, Cuxhaven
Kapital: 800.000 - Komplementar: Cuxhavener Nachrrchten GmbH (1 %) Kommanditisten: Oliva Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (49/5 %) und Zeitungsverlag Hottendorf GmbH (49,5 %) - Zeitung: Cuxhavener Nachrichten (13.800 Ex)
Morgenpost Sachsen Verlagsgesellschaft mbH, Dresden Stammkapital. DM 50.000 - Gesellschafter: Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG (100 %) - Tageszeitung: Dresdner Morgenpost (117.600 Ex)- Sonntagszeitung: Morgenpost am Sonntag (86.300 Ex)
Nordbayerischer Kurier GmbH, Bayreuth
Stammkapital: DM 50.000 - Gesellschafter: Druckhaus Bayreuth Verlagsgesellschaft mbH (62/5 %) und Bayreuther Tagebtatt Lorenz Ellwanger Druckerei und Verlagsgesellschaft KG (37,5 %)
Nordbayerischer Kurier GmbH & Co. Zeitungsverlag KG, Bayreuth KommanditkapitaJ: DM 50.000 - Komplementar: Nordbayerischer Kurier GmbH - Kommanditisten: Druekhaus Bayreuth Verlagsgesellschaft mbH (62/5 %) und Bayreuther Tageblatt Lorenz Ellwanger Druckerei und Vertagsgesellschaft KG (37,5 %) Zeitung: Nordbayerischer Kurier (42.900 Ex) Hörfunkbeteiligung: Radio Mainwelle
Vogtländisches Verlagshaus GmbH, Plauen
Stammkapital: DM 50.000 - Gesellschafter: Frankenpost Verlag GmbH (100 %) - Zeitung: Vogtland Anzeiger (13.800 Ex)
Täuschen und Lügen gehört zum Programm der SPD und ihren Medien.
12:27
oder ist das nur die andere Art Unterstützung in der Krise zu bekommen?
12:26
Na wenn der Konzern unabhängig ist möchte ich nicht wissen was eine Abhängigkeit bewirken würde