Neue Runde im Machtkampf bei Tönnies

Hamm..  Das Oberlandesgericht (OLG) in Hamm beschäftigt sich ab dem 9. März mit dem Führungsstreit im Fleischkonzern Tönnies. Das Bielefelder Landgericht hatte im Mai 2014 das doppelte Stimmrecht von Clemens Tönnies im Gesellschafterkreis des Schlachtkonzerns in der ersten Instanz gekippt und damit seine Machtposition ins Wanken gebracht. Geklagt hatte sein Neffe und Patenkind Robert. Beide halten je die Hälfte an Deutschlands größtem Fleischkonzern (Jahresumsatz: 5,6 Milliarden Euro). Clemens Tönnies, auch Aufsichtsratschef von Schalke 04, war in Berufung gegangen.

Ein weiteres Verfahren läuft seit November am Landgericht Bielefeld. Hier fordert Robert Tönnies einen geschenkten 5-Prozent-Anteil von seinem Onkel zurück. Für den 9. Februar hat das Gericht den nächsten Termin angesetzt. Die Beweisaufnahme soll im April fortgesetzt werden. Robert wirft seinem Onkel arglistige Täuschung und groben Undank vor und fordert, die Schenkung rückgängig zu machen. Ist Robert Tönnies damit erfolgreich, würde er die Mehrheit übernehmen.