Nach Kauf von E-Plus - Telefónica will wohl Marken streichen

Auch in der Zentrale des Telekommunikationskonzerns E-Plus in Düsseldorf müssen Mitarbeiter um ihren Job bangen.
Auch in der Zentrale des Telekommunikationskonzerns E-Plus in Düsseldorf müssen Mitarbeiter um ihren Job bangen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Nach der Übernahme des Rivalen E-Plus prüft Telefónica Deutschland, wie die einzelnen Marken künftig ausgerichtet werden. Laut eines Medienberichts sollen Base und E-Plus gestrichen werden. Eine Entscheidung aber sei noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag.

München/Düsseldorf.. Deutschlands größter Mobilfunker Telefónica Deutschland (O2) hat noch keine Entscheidung über die Zukunft einzelner Marken gefällt. Nach der Übernahme des Rivalen E-Plus werde weiter geprüft, wie die einzelnen Marken wie Base, Simyo, Blau, O2 oder Fonic künftig ausgerichtet werden.

"Wir arbeiten an Konzepten für eine Repositionierung einzelner Marken, um mögliche Überschneidungen insbesondere in einzelnen Vertriebskanälen zu reduzieren", sagte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag.

Zuvor hatte das "Manager Magazin" vorab berichtet, Telefónica plane unter anderem die Marke Base zu streichen. Man kommentiere keine Marktgerüchte, sagte der Sprecher dazu. Beschlüsse seien noch nicht gefasst worden.

Mobilfunk Mehrmarkenstrategie soll erhalten bleiben

"Grundsätzlich gilt: Das Unternehmen wird auch künftig eine fokussierte Mehrmarkenstrategie verfolgen und für alle Kunden höchstmögliche Kontinuität sicherstellen."

Telefónica Deutschland hatte sich 2014 mit E-Plus zusammengeschlossen und ist gemessen an den Kundenzahlen nun der größten Mobilfunker hierzulande vor T-Mobile und Vodafone.

Die Übernahme soll der deutschen Tochter des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica helfen, Milliarden zu sparen. Dazu gehört auch ein Abbau von rund 1600 Stellen bis 2018. (dpa)