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Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen

03.09.2010 | 12:32 Uhr
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen

Berlin.Lohndumping durch Leiharbeit - dem will Bundesarbeitsministerin von der Leyen einen Riegel vorschieben. Erste Pläne, wie das verhindert werden soll, liegen auf dem Tisch.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will mit einem neuen Gesetz gegen Missbrauch der Zeitarbeit und Lohndumping vorgehen. „Durch die Einführung einer gesetzlichen Regelung soll verhindert werden, dass Arbeitnehmerüberlassung als „Drehtür“ zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen missbraucht wird“, heißt es in einem Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums, der der Nachrichtenagentur ddp vorliegt und derzeit unter den betroffenen Ministerien abgestimmt wird.

In der schwarz-gelben Koalition gab in der Vergangenheit immer wieder Streit über den Umgang mit der Zeitarbeitsbranche. Während von der Leyen für den Wirtschaftszweig Mindestlöhne anstrebte, lehnte die FDP das ab. Als Kompromissvorschlag wurde die Überarbeitung der sogenannten „Tariföffnungsklausel“ im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ins Gespräch gebracht. Diese Klausel lässt es zu, Zeitarbeitern auch über Jahre hinweg deutlich niedrigere Löhne auszuzahlen.

Hohes Bußgeld droht

Dem neuen Referentenentwurf zufolge soll künftig verhindert werden, dass Arbeitnehmer entlassen oder nicht weiter beschäftigt werden und später als Leiharbeiter „wieder in ihrem ehemaligen Unternehmen oder einem anderen Unternehmen desselben Konzerns zu schlechteren Arbeitsbedingungen eingesetzt werden“. Wenn künftig Mitarbeiter entlassen „in zeitlichem Zusammenhang“ wieder als Leiharbeitnehmer im eigenen Unternehmen eingesetzt werden, ist das nur bei gleicher Bezahlung erlaubt. Diesen Leiharbeitern müsse Gleichstellung mit vergleichbaren Arbeitnehmern gewährt werden, „ohne dass hiervon eine Abweichung durch Anwendung eines Tarifvertrags möglich ist“.Bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Missachtung dieser Bestimmungen soll dem Entwurf zufolge ein Bußgeld von bis zu 25 000 Euro drohen.

Das Gesetz soll im Mai 2011 in Kraft treten, gleichzeitig wird in Europa die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit wirksam. Dann haben auch alle Bürger der neuen EU-Staaten im Osten das Recht, in Deutschland zu arbeiten. (ddp)

Ein Pro und Contra zum Thema: Gleiches Geld für Leiharbeiter?

DerWesten

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Kommentare
06.09.2010
18:28
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von Holz-Auge | #18

Leih-Arbeit ist Menschenhandel und muß verboten werden!

06.09.2010
18:26
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von Holz-Auge | #17

Ausgerechnet eine CDU-Frau will so etwas durchsetzen ?
Na wenn sie sich da nicht übernimmt.
Sie ist nicht die erste, die in die Wüste geschickt wird.
Und außer dem ist es zu spät um gegen den modernen Menschenhandel etwas Wirksames zu unternehmen.

06.09.2010
13:40
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von karlosdallos | #16

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06.09.2010
13:36
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von karlosdallos | #15

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03.09.2010
20:47
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von deutscher | #14

gute Idee...

03.09.2010
18:33
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von jdjdh | #13

warum nur?
die christlichen haben einen vertrag der gar nicht gültig ist.
bereits zwei verhandlungen verloren.
am 14.12 ist der letzte termin.
nun geht es den komischen key account managern an den kragen.
ich wünsche das alle, ihr lohnansprüche der letzten jahre geltend machen.dann können sie alle schließen.ich arbeite zwar nicht in eine leihbude aber das die lackaffen, die klingeln putzen ob personal gebraucht wird einen leihwagen ect bekommen ist doch nachdenklich.
man müsste kopfgeld bieten,da wäre ich sehr reich.

03.09.2010
18:28
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von noriskjustfun | #12

Der Trick in dem Vonderleihen-Gesetz ist das mit dem zeitlichen Zusammenhang. Schmeißt der Laden Leute raus und stellt sie dreii Monate später in einer anderen Filiale ein, ist das Gesetz umgangen.
Einzig sinvolle Lösung: Der Leiharbeiter muss - schon wegen der beruflichen Unsicherheit und höherer Flexibilitätsanforderungen - deutlich MEHR Lohn bekommen als Festangellte im gleichen Bereich. Dann nämlich könnte diese unsägliche Lohndrückerei gestoppt werden.

03.09.2010
18:09
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von Elektrosteiger | #11

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03.09.2010
16:03
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von gerdg | #10

Seit dem 2.Weltkrieg glaube ich Politiker gar nichts mehr.Erst lassen sie sich vom Volk wählen und dann schicken sie das Volk in die Sklaverei.

03.09.2010
15:11
Ministerin will Missbrauch von Leiharbeit stoppen
von Bananenstaat | #9

cdu&fdp = bonzenparteien, bei denen regiert die wirtschaftslobby mit. erwartet man von ihnen wirklich einschneidene gesetze die lohndumping stoppen? nein, nicht wirklich. die nächste wahl kommt und dann ist spendenzeit, und ratet mal woher die cdu und fdp die meisten zuwendungen bekommen? (ich sag nur mövenpick)

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