Mieten in den Städten sind stark gestiegen
05.09.2010 | 16:38 Uhr 2010-09-05T16:38:00+0200
Essen.In Deutschland sind die Kaltmieten in den Städten deutlich gestiegen: Innerhalb des vergangenen Jahres im Schnitt um fünf Prozent, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS).
Bei den Zahlen beruft sich das Blatt auf Angaben des Immobilien-Marktforschungsinstituts Empirica. Die Berechnungen beziehen sich auf Neuvermietungen von 60 bis 80 Quadratmeter große Wohnungen, die nicht älter als zehn Jahre sind und über eine gehobene Ausstattung verfügen.
Vielerorts kletterten die Mieten sogar noch stärker als fünf Prozent: So kostet in Berlin eine Wohnung durchschnittlich 14 Prozent mehr als vor einem Jahr, in Düsseldorf sind es 13 Prozent. So müsse man nun in der NRW-Landeshauptstadt bei einem Umzug als Mittelwert 10,47 Euro pro Quadratmeter berappen.
Hauptgrund für den Anstieg bei den Mietpreisen sei, dass immer mehr Menschen in wirtschaftlich aufstrebende Städte zögen. Die Nachfrage nach neuen Wohnungen übersteige dann das Angebot. Zudem sorge der wirtschaftliche Aufschwung für Optimismus: Die Menschen wechselten eher die Wohnung, die Mieten ließen sich erhöhen, hieß es. Wie die FAS weiter berichtet, hatte es zuvor fast 20 Jahre lang im Schnitt kaum Mietpreiserhöhungen bei Neuvermietungen gegeben. Nun setze ein „Nachholeffekt“ ein.
Keine großen Sorgen müssen sich dagegen Mieter im Revier machen, wie der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes NRW, Bernhard von Grünberg, sagte. „Im Ruhrgebiet sinken die Mieten tendenziell wegen der hohen Leerstandsquote.“ Daneben betonte von Grünberg, dass die von Empirica berechneten Preiserhöhungen sich nicht auf bestehende Mietverträge bezögen. Im Schnitt seien die Mieten in Deutschland im vergangenen Jahr gerade mal um gut 1,5 Prozent gestiegen.

17:51
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12:06
#5 von Gastkommentator , am 06.09.2010 um 10:35
Sie vergessen, daß die letzte NRW CDU/FDP-Regierung 90.000 Wohnungen an Goldman-Sachs verkauft hat.
Da gabs in der kurzen Zeit schon mehrere Mietsteigerungsrunden.
10:54
Was auch im Ruhrgebiet steigt sind die Betriebskosten. Daran sind auch die Städte mit höheren Gebühren beteiligt. Hier sollte mit Nachdruck darauf geachtet werden, dass die Hartz IV-Wohnungen von den Städten nach der Netto-Kaltmiete als Höchstmiete angegeben werden. Das ist von den Gerichten so vorgesehen und hat seinen Grund darin, dass die Wohnungen dann nicht aus der Angemessenheitszone fallen, wenn nur die Betriebskosten steigen. Sind die Angemessenheitsgrenzen jedoch von den ARGEn/Städten nach der Bruttokaltmiete bestimmt, sind die Betriebskosten ein Kostentreiber, der die Angemessenheitsgrenze stetig übersteigen lassen kann. Die Wohnungen für Alg II - Bezieher werden dann unangemessen, nur weil die Betriebskosten steigen, wofür meist die Stadt selbst verantwortlich ist. Das ist von den Gerichten so nicht vorgesehen, wird aber von einigen Städten - im Revier Gelsenkirchen - rechtswidrigerweise so gemacht. Der Hilfeempfänger erhält dann möglicherweise für die ehemals angemessene Wohnung eine Kostensenkungs- oder Umzugsaufforderung und wundert sich. Zu recht.
10:35
Ach was, in den Ruhrgebietsstädten kennen die Mieten seit Jahren nur eine Richtung, nach unten, sowohl real als auch mittlerweile nominal. Wer will den ernsthaft behaupten dass in Duisburg oder Dortmund die Mieten rasant steigen ? Die paar o.g. Städte sind krasse Ausnahmen- ansonsten lebt der Mieter billig und in Freuden.
09:01
Das kommt DAVON wenn die Städte zu kurz denken .
Wenn sie denken wenn Sie die Städtischen whg verkaufen um von renovierungsarbeiten davonzu kommen oder wenn Sie das kanal netz verkaufen oder seen uzw denn spätestens wenn sie das einmal bekommene geld ausgegeben haben stehen sie mit blanker Tasche dar und müssen es doppelt und dreifach zurückzahlen in form von mietzuschuss oder hartz 4 usw.
18:46
Wenn man sich ansieht, welche Bruchbuden für viel Geld zur Vermietung von z B der Deutschen Annington angeboten werden, dann sollte man sich lieber nach einem schönen Campingplatz umsehen. Dort ists gemütlicher.
17:03
Wenn Unternehmen ihre Hauptverwaltungen an immer weniger Standorten konzentrieren kann es nur eine Anwort geben: Weg mit den ÖPNV Subventionen. Weg mit der Pendlerpauschale.
17:00
Investoren die 15 bis 25 Prozent Rendite wollen treiben natürlich die Mieten nach oben.
Besonders übel ist, dass sie das Faustpfand das diese Erpressung möglich macht von unseren Volksvertretern für kleines Geld bekommen haben. Jetzt bezahlen wir mittels Wohngeld bzw. mit unserem sauer verdienten Geld, das doppelt und dreifach zurück, was angeblich die Staatskasse saniert hat.