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Metro steigert Umsatz - macht aber Verluste

31.07.2012 | 09:12 Uhr
Metro steigert Umsatz - macht aber Verluste
Foto: dapd/Theo Heimann

Düsseldorf.  Der Handelskonzern ist wieder besser im Geschäft. Preissenkungen und Wertberichtigungen in dreistelliger Millionenhöhe drücken das Quartalsergebnis jedoch in die roten Zahlen. Konzernchef Koch will mit Sparprogramm und Jobabbau gegensteuern.

Der vom neuen Metro-Chef Olaf Koch vorangetriebene Umbau des größten deutschen Handelskonzerns hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Eine Preisoffensive und florierende Geschäfte im deutschen Heimatmarkt sowie in Asien ließen im zweiten Quartal zwar die Umsätze wie von Analysten erwartet steigen. Für das erste Halbjahr wies das Unternehmen in seinem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht unter dem Strich dennoch einen Verlust von 110 Millionen Euro aus. Dabei drückten vor allem Wertberichtigungen in dreistelliger Millionenhöhe im Zusammenhang mit dem Verkauf der britischen Großhandelssparte ins Minus auf die Bilanz. Zudem lasteten Rückstellungen für die Restrukturierung und die Kampfpreise auf dem Konzern.

Abbau von 1000 Stellen angekündigt

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern noch einen Gewinn von 54 Millionen Euro ausgewiesen. Inzwischen sieht Konzernchef Koch aber erste Anzeichen einer Trendwende. "Wir haben trotz Gegenwind Fahrt aufgenommen: Unser Fokus auf nachhaltiges Wachstum zahlt sich aus", sagte er bei der Präsentation der Zahlen.

Metro-Chef Koch (dapd)

So stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) den Angaben zufolge im zweiten Quartal um 2,5 Prozent auf 314 Millionen Euro. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 31,5 Milliarden Euro zu.

"Dies bestärkt uns, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen", sagte Koch. Zugleich bekräftigte der Metro-Chef die Erwartung, im Gesamtjahr ein Umsatzplus und ein Ebit vor Sonderfaktoren "auf Vorjahresniveau" zu erreichen. Dazu werde der Handelskonzern seine Sparpläne konsequent fortsetzen. Die Metro hatte in den vergangenen Wochen bereits den Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen angekündigt. (dapd)



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