Metallmafia klaut ganze Lastwagen voller Edelrohstoffe
05.02.2012 | 17:51 Uhr 2012-02-05T17:51:00+0100
Essen. Diebstahl einzelner Kupferkabel war gestern. Immer häufiger, so beklagen es Metallhändler, entführen dreiste Metalldiebe ganze Lkws, die wertvolle Edelmetalle geladen haben. Vermutlich mit Ziel Osteuropa. Die Polizei geht davon aus, dass organisierte Banden in das Geschäft eingestiegen sind.
Die Serie der Diebstähle wertvoller Rohstoffe reißt nicht ab. Die Bundespolizei in NRW bestätigt für 2011 rund 600 Fälle von Kabel- und Metallraub bei der Bahn – ein Drittel mehr als 2010. Nach Angaben des Verbandes deutscher Metallhändler (VDM) sind auch immer öfter private Unternehmen Opfer der Raubzüge: Mafia-ähnlich organisierte Banden kapern für den Versand bestimmte Edelmetall-Frachten bereits an den Verladerampen und entführen ganze Lkw-Ladungen nach Osteuropa.
„Wir registrieren mindestens einmal in der Woche einen Vorgang, bei dem mehr als eine Tonne Metall gestohlen wird“, sagt Ralf Schmitz, Hauptgeschäftsführer des VDM. Er glaubt, dass kriminelle Organisationen seit etwa einem Jahr im „Metallgeschäft“ mitmischen und die Edelmetalle in die Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie nach Bulgarien und Rumänien schmuggeln. Auch Jens Flören, Sprecher der Bundespolizei in St. Augustin, sieht das so: „Wir haben die Vermutung, dass es in Richtung Osteuropa geht.“
Diebe hacken Internetseiten
Das Geschäft ist lukrativ. Der Kupferpreis hat sich binnen acht Jahren auf dem Weltmarkt vervierfacht, der von Zink, Blei und Aluminium hat sich verdreifacht. Nach WAZ-Informationen nutzen Banden die Frachtbörsen im Internet. Dort erteilen Händler Spediteuren oder deren Subunternehmern Transportaufträge. Die Metalldiebe knacken die verschlüsselten Börsenseiten, fälschen Papiere, holen die wertvolle Fracht Stunden vor dem beauftragten Spediteur ab und verschwinden mit der Beute.
Die Diebstähle auf den Anlagen der Bahn haben in der Vergangenheit zu gefährlichen Zwischenfällen und Betriebsstörungen geführt. Allein 2010 waren das bundesweit 8000. Erst Freitag fielen deshalb im Ruhrgebiet wieder S-Bahn-Züge aus. Schwerpunkt der Diebstähle in NRW ist der Raum Dortmund. Allerdings handelt es sich – anders als bei der Entführung ganzer Frachtladungen – bei diesen Raubzügen meist um das Werk von Kleinkriminellen, die auch Gullydeckel oder auf Friedhöfen Grabkreuze stehlen. Die Bundespolizei glaubt, mit verstärkter Fahndung und Einsatz von spurensichernder DNA diesem Teil des Phänomens Herr werden zu können.

16:21
Wertschöpfung? Wertschöpfung!
Wer hat das ganze Zeug geklaut
trotz Überwachung durch die Maut?
Die kostet viel und sei famos,
die Bilderkennung tadellos.
Doch nie je kam ein Depp vom Zoll
darauf, zu suchen? Wundervoll!
Es glaubt der Karl rein gar nix mehr
doch merkt er, mancher lügt wohl eher.
Früher gab es mal den Begriff „investigativer Journalismus“. Das gibt es heute nicht mehr bei der WAZ, nein?
Grüße
Karl der Zeitungsbote
(gut zu googeln) ;o))
11:44
..weil diese Daten nur zur Abzocke der ehrlichen LKW-Speditiomnen dienen sollen. Fragen Sie mal die selbst ernannten Datensschützer (=Täterschützer), selbst bei Kapitaldelikten gibt es keinen Auskunft.
Die, die hier aus politischer Kleingläubigkeit unbenannt bleiben müssen und sich mit solchen Dingen wie Diebstahl von Metall en gros befassen, finden sicher auch einen Weg die An- und Abfahrten zum Tatort so durchzuführen, dass sie von der Maut nicht betroffen sind.
08:14
Und es gibt nicht eine LKW-Maut, NEIN?? Wo jedes Kennzeichen erfasst wird, aber um Spediteute abzukassieren. Und diese KOMMEN N I C H T DARAUF, mal an der Grenze nach ihren LKW zu fragen, oder die Polizei fängt sie NICHT AB- NEIN?? Die Überwachung in dem System ist doch ziemlich lückenlos. Merkwürdig!
Irgendjemand erzählt oder schreibt doch hier Dreck, oder nicht? Wohl Zoll oder Polizei, denn wieso sagen die: "vermutlich in Richtung Osteuropa..." Bei der Überwachung gibts nichts zu vermuten. Da wird man sich wohl sicher sein!! ABER WARUM SCHREIBT ES DANN NIEMAND? Wenn man einen "Feind benennt", klipp und klar,
dann kann man ihn auch bekämpfen!
Und das will man dann wohl nicht??? Das ergibt sich indirekt aus den Fakten. Äußerst merkwürdig. Irgend etwas stimmt da doch nicht.
Ähm,
die Fracht wird gestohlen und nicht die LKW
23:50
Wieso erstaunt mich diese Meldung eigentlich nicht? Weil das vermutlich alle schon längst wissen und sich darüber schon längst ihre Meinung gebildet haben? Das ist es vermutlich!
23:23
funkt immer noch auf UKW.
Ab morgen dann wieder Bananen für alle!!!
Wo sollen die sonst funken?
22:07
Das vermeintlicher Kupferschrott Richtung Osten Europas verschwinden, ist bereits länger bekannt. Die Kabel die heute Abend irgendwo in NRW zersägt werden, passieren morgen früh schon die Grenze nach Polen oder Tschechien. Die dortigen Schrotthändler interessiert es herzlich wenig woher der vermeintliche Kupferschrott stammt. Vielleicht, falls im größeren Umfang noch nicht geschehen, sollte die Bundespolizei bzw. der Zoll immer wieder einmal groß angelegte Kontrollen nahe den Grenzen durchführen. Auch wenn sich manche wünschen, an den Grenzen wieder grundsätzlich Kontrollen einzuführen, käme das einer Kapitulation gleich. Ich denke es gibt andere Mittel das kriminelle Treiben, dem Klau von Edelmetallen und das Verschieben nach Osteuropa erheblich zu erschweren, wenn nicht gar ganz zu unterbinden. Allerdings wäre dann ein uneingeschränktes Mitwirken der betroffenen Staaten notwenig.
Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen doch wohl eines eindeutig. Es gibt keine anderen Mittel, diesen organisierten Großklau zu stoppen. Folglich dürften Grenzkontrollen eine Lösung sein, auf die nicht verzichtet werden sollte. Und wenn das manch einer als Kapitulation ansieht, - gut, damit läßt sich leben.
Gruß
21:03
komisch
ich höre immer grenzen zumachen
leute wacht auf.
das hat es immer gegeben.
da haben auch grenzen nicht geholfen.
und warum edelmetalle geklaut werden ist doch ganz einfach
das läßt sich zu sehr viel geld machen.
wie gesagt da hilft auch nicht das die grenzen wieder zugemacht werden.
oder aber mann zieht um deutschland eine 10meter hohe mauer.
aber das wollt ihr bestimmt nicht oder????
oder wie war das noch mit den geklauten autos die in polen und co als ersatzteile widergefunden wurden
trotz grenzen????
aber stammtischgelaber ist ja in als mal ein wenig zu überlegen.
Natürlich hilft das, dann lohnt es sich für die Kriminellen nicht mehr, es wäre viel mehr Aufwand nötig.
20:42
Die offene Grenzen zum Osten sind ein Fehler,das wusste damals jeder ,das daß in die Hose geht.
Aber unsere Politiker nicht,die sind einfach nur naiv.Aber so spart man auch Geld weil man ja kein Personal braucht.Ist auch nicht so wichtig.Die Sicherheit steht an 2ter Stelle.
19:49
LKWs mit großen Metallmengen sollten doch mit einfacher Sensorik erkennbar sein.
Dann sind Kontrollen fällig, wenn man das Problem lösen will.
19:47
Diese Fälle sind ja noch nachvollziehbar - ich kenne zwei Fälle , da kommt man mit der Logistik der Diebe nicht klar . Das sind "Meisterleistungen" , wo wohl auch noch Hochseilartisten eingesetzt werden . Diese sind in der Tat oft aus Osteuropa , was man vom GOP her kennt .