Metallindustrie zweifelt höhere Netzentgelte an

Hagen/Düsseldorf..  Trotz der Ankündigung, dass im nächsten Jahr die Netznutzungsentgelte, die alle Verbraucher im Enervie-Netzgebiet mit ihrem Strompreis mitbezahlen, wieder sinken sollen, reißt die Kritik am Hagener Energieversorger nicht ab: „Der Anbieter verweigert Transparenz“, sagt Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands der Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) in NRW. Der Verband zweifelt nicht nur die Rechtmäßigkeit der in diesem Jahr anfallenden Mehrkosten für die Stromkunden an, sondern möchte vor allem wissen, wie Enervie die erhöhten Netznutzungsentgelte berechnet hat. „Wir haben als Verband bei der Bundesnetzagentur Akteneinsicht beantragt. Eine Entscheidung der Beschlusskammer 8 der Behörde dazu steht noch aus“, erklärte Vietmeyer dazu gestern. Es gehe um ein Verfahren „zur Erlösobergrenze“; ursprünglich habe der WSM eine Beiladung zu einer Verhandlung der Bundesnetzagentur mit Enervie beantragt; dies habe Enervie aber abgelehnt.

Darüber hinaus bezweifelt der WSM, ob die Erhöhung zu Recht erhoben wird: „Es hat sich ja jetzt gezeigt, dass es doch eine technische Lösung zur Absicherung des Netzgebiets gibt.“