Mehrheit für neue Olympia-Bewerbung
2012-10-14T16:37:00+0200
Als eine Klammer für das Ruhrgebiet sehen die Bürger allerdings Großveranstaltungen wie die Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Etwas mehr als die Hälfte der von Forsa Befragten ist der Meinung, dass Mega-Events dem gesamten Revier nutzen. Etwas weniger als die Hälfte erklärten, nur einzelne Städte hätten davon profitiert.
Wirklich überraschend ist es nicht, dass die Ruhrgebietler ein mobiles Völkchen sind und sich mit ihren Nachbarn gut verstehen. Mal abgehen von den Ostwestfalen. Das Revier steht für Weltoffenheit und Toleranz. Dass dem Ruhri die Menschen von der Rheinschiene am meisten liegen, hat sicherlich...
Bei der Frage, ob sich die Region erneut um die Ausrichtung der Olympischen Spiele bewerben soll, ist das Bild eindeutiger: 60 Prozent sind dafür, 38 Prozent dagegen. Bei den 18- bis 44-Jährigen liegt die Zustimmung sogar bei 71 Prozent.
45 Prozent kennen den Initiativkreis Ruhr
Unter den Ruhrgebiets-Institutionen sind die beiden Landschaftsverbände und der Regionalverband Ruhr die bekanntesten. Den Initiativkreis Ruhr kennen indes nur 45 Prozent der Befragten. Insbesondere unter den jungen Ruhrgebietlern hat sich die Existenz des IR noch nicht herumgesprochen. Allerdings sind 74 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass das Ruhrgebiet vom Initiativkreis profitiert.
Bei den Selbstständigen, die am ehesten eine Affinität zu dem Unternehmens-Netzwerk haben, hapert es jedoch: Nur 60 Prozent von ihnen sind davon überzeugt, dass der IR dem Ruhrgebiet nutzt.
Arbeitslosigkeit größtes Problem
Forsa fragte auch nach den größten Problemen im Ruhrgebiet: 53 Prozent nannten die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Erwerbslosigkeit ist damit mit weitem Abstand die größte Sorge.
Kanzlerin Angela Merkel und ihr SPD-Herausforderer Peer Steinbrück liegen bei der Beliebtheit im Ruhrgebiet gleichauf. Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Initiativkreises Ruhr gaben jeweils 41 Prozent der Befragten an, dass sie bei einer Direktwahl für Merkel bzw. Steinbrück stimmen würden.
Auf Platz zwei mit gerade einmal 13 Prozent folgt die Finanznot der Städte. Armut und soziales Gefälle bezeichnen nur vier Prozent als das größte Problem.
Bei den Defiziten der Infrastruktur brennen den Ruhris der Zustand der Straßen und fehlende Straßenverbindungen am heftigsten auf den Nägeln. 51 Prozent der Ruhrgebietsbürger befürchten, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern werde.
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11:03
Et gippt ga kein Revier, weil zwei Drittel vonne Leute in 3 Jahre 4 ma auf Reisen warn. Un meine Nachbarn wohn nich nebenan, sondern im Sauerland oder in Höxter. Herr, schmeiß Hirn!
10:51
Nun ja, Herr Hombach, man mag sich hier im Ruhrgebiet ja durchaus wohlfühlen.
Aber ob man obendrein "stolz" auf sein Umfeld sein kann/soll? Hmmm ...
00:24
"Zwei Drittel haben in den letzten drei Jahren das Revier öfter als viermal verlassen. "
Wenn das schon als "mobil" gilt, was ist dann "immobil"? Wer innerhalb von 3 Jahren satte viermal die 20 km bis ins Münsterland gewagt hat muss ja schon geradezu reisewütig sein...
Mehr als ein verwirrtes Kopfschütteln bleibt mir da nicht ;-)
Bei mir wars kein Kopfschütteln, sondern heftiges Schenkelklopfen vor Lachen;-)
Hat das Ruhrgebiet etwa die Mauerreste günstig ersteigert und drumrum aufgebaut? Wo gibt es eigentlich die Visa zum "Verlassen" Richtung Sauerland? Sind die Grenzer Ex-Bergleute? Bekommen die Auswanderer bei ihrer Rückkehr medizinisch-psychologische Ersthilfe? Weiß der MAD und der BND schon davon?
Fragen über Fragen... ein Teufelskreis.
23:53
Ist doch nicht verwunderlich, dass man dieser hässlichen Gegend ab und zu mal entfliehen möchte.
Und um etwas Kulturelles zu erleben, muss man die Region verlassen, entgegen der medial verbreiteten Lüge, heir sei kulturell und sowieso immer so viel los.
Ich empfehle Duisburg, damit man nachvollziehen kann, warum man oft mal eben weg will oder muss.
22:09
Meine Nachbarn sind Nasen. Und ich mag die nicht.