Mehr Geld für Flughafen-Wachpersonal in NRW

Die rund 34.000 Flughafenkontrolleure und Objektschützer in Nordrhein-Westfalen bekommen deutlich mehr Geld.
Die rund 34.000 Flughafenkontrolleure und Objektschützer in Nordrhein-Westfalen bekommen deutlich mehr Geld.
Foto: Uwe Anspach
Was wir bereits wissen
Lange sah es beim Sicherheitspersonal an den NRW-Flughäfen nach neuen Warnstreiks aus - jetzt haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft doch geeinigt.

Ratingen.. Die rund 34.000 Flughafenkontrolleure und Objektschützer in Nordrhein-Westfalen bekommen deutlich mehr Geld. Der Arbeitgeberverband BDSW und die Gewerkschaft Verdi einigten sich am Donnerstagabend in Ratingen auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Er sieht bis Ende 2016 in zwei Stufen - je nach Berufsgruppe - Erhöhungen zwischen 3,5 und 12 Prozent vor. Der Abschluss muss noch bei einer Verdi-Mitgliederbefragung am Freitag (13.2.) gebilligt werden.

Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker nannte den Abschluss "eine brauchbare Grundlage für die Verhandlungen in den anderen Tarifbezirken". Tarifverhandlungen im Wach- und Sicherheitsgewerbe laufen derzeit auch in Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Sicherheit Nach dem Abschluss bekommen Kontrolleure in der untersten Lohngruppe - laut Verdi fast drei Viertel der Branche - insgesamt 70 Cent (7,6 Prozent) mehr Stundenlohn. Er liegt derzeit bei 9 Euro. Die Erhöhungen kommen zum 1. März 2015 und zum Jahresbeginn 2016. Die Mitarbeiter in der Waren- und der Passagierkontrolle erhalten ebenfalls in zwei Schritten insgesamt zwischen 8,6 und 12 Prozent mehr Geld. Andere Lohngruppen sollen mindestens 3,5 Prozent mehr Lohn bekommen.

Zuvor hatte es mehrstündige, zähe Gespräche in der bereits vierten Verhandlungsrunde gegeben, die noch am Abend vor einem Abbruch standen. Die Gewerkschaft hatte eine Erhöhung der Stundenlöhne zwischen 1,50 Euro und 2,50 Euro pro Stunde gefordert und auf hohe Umsätze und Gewinne der Sicherheitsbranche verwiesen. Bei Warnstreiks des Sicherheitspersonals vor einer Woche an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn waren insgesamt fast 300 Flüge ausgefallen. (dpa)