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Markisen bei Sturmwarnung einrollen

02.04.2008 | 22:17 Uhr

Wer bei aufkommendem Sturm trotz ernster War-nungen vor einem orkanartigen Unwetter die Marki-sen an seinem Haus nicht einfährt, kann im Falle von Beschädigung durch herabfallende Dachziegel nicht mit einem Schadensausgleich durch seine ...

... Hausratversicherung rechnen. Dies gilt selbst dann, wenn diese in der Auflistung ihres Leistungsspektrums ausdrücklich die Sonnensegel mit einbezogen hatte. Bei der-artigem Nichtstun liegt nämlich grob fahrlässiges Verhalten vor, hat jetzt das Landgericht Kleve betont. Dadurch blieb der betroffene Hausbesitzer auf einer Rechnung von 1174,90 Euro sitzen, wie die Deutsche Anwaltshotline berichtete.

Nach dem Malheur wollte sich der Mann noch damit herausreden, er habe ja mit den extra nicht eingerollten Planen nur schlimmeres Übel verhütet. Hätten die offen gebliebenen Stoffsegel nämlich nicht die Dachziegel abgefangen, wären sie ungebremst auf die Glasbausteine des Terrassenbodens gefallen, was der Versicherung weitaus teurer gekommen wäre.

Dieser Argumentation wollte sich das Gericht allerdings nicht anschließen. Markisen dürften nicht als Fänger für herabfallende Dachziegel verwendet werden. (Az.: 5 S 119/07)

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2008-04-02 22:17
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