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Lufthansa will seine Billigfluglinie Germanwings ausbauen

11.10.2012 | 14:09 Uhr
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Lufthansa will seine Billigfluglinie Germanwings ausbauen
Die Lufthansa will ihrer Billigfluglinie Germanwings mit mehr Strecken, mehr Flugzeugen und mehr Mitarbeitern neues Leben einhauchen.Foto: dapd

Frankfurt/Main.  Die Fluggesellschaft Lufthansa will mit ihrer Billigfluglinie Germanwings ab 2015 schwarze Zahlen schreiben. Dazu soll die Fluglinie alle Inlandsflüge der Kranich-Linie übernehmen. Das stößt auf Widerstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Mitarbeiter könnten bis zu 40 Prozent weniger verdienen.

Die Lufthansa will ihrer Billigfluglinie Germanwings mit mehr Strecken, mehr Flugzeugen und mehr Mitarbeitern neues Leben einhauchen. Die Lufthansa-Tochter, die bisher von fünf deutschen Standorten 90 Ziele in Europa und Nordafrika anfliegt, soll schon ab 2013 alle innerdeutschen und innereuropäischen Flüge des Konzerns übernehmen, wie Lufthansa-Chef Christoph Franz am Donnerstag am Frankfurter Flughafen erläuterte.

Nur die Flüge, die an den beiden Drehkreuzen Frankfurt oder München starten oder landen, würden weiter von der Kranich-Linie abgewickelt. "Wir trennen die beiden Geschäftsmodelle", sagte Franz. Die Marke Lufthansa bleibe ein Premiumanbieter bei den gewinnbringenden Langstrecken- und ihren Zubringerfügen, Germanwings werde als kostengünstige Alternative auf der Kurzstrecke etabliert.

Seit Jahren schreibt Lufthansa im Europa-Geschäft rote Zahlen

Den Namen Germanwings soll die Billigfluglinie behalten, beendete die Lufthansa Spekulationen über einen neuen Namen für die vergrößerte Tochter, die den Arbeitstitel "Direct4u" trug. Auch der Chef bleibt derselbe: Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann soll auch die erweiterte Flotte leiten.

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Mit dem Billigableger reagiert die Kranich-Linie auf die Konkurrenz durch Billigflieger wie Ryanair und Easyjet. Seit Jahren schreibt Lufthansa im Europa-Geschäft rote Zahlen. "Es gibt Wettbewerber mit einer günstigeren Kostenstruktur", räumte Franz ein. Die Verluste auf den Kurzstrecken könnten nicht mehr mit den Gewinnen aus anderen Geschäften kompensiert werden.

Germanwings soll ab 2015 Gewinne erzielen

Wegen der steigenden Kerosinpreise und der abflauenden Wirtschaftskonjunktur haben auch andere Bereiche des Konzerns - etwa das Frachtgeschäft - zu kämpfen. Germanwings soll nun ab 2015 Gewinne erzielen. Die Pläne stoßen allerdings auf Widerstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo.

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Die Gewerkschaft befürchtet, dass die 2.000 Stewards und Stewardessen der neuen Airline bis zu 40 Prozent weniger verdienen werden als ihre Kollegen bei der Konzernmutter. "Die Mitarbeiter von Germanwings bekommen immer noch besser dotierte Verträge als bei Konkurrenten wie Easyjet oder Air Berlin ", konterte Franz. Dennoch stehe das neue Geschäftsmodell für die Billigfluglinie unter dem Vorbehalt, dass sich die Lufthansa mit den Gewerkschaften einige. (rts)

Kommentare
11.10.2012
22:51
Lufthansa will seine Billigfluglinie Germanwings ausbauen
von Bochumer_Jung | #2

So wie man es heute abend vernimmt, wird DUS seiner Rolle als LH Entlastung für FRA weiterhin gerecht. Dazu trägt auch die neue LH Verbindung nach Tel Aviv bei.

Man darf also als LH Enthusiast weiterhin getrost von Düsseldorf aus fliegen, das ist doch beruhigend.

11.10.2012
22:00
Lufthansa will seine Billigfluglinie Germanwings ausbauen
von Bochumer_Jung | #1

Wenn rts das Kürzel ist für Reuters, dann verstehe ich nicht, wieso man hier nur eine halbe Meldung veröffentlicht. Oder wer steht hinter rts?

Das deutsche Fernsehen veröffentlicht am 11.10.2012 Meldungen, wonach Germanwings zukünftig mit bis zu 90 Luftfahrzeugen ausgestattet werden soll. In diesem Artikel liest man nun, es soll sich um 90 Destinationen handeln. Externe Meldungen klingen zumindest heute abend noch sehr schwammig.

Wenn man sich mal auf das Unternehmen beruft, welches der Urheber aller Meldungen zu diesem Artikel hier ist, dann ist dort lediglich von einer Übertragung von 30 Maschinen zwischen LH und 4U die Rede.

Auf DUS Int (Düsseldorf) bleiben unter anderem die Flüge via Frankfurt und München vollkommen unverändert. Man wird also neue Meldungen von LH als Urheber der Meldungen abwarten, was sich für NRW nächstes Jahr tatsächlich verändert.

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